Motorsport
Formel 1 - Power Ranking vor China: McLaren enttäuscht, Mercedes nicht zu schlagen
- Aktualisiert: 12.03.2026
- 11:26 Uhr
- Kai Esser
Der Saisonstart der Formel 1 in Australien ist vorbei. ran stellt nach den ersten Eindrücken aus dem ersten Grand Prix ein Power Ranking der Fahrer auf.
Von Kai Esser
Die ersten Kilometer der neuen Saison sind gefahren, im australischen Melbourne heulten die Hybrid-Motoren der Formel 1 erstmals auf und lieferten die gewohnte Rennaction.
Doch wer hat überzeugt? Wer hat den Saisonauftakt buchstäblich in die Wand gesetzt?
Das Power Ranking vor dem Großen Preis von China.
22. Lance Stroll (Aston Martin Aramco)
Es ist beinahe schon tragisch, mit welchem Material Lance Stroll und Fernando Alonso arbeiten müssen. Der Aston Martin ist peinlich langsam, peinlich unzuverlässig und peinlich gesundheitsgefährdend. Weil Stroll der schlechtere der beiden Fahrer ist, landet er auf Platz 22.
21. Fernando Alonso (Aston Martin Aramco)
Auch wenn Fernando Alonso früher als Stroll aufgeben musste. Wir glauben, dass der Spanier nur noch für den Spaß an der Freude fährt. Allerdings: Wie viel Spaß will man in einer dunkelgrünen Seifenkiste haben?
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20. Valtteri Bottas (Cadillac Formula 1 Team)
Wenigstens hält der Cadillac im Gegensatz zum Aston Martin - würden wir gerne sagen, wenn Valtteri Bottas seinen Boliden in Australien nicht auch hätte stehen lassen müssen. Der Finne war nicht schnell unterwegs, aber wenigstens war er unterwegs.
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19. Sergio Perez (Cadillac Formula 1 Team)
Gleiches gilt für seinen Teamkollegen Sergio Perez, der kam wenigstens an - wenn auch mit drei Runden Rückstand. Viel mehr war beim Jungfern-Grand-Prix der US-Amerikaner jedoch auch nicht zu erwarten. Jeder gefahrene Kilometer hilft dem neuen Team.
18. Franco Colapinto (Alpine F1 Team)
Am Ende stand von 16 klassifizierten Fahrern Platz 14 für Franco Colapinto zu Buche. Im Qualifying war er von allen Autos, die Stand jetzt konkurrenzfähig sind, das Langsamste - also Aston Martin und Cadillac ausgenommen. Er hat weiter einen schweren Stand in der Formel 1 und unter Teamchef Flavio Briatore.
17. Liam Lawson (Visa Cash App Racing Bulls)
Während Arvid Lindblad sensationell in die Punkte fuhr, lief Liam Lawson in seinem Racing Bull der Musik deutlich hinterher, zumindest im Rennen. Im Qualifying sah es gut aus: Platz neun für den Neuseeländer, auf eine Runde scheinen die RB zu funktionieren. Im Rennen holte der 18-Jährige Lindblad jedoch deutlich mehr aus seinem Renner raus.
16. Carlos Sainz (Williams Racing)
Würde Carlos Sainz nicht im Klassement nach dem Rennen auftauchen, man würde Zweifel daran hegen, ob er in Australien wirklich mitgefahren ist. Gefühlt hatte er eine Screentime von sechseinhalb Sekunden. Logisch, er lieferte auch herzlich wenige Gründe um gezeigt zu werden. Dass der Williams Teile der Saisonvorbereitung verpasste, merkt man dem Team noch deutlich an.
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15. Alexander Albon (Williams Racing)
Nur bedingt besser sah es bei Alexander Albon aus. Platz 15 in der Qualifikation, Platz zwölf im Rennen. Das ist keine Vollkatastrophe, aber wenn man bedenkt, dass Albon und Sainz in der vergangenen Saison regelmäßig in die Punkte gefahren sind, dann stimmt einen die Entwicklung bedenklich.
14. Esteban Ocon (Haas F1 Team)
Der Haas galt als eines der Gewinner-Autos der Vorbereitung. Das konnte Esteban Ocon jedoch nicht auf den Asphalt zaubern. Platz 13 in der Qualifikation, Platz elf im Rennen. Dass er sich im Haas jedoch einem Audi sowie einem Alpine geschlagen geben musste, dürfte Teamchef Ayao Komatsu dennoch nerven.
13. Nico Hülkenberg (Audi Revolut F1 Team)
Dass beim neuen Audi-Team noch nicht alles rund läuft, sah man eindrucksvoll beim ersten Rennwochenende. Während Gabriel Bortoleto das dritte Qualifying, für das er sich qualifiziert hatte, nicht bestreiten konnte, war genauso ein technischer Defekt wie der Nichtantritt von Nico Hülkenberg vor Rennstart. Schade aus Ingolstädter Sicht, denn so wie das Rennen verlief, hätten beide Autos mit den vier Ringen in die Punkte fahren können.
12. Pierre Gasly (Alpine F1 Team)
Man konnte in den Testfahrten bereits erahnen: Die Alpine sind durchaus schneller als in der vergangenen Saison. Platz 14 hat zwar noch niemanden vom Hocker gerissen im Qualifikationstraining, mit Platz zehn im Rennen hat der Franzose aber erneut bewiesen, dass er auf jahrelange Erfahrung zurückblicken kann und am Maximum des Autos arbeitet.
