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Motorsport Formel 1

Formel 1: Verstappen-Zukunft - Was für Aston Martin und gegen Mercedes spricht

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Wird Max Verstappen seinen Vertrag bei Red Bull wirklich kündigen - und wenn ja, wird er zu Mercedes oder überraschend zu Aston Martin wechseln?

Noch vor wenigen Wochen schien es undenkbar, dass Max Verstappen das dominierende Team dieser Formel-1-Ära verlassen und ein Auto, mit dem er die Meisterschaft gewinnen kann, an jemand anderen übergeben könnte. Doch die Saga um Christian Horner hat die Dinge auf den Kopf gestellt und teaminterne Spannungen offengelegt.

Die vollständigen Details sind nicht bekannt, aber das Bild, das sich abzeichnet, ist einfach. Verstappen will nicht bleiben, wenn Horner als Teamchef bleibt, und er will nicht bleiben, wenn Red-Bull-Berater und Förderer Helmut Marko geht.

Im März 2022 hatte Verstappen eine Vertragsverlängerung unterschrieben, die ihn bis einschließlich 2028 an das Team bindet. Wenige Wochen zuvor hatte er in der letzten Runde des Grands Prix von Abu Dhabi seinen ersten Weltmeistertitel errungen, und er hatte bereits einen Vertrag, der noch zwei Jahre bis Ende 2023 lief.

Beide Parteien waren sich jedoch einig, dass es an der Zeit war, dieses Engagement zu verlängern, und so wurde der Vertrag um weitere fünf Jahre bis Ende 2028 verlängert.

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Das Wichtigste in Kürze

Entscheidend ist, dass diese Laufzeit die ersten drei Saisons des neuen Formel-1-Reglements mit dem neuen Motor von Red Bull Powertrains einschließt, von dem man damals noch annahm, dass er in einer Partnerschaft mit Porsche entstehen würde.

Es war eine Verpflichtung von noch nie dagewesener Dauer für beide Seiten. Es gab dem Team zusätzliche Macht bei Verhandlungen mit Partnern, die wussten, dass der Superstar der Ära langfristig an Bord sein würde. Zu diesen Partnern gehörte auch Ford, die zustiegen, als der Porsche-Deal ins Stocken kam.

Doch zwei Jahre nach der Unterzeichnung seines Vertrags, nachdem Verstappen drei Titel gewonnen hat und ein vierter bereits garantiert scheint, fallen die Chancen, dass Verstappen die verbleibenden vier Jahre des Vertrags erfüllt, gering aus.

Horner: "Man kann nie nie sagen"

Horners eigene Worte sind sehr aufschlussreich. Am Renntag in Bahrain erklärte er noch unmissverständlich, dass Verstappen nirgendwo hingehen werde.

"Ich bin mir dessen sicher", sagte der Red-Bull-Teamchef auf die Frage, ob Verstappen seinen Vertrag erfüllen werde. "Er hat ein großartiges Team um sich herum. Er hat großes Vertrauen in dieses Team. Und wir haben zusammen sehr viel erreicht. Also hat er sich auf einen Vertrag bis 2028 verpflichtet."

Nur eine Woche später bestand er in Dschidda zwar immer noch darauf, dass Verstappen keinen Grund habe zu gehen. Aber es gab Anzeichen dafür, dass sich die Stimmung geändert hatte. "Man kann nie nie sagen", schränkte Horner ein.

"Wenn ein Fahrer irgendwo nicht sein will, dann geht er woanders hin. Aber als Team sehe ich keinen Grund, warum jemand dieses Team verlassen sollte."

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Horner: "Werden niemanden zu etwas zwingen"

Auf Nachfrage ergänzte er: "Es ist wie mit allem im Leben, man kann niemanden zu etwas zwingen, nur weil es da ein Blatt Papier gibt. Wenn jemand nicht in diesem Team sein will, dann werden wir niemanden zwingen, gegen seinen Willen hier zu sein. Es spielt keine Rolle, ob es sich um jemanden handelt, der unsere Maschinen bedient, um einen Designer oder um jemanden in unterstützender Funktion."

Neben der komplexen Horner/Marko-Situation sind viele Kräfte im Spiel. Niemand weiß, wer im Jahr 2026 die beste Power-Unit haben wird. Aber es ist offensichtlich, dass es für die Newcomer Red Bull Powertrains/Ford und Audi eine viel größere Herausforderung sein wird als für die etablierten Motorenhersteller.

