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Trainersuche in München

FC Bayern: Nagelsmann und Rangnick bleiben Top-Kandidaten für Tuchel-Nachfolge

  • Aktualisiert: 16.04.2024
  • 09:49 Uhr
  • Martin Volkmar
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Durch die starke Leistung des FC Bayern München in der Champions League gewinnt Max Eberl auch Zeit bei der Nachfolgesuche für Thomas Tuchel. Zwei Nationaltrainer haben derzeit die besten Aussichten.

Vom FC Bayern München berichtet Martin Volkmar

Zwei Fragen nervten Max Eberl zuletzt gewaltig. Weil er sie weder beantworten kann noch beantworten will: die nach dem neuen Trainer und die nach dem aktuellen.

Umso schöner dürfte es für den Sportvorstand des FC Bayern München nach dem 2:2 beim FC Arsenal gewesen sein, dass sich seine Rückendeckung für Thomas Tuchel endlich auszahlte.

"Das war der Beweis, dass er die Mannschaft erreicht", erklärte Eberl sichtlich zufrieden nach dem überzeugenden Auftritt im Viertelfinal-Hinspiel.

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Und weiter: "Man hat eine Entscheidung gefällt für Sommer und dann sollte man einfach die Dinge so stehen lassen und nicht alle zwei Tage fragen: Ist er noch? Ist er nicht? Kann er noch? Wie lange noch? Wann ist er nicht mehr?"

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FC Bayern München: Vorerst Ruhe in der Diskussion um Thomas Tuchel

Die gute Leistung in London verschafft den Münchnern nun wieder Ruhe bei Fans und Medien, um ihren Plan mit Tuchel bis zum Saisonende durchzuziehen.

Aus Mangel an sinnvollen, kurzfristig zur Verfügung stehenden Alternativen und weil man in der Führung nicht glaubt, dass ein solcher Aktionismus kurz vor Saisonende noch etwas bringt.

Trotzdem bleibt der Druck auf alle Beteiligten hoch. Tuchel kann sich wohl eher ein Ausscheiden gegen Arsenal im Rückspiel nächsten Mittwoch erlauben als ein Anhalten der Negativserie in der Liga.

Denn wenn das oberste Ziel, die Teilnahme an der Champions League, trotz eines aktuell noch beruhigenden Vorsprungs auf Rang fünf noch in Gefahr geraten sollte, wird ein Tuchel-Rauswurf doch wieder ein Thema werden.

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FC Bayern München: Trainerfrage hängt an Champions League

Schließlich hängt daran auch ganz massiv die Entscheidung in der Trainerfrage, wie Eberl schon nach dem 2:3 in Heidenheim am Samstag klarmachte: "Was soll ich dem Trainer sagen? Wir spielen auf jeden Fall Champions League? Das will er wahrscheinlich wissen, aber das kann ich ihm nicht versprechen."

Das ist einer von mehreren Gründen, warum noch kein neuer Chefcoach feststeht. Auch generell hat das Image des Rekordmeisters angesichts der sportlichen Krise und des hohen Verschleißes an Übungsleitern in der jüngeren Vergangenheit gelitten.

Möglicherweise kann daher auch der Plan nicht eingehalten werden kann, den künftigen Mann noch im April bekanntzugeben. "Ich arbeite dran, wir arbeiten dran. Der weiße Rauch wird irgendwann aufsteigen", erklärte Eberl in London.

Konkrete Namen will er weiterhin nicht kommentieren: "Ich habe bisher nie was gesagt und werde auch jetzt nichts sagen."

Gleichwohl ist der Kreis der Kandidaten nach aktuellem Stand überschaubar: Während Roberto De Zerbi eher unwahrscheinlich ist, hat Roger Schmidt weiter Außenseiterchancen.

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FC Bayern München: Zwei Bundestrainer ganz oben auf der Liste

Ganz oben auf Eberls ominöser Liste dürften aber Julian Nagelsmann und auch Ralf Rangnick stehen – allein deshalb kann sich eine Entscheidung hinziehen, weil beide noch die EM im Juni und Juli vor der Brust haben.

Daher waren die Aussagen des österreichischen Nationaltrainers auf dem Euro-Workshop in Düsseldorf von vielen Beobachtern als Absage gewertet worden.

"Ich fühle mich hier wohl. Ich habe noch Vertrag bis 2026. Unser Ziel und Weg geht auch nach der Euro weiter", erklärte er da. Doch Insider sehen Rangnicks Zukunft weiter offen.

FC Bayern München: Kontakt mit Rangnick

So schrieb der österreichische "Kurier": "Österreichs Teamchef ist natürlich einer der Kandidaten auf die Nachfolge von Thomas Tuchel. Und es gibt auch Kontakt zwischen dem 65-Jährigen und dem Klub. Und wer glaubt, Rangnick würde ein Engagement beim deutschen Rekordmeister kategorisch ausschließen, der glaubt vermutlich auch noch ans Christkind."

Das deckt sich mit ran-Informationen, wonach es weiterhin auf beiden Seiten großes Interesse gibt, in konkrete Gespräche über eine Zusammenarbeit einzusteigen.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer hat erfolgreich im Red-Bull-Kosmos gearbeitet und seit dieser Zeit ein hervorragendes Verhältnis zu Bayerns Sportdirektor Christoph Freund und FCB-Campusleiter Jochen Sauer.