11. Arvid Lindblad (Visa Cash App Racing Bulls)
Was für ein Debüt für den 18-jährigen Arvid Lindblad! Der RB-Pilot stellte seinen Boliden auf Platz neun in der Quali, im Rennen fuhr er fehlerfrei und auch wenn er sich gegen Ende noch Ollie Bearman im Haas geschlagen geben musste, reichte es für Platz acht und vier Punkte für die kleinen Red Bulls.
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10. Gabriel Bortoleto (Audi Revolut F1 Team)
Einmal Hand hoch, wer gedacht hätte, dass Audi - ehemals Sauber - im ersten Grand Prix verdientermaßen in die Punkte fahren würde. Gabriel Bortoleto fuhr ein völlig sauberes Rennen, verteidigte seine Quali-Position souverän und profitierte vom Ausfall von Isack Hadjar vor ihm. Ein tolles Debüt für den Brasilianer und Audi!
9. Oscar Piastri (McLaren Formula 1 Team)
Ja, Platz neun für Oscar Piastri ist hart. Aber nicht so hart wie der Einschlag in der Wand, als er sein Auto lediglich von der Boxengasse in die Startaufstellung bewegen musste. Ein Fehler, der eines Beinahe-Weltmeisters unwürdig ist und so einfach nicht passieren darf. Immerhin: Platz fünf in der Quali und Lando Norris geschlagen. Der Australien-Fluch für Australier bleibt jedoch bestehen.
8. Oliver Bearman (Haas F1 Team)
Beinahe nahtlos knüpft Ollie Bearman an seine hervorragende Rookie-Saison an. Beinahe das ganze Wochenende war er schneller als sein erfahrenerer Teamkollege Esteban Ocon, im Rennen war er schnell und kaufte sich am Schluss auch noch Rookie Arvid Lindblad mit einem guten Überholmanöver. Der junge Engländer ist ein vielversprechendes Talent für die Zukunft!
7. Lando Norris (McLaren Formula 1 Team)
Nicht das Wochenende für den amtierenden Weltmeister. Nach Platz sechs in der Quali, obwohl Max Verstappen nicht mitfuhr aufgrund eines Crashs, und dem Nachsehen gegenüber Oscar Piastri, fuhr Lando Norris am Sonntag der Musik der Top-Teams ziemlich weit hinterher. Selbst der von 20 gestartete Verstappen saß ihm am Ende im Nacken. Aktuell spielt McLaren nur die vierte Geige im Grid.
6. Isack Hadjar (Oracle Red Bull Racing)
Sprachen wir eben noch vom Australien-Fluch für australische Fahrer, sprechen wir jetzt über den Fluch des zweiten Red-Bull-Sitzes. Ob Isack Hadjar den gebrochen hat? Das Ergebnis sagt Nein, denn der Franzose schied nach nur wenigen Runden aus. Allerdings: Er konnte mit den Ferraris und Mercedes mithalten, solange er auf der Strecke war, und stellte seinen Ford-motorisierten Red Bull auf Startposition drei.
5. Max Verstappen (Oracle Red Bull Racing)
An den Ferraris und Mercedes gibt es aktuell kein Vorbeikommen auf Renndistanz, also gehört der nächstbeste Platz Max Verstappen. Der Niederländer setzte sein Auto zwar in Q1 in die Wand, allerdings wegen eines Bremsdefekts, ihn trifft also keine Schuld. Er holte am Ende des Feldes noch das Maximum raus und hätte sich beinahe noch Lando Norris geschnappt, es fehlten nicht einmal drei Sekunden.
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4. Lewis Hamilton (Scuderia Ferrari)
Lewis Hamilton scheint den Spaß am Rennfahren zurückgewonnen zu haben. Nachdem er in der vergangenen Saison mehrfach niedergeschlagen war, sagte er geradezu freudestrahlend nach dem Melbourne-Rennen, dass er sehr viel Spaß hatte. Am Ende fehlten zu den Mercedes jedoch etliche Sekunden, auch um seinen Teamkollegen zu schlagen, reicht es nicht.
3. Kimi Antonelli (Mercedes-AMG PETRONAS)
Nachdem Kimi Antonelli im Training sein Auto noch zertrümmert hatte, zeigte er sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen seinen unglaublichen Speed, den nur sein Teamkollege George Russell toppen konnte. "Keep the confidence", sagte Teamchef Toto Wolff vor den entscheidenden Sessions seinem Youngster, also "Behalt dein Selbstbewusstsein". Und es wirkte.
2. Charles Leclerc (Scuderia Ferrari)
Kimi Antonelli und Charles Leclerc sind im Grunde gleichauf, wegen des Unfalls in FP3 kriegt der Monegasse jedoch den alleinigen zweiten Platz. Beim Start schoss er auf Platz eins und lieferte sich dank des neuen Reglements ein packendes Duell mit George Russell, und womöglich wäre jenes Duell länger gegangen, wenn Ferrari sich nicht wieder für eine eigenwillige Strategie entschieden hätte, während des VSC nicht an die Box zu kommen.
1. George Russell (Mercedes-AMG PETRONAS)
Deutet sich eine neue Mercedes-Dominanz an? Die Silberpfeile waren in Melbourne ganz klar das schnellste Auto und George Russell holte aus eben jenem schnellsten Auto das meiste raus. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Dass die Ferraris dem Konkurrenten aus Stuttgart "sandbagging" - also absichtliches Langsamer-sein in den Tests - unterstellten, erwies sich als goldrichtige Vermutung.