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Bundesliga - Nach Eklat in Köln: Was dürfen Stadionsprecher - und was nicht?

  • Veröffentlicht: 13.03.2026
  • 19:54 Uhr
  • Christoph Gailer

Kölns Stadionsprecher Michael Trippel sorgte mit umstrittenen Aussagen gegen Dortmund für Ärger. Nun stellt sich die Frage: Wie weit gehen eigentlich die Kompetenzen eines Stadionsprechers?

Von Christoph Gailer

Bei der 1:2-Heimniederlage des 1. FC Köln zuletzt in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund stand ein Mann im Fokus, mit dem davor wohl kaum jemand gerechnet hatte: der Stadionsprecher.

Michael Trippel sorgte während der Partie mit fragwürdigen Aussagen für Aufsehen. "Pfui. Widerlich", sagte der 71-Jährige unter anderem in sein Mikrofon, bezog sich dabei auf den Platzverweis gegen FC-Profi Jahmai Simpson-Pusey und später noch auf ein nicht geahndetes Handspiel im BVB-Strafraum.

Zwar entschuldigte sich Trippel später für seine Aussagen, dennoch leitete der DFB ein Ermittlungsverfahren ein. Allerdings nicht gegen Trippel persönlich, sondern gegen den 1. FC Köln, der in dem Fall für sein Personal verantwortlich ist.

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Welche Regeln und Richtlinien gelten für Stadionsprecher?

Angesichts dieser Entwicklung nach den verbalen Verfehlungen von Trippel stellt sich nun natürlich die Frage, was ein Stadionsprecher im Rahmen seiner Tätigkeit (sagen) darf und was eben nicht?

Die Grundlage für die Arbeit von Stadionsprechern und Platzansagern bildet das DFB-Handbuch. Darin ist festgelegt, dass Durchsagen der Stadionsprecher während der Spiele neutral sein müssen. Demnach soll und darf der Stadionsprecher bzw. Platzansager während der Spiele über Tore, Auswechslungen und mögliche Abreisemöglichkeiten der Fans informieren bzw. Durchsagen machen.

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Ein wichtiger Part sind mittlerweile zudem auch sicherheitsrelevante Durchsagen, die vom Stadionsprecher gemacht werden. In solchen Situationen soll er dabei helfen, Deeskalation zu betreiben.

"Wenn die Emotionen hochkochen, musst du dir bewusst sein, dass du für alles, was danach passiert, eine gewisse Mitverantwortung trägst", sagte Werders Stadionsprecher Arnd Zeigler der "dpa".

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Politische Botschaften und Heim-Support sind Tabu

Klar geregelt sind im DFB-Handbuch für Stadionsprecher und Platzansager aber auch, welche Aus- oder Ansagen dringendst zu unterlassen sind. Zum einen sind politische Botschaften jeglicher Art verboten.

Im Jahr 2022 griff etwa Waldhof Mannheim durch, nachdem der damalige Stadionsprecher beim Vorlesen der Aufstellung in einem DFB-Pokalspiel zwei verstorbenen Personen gedachte, eine davon stark in der NPD engagiert gewesen sein soll. Als Folge trat der Stadionsprecher zurück. Sowohl Waldhof Mannheim als auch der Stadionsprecher distanzierten sich anschließend von rechtsradikalem Gedankengut.

Ebenfalls im Jahr 2022 vergriff sich einer der damaligen Werder-Stadionsprecher gegenüber einem Mitglied der Geschäftsführung des FC Augsburg im Ton und trat anschließend zurück.

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Zurück zum Regelwerk des DFB: Stadionsprecher dürfen gemäß dem Handbuch eigentlich auch keinen Support für die gastgebende Mannschaft zum Ausdruck bringen.

"Die Herausforderung für den Sprecher liegt darin, die richtige Balance zwischen Unterhaltung und Information zu finden. Veranstaltungsrelevante Durchsagen sind dabei die Pflicht, unterhaltende Inhalte die Kür", heißt es dahingehend im DFB-Handbuch.

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Zeigler: "Kein realistischer Teil des Handbuchs"

Dass vor allem das vermeintliche Verbot des Heim-Supports durch den Stadionsprecher in der Praxis nicht so eng gesehen wird, liegt auf der Hand. "Das ist kein realistischer Teil des Handbuchs. Dass da eine gewisse Ungleichbehandlung zwischen Heim- und Auswärtsmannschaft hörbar ist, hat sich eingebürgert", sagte Zeigler.

Würde man nämlich das DFB-Handbuch sehr streng anlegen, wäre es den Stadionsprechern schon nicht erlaubt, den gängigen Torschrei durchzuführen oder auch das mehrmalige Ausrufen des jeweiligen Torschützen. Ebenso wäre es dann nicht erlaubt, die Fans der Heimmannschaft während der Spiele zur Unterstützung aufzufordern.

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Kuriositäten: Stadionsprecher warnt vor Coach vor Wechselfehler - Rot für rumänischen Stadionsprecher

Rund um Stadionsprecher gab es in der Vergangenheit schon zahlreiche, kuriose Anekdoten, teilweise sogar auf internationaler Bühne. Im Jahr 2025 kassierte beim Conference-League-Spiel zwischen Craiova und Basaksehir der Stadionsprecher der rumänischen Gastgeber sogar die Rote Karte. Er hatte laut Einschätzung des Schiedsrichters einen Ball weggekickt und sah daher die Ampelkarte des Unparteiischen.

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Bundesliga-Transfergerüchte: Leipzig-Star Yan Diomande auf Zettel von Top-Klub

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<em><strong>Yan Diomande (RB Leipzig)</strong><br>Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.</em>
© AFP/SID/RONNY HARTMANN

Yan Diomande (RB Leipzig)
Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.

<strong>Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)</strong><br>Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.
© IMAGO/Buzzi

Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.

<strong>Luka Vuskovic (Hamburger SV)</strong><br>Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.
© IMAGO/HMB-Media

Luka Vuskovic (Hamburger SV)
Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

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© IMAGO/Revierfoto

Said El Mala (1. FC Köln)
Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

<strong>Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)</strong><br>Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton &amp; Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.
© 2025 Getty Images

Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

<strong>Julian Ryerson (Borussia Dortmund)</strong><br>Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.
© 2025 Getty Images

Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

Dass Trainer zumindest ab und an auf den Stadionsprecher hören sollten, musste der damalige Karlsruhe-Trainer Winfried Schäfer 1995 auf unliebsame Weise erfahren. Der offensichtlich aufmerksame Ansager merkte nämlich beim damaligen Bundesliga-Spiel gegen Leverkusen schon bei der Einwechslung des Russen Sergej Kirjakow, dass sich hier ein Wechselfehler anbahnte.

"Winni, zähl' deine Ausländer!", rief er ins Stadion-Mikrofon, um das Schlimmste noch zu verhindern. Denn damals waren nur drei Ausländer gleichzeitig auf dem Feld erlaubt - Kirjakow war der vierte. Doch zu spät, der Stadionsprecher konnte Schäfers Wechselfehler nicht mehr verhindern.

Damit hätte der KSC spätestens auf dem Grünen Tisch später verloren. Da Leverkusen ohnehin mit 4:1 gewann, blieb das Resultat aber bestehen. Somit ging die kuriose Stadionsprecher-Durchsage von Karlsruhe in Kombination mit Schäfers Wechselfehler als eine der kuriosesten Anekdoten in die Bundesliga-Historie des KSC ein.

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BVB: Premier-League-Verteidiger wird wohl intensiv gescoutet

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