Mit anderen Worten: Es wird einen großen Umbruch geben, und es ist keineswegs sicher, dass Red Bull so stark sein wird wie jetzt. Darüber hinaus gibt es in der Formel 1 einen natürlichen Zyklus, in dem die besten Fahrer sich mit dem Team, das sie großgezogen hat, einen Namen machen, bevor sie das Nest verlassen.

Wir haben das bei Michael Schumacher und Benetton, Fernando Alonso und Renault, Lewis Hamilton und McLaren sowie Sebastian Vettel und Red Bull gesehen.

Es mag wie ein Klischee klingen, aber alle diese Fahrer suchten nach ihren Erfolgen eine neue Herausforderung und die Chance, mit anderen Menschen in einem neuen Umfeld zu arbeiten und zu zeigen, dass sie auch anderswo erfolgreich sein können.

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Verstappen ist in seiner zehnten Saison bei Red Bull

Inklusive seiner Zeit bei Toro Rosso ist Verstappen nun in seiner zehnten Saison bei Red Bull, und wenn er seinen Vertrag bis 2028 voll ausschöpfen sollte, wären es insgesamt 14 - weit mehr als die eben genannten Beziehungen andauerten.

Der Verstappen von 2024 ist ein ganz anderer Mensch als der Teenager, der 2014 bei Toro Rosso anfing. Selbst in den zwei Jahren seit der langfristigen Vertragsverlängerung ist er weiter gereift und hat sich in der Rolle des Weltmeisters eingelebt.

Er scheut sich nicht, seine kritische Meinung über den langen Kalender oder die Showbiz-Elemente, die die Formel 1 einführt, zu sagen. Er hat auch betont, dass er nicht die Absicht habe, weitere zehn Jahre zu bleiben, und noch andere Interessen verfolgen möchte.

Hamiltons Wechsel zu Ferrari öffnet eine Tür

Selbst ohne die internen Spannungen bei Red Bull und die Fragezeichen bezüglich der Power-Unit 2026 würde er sich jetzt wahrscheinlich fragen, ob er wirklich die volle Laufzeit seines Vertrags erfüllen oder stattdessen woanders hingehen will, um seine Motivation neu zu entfachen. Genau das hat Lewis Hamilton getan, als ankündigte, Mercedes zu verlassen und ab dem kommenden Jahr für Ferrari zu fahren.

Damit hat sich eine Tür für Verstappen geschlossen, aber eine andere geöffnet. Denn mit Hamiltons Abgang ist Mercedes für ihn die offensichtliche Alternative zu Red Bull.

Toto Wolff bemühte sich schon 2014 intensiv um ihn. Damals glänzte Verstappen in europäischen Formel-3-Rennen, die im Rahmen der DTM stattfanden. Wolff konnte ihm jedoch keinen sofortigen Wechsel in die Formel 1 für 2015 anbieten. Red Bull konnte es, und genau diesen Weg hat Verstappen eingeschlagen.

Ein Jahrzehnt später scheint die Zeit reif zu sein, dass Verstappen endlich zu Mercedes wechselt. Es wäre nur logisch, sich dem Team anzuschließen, das so lange dominiert hat und von dem man erwarten würde, dass es auch 2026 ein starkes Paket hat.

Allerdings hat Wolff ein Problem. Er hat George Russell, der seit langem als die Zukunft des Teams nach Hamilton gilt, auch wenn er derzeit nur bis Ende 2025 unter Vertrag steht. Und er hat Nachwuchstalent Kimi Antonelli, der in den Startlöchern steht und auf einen baldigen Aufstieg in die Königsklasse hofft.

Wolff hat klargestellt, dass der italienische Teenager die Möglichkeit hat, 2025 direkt in einem Mercedes-Rennwagen Platz zu nehmen, und obwohl seine Formel-2-Kampagne einen schwierigen Start hatte, hat er noch viel Zeit, um seine Form zu finden.

Tests mit Antonelli geplant

Das Team hat auch ein umfangreiches Programm privater Tests geplant, nachdem Antonelli im August 18 Jahre alt wird - zunächst mit dem Auto von 2021, dann von 2022.

