Jets sowohl Gewinner als auch Verlierer
NFL - New York Jets jubeln und trauern gleichzeitig: Die Gewinner und Verlierer der Trade Deadline
- Veröffentlicht: 05.11.2025
- 15:16 Uhr
- Kai Esser
Die Trade Deadline der NFL hat wie in jedem Jahr noch einige Deals hervorgebracht. Doch wer ist ein Gewinner dieses Tages und wer hat eher verloren?
Von Kai Esser
Die Schalter sind geschlossen, die E-Mail-Accounts deaktiviert - in der NFL dürfen keine Trades mehr über die Bühne gebracht werden, bis der Super Bowl im Februar gespielt ist.
Vor allem die New York Jets und die Dallas Cowboys waren an diesem Tag besonders im Fokus. Doch wer sind die Gewinner des Deadline Days und wer die Verlierer? ran hat eine Auswahl.
Gewinner: New York Jets (ab April)
Dass die Saison der New York Jets mit einer Bilanz von 1-7 wohl eher nicht mehr allzu positiv enden würde, davon war auszugehen. Am Tag der Trade Deadline hissten die Jets jedoch die Weiße Fahne - und zwar ganz offiziell.
Mit dem Trade von Cornerback Sauce Gardner und Defensive Lineman Quinnen Williams haben die Jets jedoch gleich drei First Round Picks eingesackt. Wenn das Front Office damit nun sinnvolle Dinge anstellt, dann kann die Zukunft rosig aussehen. Wenn...
Gewinner: Sauce Gardner (Indianapolis Colts)
Klar, dass gute Spieler lieber bei guten Teams unter Vertrag stehen, als bei... nicht so guten Teams. "Went to bed 1-7, woke up 7-2", twitterten schon manche Fans.
Für Sauce Gardner ist das jetzt Realität. Der Cornerback verabschiedete sich glaubwürdig von den Fans in New York - aber ebenso wird er niemandem etwas vormachen können, dass er sicher nicht todtraurig ist, jetzt mit den Indianapolis Colts um die Playoffs anstatt den First Overall Pick zu kämpfen.
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Gewinner: Daniel Jones (Indianapolis Colts)
Zwar nicht unmittelbar von einem Trade betroffen aber trotzdem ein Gewinner ist Daniel Jones. Denn: Die Colts haben sich für Gardner von ihren nächsten beiden zwei First Round Picks getrennt.
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Das zeigt nur eins: Die Colts werden in naher Zukunft keinen Quarterback brauchen. Der Arbeitsplatz von Jones ist also gesichert, nachdem er bei den New York Giants zwischendurch Scout Team Safety war.
Gewinner: Die Boulevardpresse in Texas
Hach, was wäre die NFL-Medienlandschaft ohne die Dallas Cowboys? "Wenn es langweilig wird, dann sorgen wir bewusst dafür, dass etwas Kontroverses passiert", sagte Besitzer und General Manager Jerry Jones einst selbst.
Mehr als kontrovers dürfte die Akquise von Quinnen Williams sein, einem Verteidiger in der Defensive Line für einen First Round Pick, den die Cowboys vorher für Micah Parsons bekommen hatten. Ergibt das für irgendwen Sinn? Nein? Für uns auch nicht. Aber den örtlichen Medien wird sicher nicht langweilig.
Gewinner: Jalen Hurts (Philadelphia Eagles)
Bei den Philadelphia Eagles war am Tag der Trade Deadline eigentlich alles ruhig. Oder? Ja, aber beinahe wäre dort auch ein Blockbuster-Trade zustande gekommen.
Wie GM Howie Roseman bestätigte, wurde über den Trade von Wide Receiver A.J. Brown gesprochen, der aber später von den Eagles selbst vom Tisch genommen wurde. "Er ist zu wertvoll, um ihn wegzutraden." Der Gewinner? Na klar, der Mann, der ihm Pässe zuwirft: Jalen Hurts.
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Verlierer: Die New York Jets (jetzt)
Ja, die Zukunft ist potentiell rosig bei den Jets. Die Jets haben aktuell mehr First Round Picks für die nächsten beiden Drafts als sie wahrscheinlich Siege am Ende der Saison haben werden.
Auf die Zukunft können sich Jets-Fans zwar freuen, aber diese Saison wird noch ziemlich hart. Das Team ist kaum konkurrenzfähig und bis Saisonende wird man als Supporter des Teams sehr leiden müssen. Nicht, dass das ein ungewohntes Gefühl wäre...
Verlierer: Kyler Murray (Arizona Cardinals)
Was war da eigentlich bei den Arizona Cardinals am Tag der Trade Deadline los? Nach dem tollen Sieg gegen die Dallas Cowboys, angeführt von Ersatz-Quarterback Jacoby Brissett, war Jonathan Gannon relativ eindeutig: "Kyler Murray ist unser Starter und wird das auch wieder sein, wenn er fit ist."
Quasi in der Sekunde, als die Trade Deadline vorbeigegangen war, jedoch die Rolle rückwärts: Murray wurde degradiert und Brissett zum Starter ernannt. Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Zufall. Irgendwas ist da in Glendale im Busch...
Verlierer: Fans der Dallas Cowboys
Von sportlichem Erfolg braucht man bei den Dallas Cowboys schon lange nicht mehr reden. Die Mindestanforderung an ein Football-Team, nicht peinlich zu sein, bestehen die Cowboys in diesen Tagen schon nicht mehr.
Nach dem Trade von Parsons sagte Jerry Jones, dass man aus den Picks mehrere Spieler produzieren wolle. Fragwürdig, aber okay. Nur um dann wenige Wochen später eine Rolle rückwärts zu machen und doch noch mit Picks einen Verteidiger zu holen. Die Fans können einem Leid tun.
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Verlierer: Der Rest der AFC South
Schon historisch gesehen ist die AFC South keine besonders erfolgreiche Division. Nachdem die Colts nun aber mit einem der besten Cornerbacks der Liga nachgelegt haben, sind sie relativ deutlich das beste Team der Division.
Vor allem, weil die Jacksonville Jaguars, Houston Texans und vor allem Tennessee Titans sich in dieser Saison nicht gerade mit Ruhm bekleckern. Mit Hängen und Würgen schleppen sich Texans und Jaguars zu Siegen, während es bei den Titans schon duster aussieht. Dass sich das diese Saison nochmal ändert, ist höchst unwahrscheinlich.
Verlierer: Tyler Shough (New Orleans Saints)
Beinahe untergegangen im Trade-Wahnsinn der Jets ist der Trade von Wide Receiver Rashid Shaheed von den New Orleans Saints zu den Seattle Seahawks. Das ist verständlich, ging er jedoch für deutlich weniger Kompensation an die Westküste.
Klarer Verlierer dieses Deals jedoch: Rookie Quarterback Tyler Shough. Neben seinem zweitbesten Receiver hinter Chris Olave verliert er auch Offensive Lineman trevor Penning. Eigentlich soll man seinem jungen Quarterback ja helfen und nicht, alles was helfen könnte, wegtraden...