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1. FC Köln: Lukas Kwasnioks Umgang mit Said El Mala ist nicht nachzuvollziehen - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 12.01.2026
  • 18:51 Uhr
  • Tim Althoff

Gegen den 1. FC Heidenheim wurde Said El Mala erneut zum "Spielentscheider" für den 1. FC Köln. Der wertvollste Spieler des Vereins beweist, dass die Argumente seines Trainers Lukas Kwasniok nicht mehr haltbar sind. Ein Kommentar.

von Tim Althoff

Eins hat Lukas Kwasniok nach einem halben Jahr beim 1. FC Köln gelernt: "Da ist alles etwas dynamischer."

Eine gute Erkenntnis. Die sportliche Talfahrt des Vereins ist nach einem Sieg aus den letzten zehn Spielen durchaus dynamisch. Das Wandeln der Euphorie des Spätsommers hin zur gefühlten Untergangsstimmung nach dem Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim ist dynamisch. Kwasnioks Startaufstellungen und Kadernominierungen sind überaus dynamisch.

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Für eine positive Art der Dynamik sorgt derzeit nur Said El Mala. Der 19-Jährige kam am Samstag erneut von der Bank. Die Entscheidung war schon vor Anpfiff nicht nachvollziehbar, wurde aber mit einem Jokertor belohnt.

Die verbesserte Leistung in der zweiten Halbzeit ausschließlich auf die Einwechslung El Malas zurückzuführen, wäre zu stumpf. Allerdings wirft der WM-Kandidat mit jedem Einsatz die Frage auf, warum er nicht mehr Spielzeit bekommt.

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1. FC Köln: Lukas Kwasniok erklärt Rolle von Said El Mala

Kwasnioks Erklärung: El Mala sei "ein Spielentscheider". Wenn er sich über 90 Minuten abarbeiten müsse, kämen "seine Künste nicht ganz zur Geltung". Der Großteil seiner Scorer hätte die Spiele erst in der zweiten Halbzeit entschieden.

"Wenn der Gegner müde ist und er ein wenig mehr Raum hat, dann ist er eigentlich nicht mehr zu verteidigen", so Kwasniok gegenüber "Sky".

Es klingt nicht so, als wäre Kwasniok eines Besseren belehrt worden. Sondern vielmehr, als würde er sich durch El Malas Jokertor bestätigt fühlen.

Das wäre ein grober Trugschluss. Denn die Argumente des Trainers sind nicht haltbar.

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1. FC Köln: Said El Mala ist nicht nur gegen müde Gegner effektiv

Gegen Heidenheim erzielte El Mala sein Tor - wie schon gegen den FC St. Pauli - unmittelbar nach der Halbzeitpause. Von Müdigkeit des Gegners kann zu diesem Zeitpunkt keine Rede sein. Gegen die TSG Hoffenheim erzielte El Mala sein Tor schon in der 16. Minute.

Seinen einzigen Einsatz über die volle Spielzeit bekam er bei Werder Bremen, den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte El Mala in der Nachspielzeit. Der Beweis, dass er das körperliche Abbauen des Gegners auch mit eigenen 90 Minuten in den Beinen noch ausnutzen kann.

El Malas herausragende Fähigkeiten auf die Müdigkeit des Gegners herunterzubrechen, ist nicht nur argumentativ nicht haltbar, sondern sportlich fahrlässig und gefährlich im Umgang mit dem wertvollsten Spieler des Vereins.

Der betonte nach dem Heidenheim-Spiel gegenüber "Sky" erneut, dass jeder Spieler von Anfang an spielen wolle. Er gibt zu, von der Bank "sehr gut zu funktionieren", fügte aber demonstrativ an, auch in der Startelf schon gute Spiele gemacht zu haben. "Der Trainer entscheidet Woche für Woche. Ich nehme die Rolle an, und versuche, sie bestmöglich umzusetzen."

Aus PR-Sicht sagt El Mala die richtigen Worte. Trotzdem ist deutlich rauszuhören, dass sich der international umworbene Spieler in der Startelf sieht. Sollte er weiterhin nicht über die Jokerrolle hinauskommen, wird er sich die Frage stellen müssen, ob er auch ein zweites Jahr beim 1. FC Köln verbringen möchte. An Angeboten wird es ihm im Sommer nicht mangeln.

1. FC Köln: Lukas Kwasniok verscherzt es sich mit den Fans

Kwasniok selbst sagte zuletzt, dass es beim FC darum ginge, "Marktwerte zu generieren". El Mala hat Chancen, für Deutschland zur WM zu fahren und seinen Wert damit noch um einige Millionen zu erhöhen.

Bundestrainer Julian Nagelsmann betonte nach seiner Nominierung allerdings auch, dass er unumstrittene Stammkraft sein müsse, um auf den Zug zur Weltmeisterschaft in die USA, Kanada und Mexiko aufspringen zu können.

Das ist derzeit nicht gegeben. Es ist an Kwasniok, seinen Umgang mit El Mala zu überdenken. Nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch aus politischer.

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Die Fans sendeten nach dem Spiel eine klare Botschaft und präsentierten ein großes Banner mit der Aufschrift "Kwasni yok" - ein Wortspiel aus dem Nachnamen des Trainers und dem türkischen Wort für "nein".

Ob es dabei um sportliche Gründe, den Umgang mit einzelnen Spielern oder Themen abseits des Platzes geht, ist Spekulation. Die "Dynamik", es sich nach nur einem halben Jahr mit den eigenen Fans zu verscherzen, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen.

Kwasniok tut jetzt gut daran, zumindest seinen besten Spieler endlich von der Kette zulassen und damit bei Laune zu halten.

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