Oliver Bearmans beeindruckendes Debüt bei Ferrari in Dschidda hätte zu keinem besseren Zeitpunkt stattfinden können. Er wird nicht nur die perfekte Referenz für Prema-Teamkollege Antonelli in Formel 2 sein, sondern hat auch gezeigt, dass ein Teenager im Auto eines führenden Teams gut performen kann.

Er hat Wolff die nötige Munition gegeben, um die Verantwortlichen bei Mercedes davon zu überzeugen, dass Antonelli ab der Saison 2025 das Gleiche tun kann. Er könnte die letzte Saison mit den aktuellen Regeln als Lernjahr nutzen, bevor Mercedes 2026 die Möglichkeit hat, ein richtungsweisendes Paket zu schnüren.

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Was macht Mercedes mit Youngster Antonelli?

Wenn man bedenkt, dass Russell/Antonelli eine ziemlich beeindruckende Besetzung wären, ist es nicht schwer zu verstehen, dass Wolff ein Problem damit hat, einen Platz für Verstappen zu finden. Natürlich will er den erfolgreichsten Fahrer der letzten Jahre, einen Mann, der - wenn man Sergio Perez als Lackmustest nimmt - eindeutig den Unterschied macht. Aber wie soll er untergebracht werden?

Antonelli für ein oder zwei Jahre zu Williams zu schicken, ist die offensichtliche Option. Doch auch wenn Teamchef James Vowles zu seinen Mercedes-Zeiten in die Ausbildung des Italieners involviert war, hat er klargestellt, dass er keinen Platz garantieren kann. Er hat seine eigenen jungen Fahrer und die Interessen des Teams im Blick.

Für Verstappen gibt es eine einfache Alternative, statt zu warten, bis sich der Fahrerstau bei Mercedes aufgelöst hat. Ein Wechsel zu Aston Martin wäre viel unkomplizierter - vorausgesetzt, Fernando Alonso verlässt das Team und macht einen Platz frei.

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Was macht Alonso?

Und das ist nach wie vor eine Möglichkeit, denn der Spanier hat angedeutet, dass er zunächst entscheiden muss, ob er bis 2025 weitermachen will oder nicht, und dann wird er sich ansehen, welche Möglichkeiten er hat. Auch Alonso ist ein potenzieller Mercedes-Kandidat, und auch bei ihm gibt es das Stauproblem.

Der feine Unterschied besteht darin, dass Verstappen auf keinen Fall zu Mercedes gehen würde, wenn sie ihm nur ein einziges Jahr garantieren, vielleicht mit einer Option für ein zweites. Doch für Alonso könnte das genau das sein, was er im Moment will.

"Natürlich habe ich im Moment keinen Vertrag", sagte er, als er am Mittwoch in Dschidda gefragt wurde, ob er auf Wolffs Liste stehe. "Es ist also besser, auf dieser Liste zu stehen als auf der Liste der anderen Serien oder auf der Rücktrittsliste!"

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Formel 1: Was ist für Mercedes drin?

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"Aber ich werde die Entscheidung, ob ich mich für die Zukunft verpflichte, in den nächsten Wochen oder bei den nächsten Rennen treffen. Zuallererst muss ich mit mir selbst sprechen, ich muss eine Entscheidung treffen. Ob ich mich persönlich für die Zukunft verpflichten will. Natürlich muss ich alles andere im Leben opfern, um hundertprozentig bereit für die Formel 1 zu sein. Das wird die Entscheidung sein."

Nur ein paar Tage später fügte er hinzu: "Es ist nur fair, die Sache nicht zu sehr hinauszuzögern - für das Team und die Optionen, die es sich offen halten muss."

Und die erste Option für Aston ist offensichtlich Verstappen. Lawrence Stroll wird alles tun, was nötig ist, sei es finanziell oder anderweitig, um ihn zu überzeugen, so wie er auch die ehemaligen Weltmeister Vettel und Alonso von dem Projekt überzeugt hat.

Verstappen als letzter Teil des Puzzles?

Verstappen wäre das letzte Teil des Puzzles, das Stroll seit der Übernahme des kränkelnden Force-India-Teams im Sommer 2018 auf die Beine gestellt hat. Er ist der Mann, der das grüne Auto in einen regelmäßigen Sieger verwandeln könnte, wobei seine Anwesenheit auch das Gesamtpotenzial von Red Bull verringert.