Auch der damalige Vorstandsboss und heutige Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge wollte Rangnick schon 2019 nach München holen. Und von seinem Profil her wäre er vermutlich geeignet, den geplanten großen Umbruch im Kader und den sportlichen Neuanfang durchzuziehen.

Andererseits stößt der Schwabe mit seiner speziellen Art nach wie vor auf Widerstand im Verein und besitzt auch keine Ausstiegsklausel beim ÖFB.

Nagelsmann möchte Entscheidung vor der EM

Etwas einfacher wäre das derzeit bei Nagelsmann, dessen Vertrag als Bundestrainer nur bis zur EM läuft.

"Julian traue ich sehr, sehr viel zu", sagte der frühere Salzburger Sportchef Freund am Samstag, der den Coach schon aus dessen erfolgreicher Zeit bei RB Leipzig bestens kennt. Nagelsmann selber möchte gerne vor der Europameisterschaft eine Entscheidung über seine Zukunft haben, aktuell ist nach ran-Informationen aber noch alles offen.

"Ich habe kein schriftliches Angebot vorliegen und es gab jetzt auch keine Gespräche", sagte er am Rande des EM-Workshops: "Ich bin immer noch in der Phase, in der ich mir Gedanken mache, wie es aus beruflicher Sicht weitergeht. Dann wird es irgendwann eine Entscheidung geben, da habe ich jetzt noch kein fixiertes Datum."

Die DFB-Spitze ist sehr an einer Verlängerung bis 2026 interessiert, bei Teilen der erweiterten Führung gibt es aber Vorbehalte gegen eine vorzeitige Festlegung vor der EM.

Ähnlich war es zuletzt bei den Verlängerungen vor der WM mit Nagelsmanns Vorgänger Hansi Flick und Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die der finanziell schwer angeschlagene Verband dann jeweils nach dem blamablen Vorrunden-K.o. teuer abfinden müsste.

Bis nach dem Turnier wird die Nagelsmann-Seite aber sicher nicht warten wollen, weshalb das Interesse mehrerer anderer Klubs im Poker natürlich gelegen kommt. Unklar ist, wie konkret eine Rückkehr zu Bayern ist.

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Hamann: Nagelsmann wahrscheinlichste Lösung bei Bayern

"Was ich höre, scheint das im Moment die wahrscheinlichste Lösung zu sein", meinte zwar "Sky"-Experte Dietmar Hamann, nach dessen Informationen sich Nagelsmann ein Comeback "sehr gut vorstellen" könne.

Immerhin gäbe ihm das die Chance, allen zu beweisen, dass seine Entlassung im März 2023 ein Fehler war.

Allerdings sind offenbar nicht alle Entscheidungsträger bei Bayern komplett vom Ex-Coach überzeugt und verweisen darauf, dass es ja einige gute Gründe für die Trennung im Vorjahr gab. Zudem bleibt die Frage, ob der 36-Jährige gerade wegen seiner Vergangenheit beim FCB der richtige Mann für den Neuaufbau wäre.

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FC Bayern München: Das spricht gegen De Zerbi

Bliebe noch De Zerbi von Brighton & Hove Albion, der seit Wochen hoch gehandelt wird. Der Italiener würde aber wohl rund 14 Millionen Euro Ablöse kosten und will angeblich lieber zurück in die Heimat, wo vor allem Juventus Turin Interesse haben soll.

Zudem sollen mit dem FC Barcelona, dem FC Chelsea und Manchester United weitere Topklubs um den Lombarden buhlen.

Gleichzeitig hat De Zerbi trotz der Lobeshymnen für seine Arbeit von zahlreichen Fachleuten wie Pep Guardiola noch nicht bei einem Spitzenteam gearbeitet, sondern bislang nur bei US Sassuolo und Schachtjar Donezk. Und Brighton ist aktuell als Tabellenzehnter der Premier League auch nur Mittelmaß.

Darüber hinaus gilt der 44-Jährige als aufbrausend und spricht weder Deutsch noch besonders gutes Englisch – was beides gegen einen Job bei Bayern spricht.

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FC Bayern München: Schmidt nur mit Außenseiterchancen

Dagegen hält sich Schmidt hartnäckig als Außenseiterkandidat.

Der gebürtige Ostwestfale hat ebenfalls erfolgreich bei RB Salzburg gearbeitet und war dort 2014 Meister und Pokalsieger. Den Cup holte er danach auch mit PSV Eindhoven und den Meistertitel mit seinem aktuellen Klub Benfica Lissabon.

Allerdings steht Schmidt bei den Portugiesen derzeit in der Kritik, weil das Team hinter Erzrivale Sporting steht und sein Verhältnis zu den Medien ohnehin nicht das Beste ist – auch wegen seiner Weigerung, die Landessprache zu lernen.

Auch bei seiner einzigen Bundesligastation in Leverkusen wurde ihm neben dem sportlichen Misserfolg im dritten Jahr seine aufbrausende Art zum Verhängnis. Insgesamt für fünf Spiele wurde er wegen Fehlverhaltens gesperrt, zuletzt wegen einer verbalen Attacke auf den gegnerischen Trainer.

„Was bist Du denn für ein Spinner? Halt doch einfach die Schnauze", hatte Schmidt dem Kontrahenten aus Hoffenheim entgegengerufen. Dessen Name: Julian Nagelsmann.

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