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Engstler glaubte im Winter nicht mehr an DTM-Cockpit: "So weit weg wie Mond"

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Beim DTM-Auftaktwochenende feierte Luca Engstler einen sensationellen Sieg - dabei hatte er im Winter nicht einmal ein Cockpit in Aussicht.

Nach seinem sensationellen Sieg beim Auftakt-Wochenende in Oschersleben reiste Grasser-Lamborghini-Youngster Luca Engstler als DTM-Leader ab. Und obwohl er nach dem schwierigen Zandvoort-Wochenende auf Platz zwölf zurückfiel, ist er nach wie vor in Schlagdistanz zur Spitze. Dabei wäre er 2024 beinahe gar nicht in der DTM am Start gewesen, nachdem seine Bemühungen im Winter gescheitert waren, bei einem Mercedes-AMG-Team unterzukommen.

"Ich bin dagestanden und hatte gar keinen Plan", gibt er auf Nachfrage von "Motorsport-Total.com" zu. "DTM war gefühlt so weit weg wie der Mond. Ich hab das eher so hingenommen, dass es dieses Jahr keinen Platz gibt und ich schauen muss, was vielleicht last minute noch kommt oder ob man noch irgendwo unterkommt."

Doch in der Verzweiflung ging doch noch eine Türe auf. "Dann kam der Anruf von Gottfried und die Chance, das machen zu können", erzählt Engstler. "Wir haben uns sofort ins Auto gesetzt, sind zu Gottfried gefahren und haben geschaut, dass wir das irgendwie über die Bühne kriegen."

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Grasser-Chance kam "aus dem Nichts"

Gottfried Grasser, dessen Lamborghini-Team in der Nähe des Red-Bull-Rings in Österreich ansässig ist, war selbst noch auf der Suche nach einem Fahrer für das zweite Cockpit neben Christian Engelhart, nachdem er mit Maximilian Paul zu keiner Einigung gekommen war.

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Es sei "gar nicht im Raum" gestanden, erzählt Engstler, "dass es da überhaupt eine Möglichkeit gibt - und dass dann auch Lamborghini so dahintersteht und das mitunterstützt, weil gar keine Gespräche stattgefunden haben. Deswegen kam das ein bisschen unerwartet und aus dem Nichts."

Doch Ende Februar wurde Engstler als Lamborghini-Young-Driver und als Grasser-Pilot bekanntgegeben. "Das ging dann im Vergleich zu den anderen Plänen ratzfatz über die Bühne", sagt Engstler. "Wir waren uns alle relativ schnell einig."

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Wie sich Engstler durch das Grasser-Team freispielte

Dass Engstler, der 2023 sein DTM-Debüt im Audi des Teams von Vater Franz Engstler gegeben hatte, diesen Weg nicht weiterverfolgte, hat auch damit zu tun, dass er sich 2024 weiterentwickeln wollte. "Ein Thema war: in eine Struktur zu kommen, in der du dich nur auf das Fahren konzentrieren kannst", sagt der Youngster, der im Familienteam auch selbst regelmäßig mit anpackte.

Das wollte er mit einem Teamwechsel abstellen. "Du bist dort als Fahrer viel mehr involviert - in die Probleme, die es wirklich im Team gibt", beschreibt er seine Rolle im Engstler-Team. "Das geht von Logistik bis zu Personal, Partner, Budget - die ganzen Themen, die im Kopf mitschwingen."

Deswegen ziehe er dieses Jahr auch den Hut vor Lamborghini-Markenkollege Paul, "als Familienteam diesen Schritt zu machen und dann am Sonntagabend den Lkw laden zu müssen", erkennt er sich in seinem Landsmann wieder, der für Paul Motorsport antritt.

Nächster Lamborghini-Einsatz auf dem Nürburgring

Bei ihm sei es aber nun das Ziel, auch in Sprintserie der GT-World-Challenge Europe, in der Engstler weiterhin im Engstler-Audi sitzt, eine Struktur zu schaffen, die ihn entsprechend freispielt: "Sich von dem lösen zu können ist enorm wichtig."

Zudem möchte er möglichst viel im Auto sitzen. Denn durch die mangelnde Erfahrung mit dem Lamborghini Huracan GT3 Evo2 muss er sich aktuell an den Wochenenden über akribische Datenanalyse Schritt für Schritt nach vorne hanteln.

Der nächste Einsatz stieg übrigens schon an diesem Wochenende, denn Engstler saß beim dritten Lauf der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) im von Renazzo Motorsport eingesetzten Lamborghini, wodurch er sich weiter an das für ihn noch neue Fahrzeug gewöhnen kann.

Das Rennen verlief für Engstler aber unglücklich. Zuerst geriet er im Zeittraining mit einem anderen Auto aneinander und landete im Kiesbett. Im Rennen erlitt das Auto mit Teamkollege "Dieter Schmidtmann" (Pseudonym des Teamchefs Danny Kubasik) am Steuer einen Reifenschaden. Engstler ging später zwar noch einmal auf die Strecke, doch nach 15 absolvierten Runden zog das Team das Auto zurück,

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