Warum sollte Aston also Sinn für Verstappen machen? Erstens ist die Situation - vorausgesetzt, Alonso geht - viel klarer als bei Mercedes. Dort ist ein Platz frei, solange er ihn will, ohne dass das Team Druck hat, einen Schützling zu fördern. Und die Position von Lance Stroll als Verstappens Teamkollege ist ebenso klar.

Die wichtigste Überlegung für Verstappen ist jedoch, dass er das wettbewerbsfähigste Paket bekommt, das er bekommen kann, und Aston hat einen Aufwärtstrend, der darauf hindeutet, dass das Team 2026 ein sehr attraktiver Ort sein wird.

Entscheidend ist, dass Aston dann das Honda-Werksteam sein wird, mit allen Vorteilen, die diese Rolle mit sich bringt. Es wird nicht länger ein Mercedes-Kunde sein, der auf Getriebe und Aufhängungsteile aus Brackley angewiesen ist.

Niemand versteht und respektiert Honda mehr als Verstappen. Und angesichts der Insiderinformationen, die er hat, ist er wahrscheinlich zuversichtlich, dass der japanische Hersteller auf dem besten Weg ist, seine aktuelle Form in die neue Ära zu übertragen.

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Was Aston Martin Verstappen alles bieten kann

Er wird sich auch der Anstrengungen bewusst sein, die Lawrence Stroll in den vergangenen Jahren unternommen hat. Aston hat eine brandneue Anlage mit einem Windkanal auf dem Weg gebracht und ein starkes technisches Team, zu dem wichtige Leute gehören, die er von Red Bull kennt, insbesondere Dan Fallows.

Die Tatsache, dass Stroll diesen Pool an Talenten weiter aufstockt - mit Bob Bell, der kürzlich als Geschäftsführer angekündigt wurde - ist ein Zeichen dafür, wie ernst es ihm ist.

Verstappen (und auch sein Vater Jos) werden auch den einfachen Entscheidungsprozess bei Aston zu schätzen wissen. Es ist Strolls Team. Er trifft die wichtigen Entscheidungen, unterstützt von seiner rechten Hand Martin Whitmarsh und Teamchef Mike Krack.

Es gibt keine Intrigen, keine Politik und keinen Aufsichtsrat, der über dem Rennteam schwebt. Und er wäre kein Spielball in einem Kräftemessen zwischen Wolff und Red Bull.

Das ist vielleicht kein Hindernis, aber bei Mercedes wäre er verpflichtet, viele Marketing- und Sponsorentage zu absolvieren, während Stroll bei Aston Martin dafür sorgen würde, dass er außerhalb der Rennwochenenden nur das Nötigste tut.

Bei 24 Events ist es für jeden Fahrer wichtig, etwas Zeit für sich selbst zu haben, vor allem für jemanden wie Verstappen, der seit seinen Anfängen im Kartsport hart arbeitet.

Letztendlich will jeder Spitzenfahrer das beste Auto haben, und die allerbesten Fahrer haben das Vertrauen, dass sie etwas bewirken können - genug, um ein Auto, das an der Schwelle zum Rennsieg steht, zu einem Titelanwärter zu machen.

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Verstappen mit kryptischen Aussagen

Ob Mercedes oder Aston, ob 2025 oder 2026, es ist klar, dass wir uns auf große Verstappen-Nachrichten einstellen müssen, möglicherweise schon in den nächsten Wochen.

Er selbst sendet derweil weiterhin gemischte Botschaften, indem er darauf besteht, dass er dort, wo er ist, glücklich ist, während er gleichzeitig andeutet, dass alles möglich ist. "Die Sache ist die, dass ich denke, dass niemand jemals realisiert oder gesehen hätte, dass Lewis zu Ferrari wechseln würde", sagte er in Dschidda.

"Und in meinem Leben, und das hat nichts mit der Formel 1 zu tun, sondern mit dem Leben allgemein, weiß man nie, was passiert oder was auf einen zukommt oder was um einen herum passiert oder was einen beeinflussen könnte."

"Man kann also nie zu 100 Prozent sagen, dass es so sein wird. Und so gehe ich auch an mein Leben heran. Aber ich denke auch nicht zu viel darüber nach. Ich bin sehr entspannt."

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