Remy Bonjasky gewann drei Mal den prestigeträchtigen K-1 World Grand Prix - Bildquelle: GloryRemy Bonjasky gewann drei Mal den prestigeträchtigen K-1 World Grand Prix © Glory

Amsterdam - Remy Bonjasky (105-34-2) ist einer der erfolgreichsten Kickboxer der Welt.

Mit seinen spektakulären Kicks und eingesprungenen Knie-Attacken gewann der Holländer ganze drei Mal den prestigeträchtigen K-1 World Grand Prix. Im März 2014 verabschiedete sich der heute 40-Jährige mit einem Sieg über den nicht minder legendären Mirko "Cro Cop" Filipovic bei Glory 14 in Zagreb von der großen Kickbox-Bühne.

Für immer? Vielleicht nicht. 

Bonjasky: "Es juckt fürchterlich in den Fingern!" 

Am Rande von Glory 31 in Amsterdam (alle Kämpfe auf ranFIGHTING.de) bekam ranFIGHTING die Gelegenheit, mit dem fliegenden Holländer zu sprechen. Und der verspürt beim Beobachten der neuen Generation Kickbox-Superstars offenbar selbst noch einmal den Drang, die Handschuhe überzustreifen. 

"Wenn ich diese Kämpfe hier sehe, juckt es mir natürlich ganz fürchterlich in den Fingern. Da würde ich am liebsten sofort selbst wieder in den Ring steigen", so Bonjasky. "Momentan bin ich allerdings nur Zuschauer." 

Bonjasky wünscht sich "besonderen Moment" 

Das muss nicht so bleiben. Den Rücktritt vom Rücktritt für einen einmaligen Mega-Fight schließt Bonjasky nämlich keineswegs aus - der richtige Gegner und ein entsprechender Rahmen vorausgesetzt. 

"Momentan bin ich zurückgetreten, es müsste schon viel passieren, dass sich das ändert", so der einstige K-1-Champion. "Ich werde immer wieder von vielen Promotoren angefragt. Die müssten mich allerdings wirklich extrem motivieren, zurückzukommen. Wenn ich wirklich zurückkehre, dann nur für etwas ganz Besonderes, einen großen Moment, eine tolle Arena. Vielleicht noch einmal der Tokyo Dome in Japan? Da würde ich mir ein Comeback überlegen!" 

Comeback an alter Wirkungsstätte? 

Im gigantischen Tokyo Dome hatte Bonjasky in den 2000er Jahren seine denkwürdigsten Schlachten gegen Superstars wie Ernesto Hoost, Peter Aerts oder Musashi geschlagen und zwei seiner drei World-Grand-Prix-Titel gewonnen. 

All diese Kickbox-Ikonen sind inzwischen ebenfalls im Ruhestand, der neue Marktführer heißt nicht mehr K-1, sondern Glory. Auch dort gäbe es aber spannende Duelle gegen große Namen, wie Schwergewichts-Champion Rico Verhoeven oder Badr Hari, den Bonjasky 2008 in seinem letzten Grand-Prix-Finale besiegen konnte. 

Ob Remy Bonjasky jemals zurückkehren wird, ist fraglich. Nie sagen sollte man im Kampfsport-Geschäft allerdings niemals - schon gar nicht nach Aussagen wie diesen. 

Mehr zu Kampfsport rund um die Uhr findest du auf ranFIGHTING.de. 

Hier das gesamte Video-Interview mit Remy Bonjasky, in dem er unter anderem auch auf das Niveau der deutschen Kickboxer im Vergleich zur Supermacht Holland eingeht:

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