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Champions League

BVB und die Wochen der Wahrheit: Das sind die Mutmacher für FC Bayern, VfB und RB

  • Aktualisiert: 15.03.2024
  • 20:52 Uhr
  • Andreas Reiners
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Borussia Dortmund ist in dieser Saison eine Wundertüte. Für die anstehenden Wochen der Wahrheit gibt es ein paar Mutmacher.

Aus Dortmund berichtet Andreas Reiners

Sebastian Kehl hatte keine Lust. Diesmal nicht. Deshalb wehrte er sich mit Händen und Füßen.

Denn natürlich hatte der Sportdirektor von Borussia Dortmund nach dem 2:0 gegen die PSV Eindhoven und dem Viertelfinal-Einzug bei den Fragen die mal wieder leicht negativen Zwischentöne vernommen.

Warum gibt es immer noch diese Diskrepanz zwischen dem BVB in der Bundesliga und in der Champions League?

Warum begeistert die Mannschaft gegen Eindhoven eine halbe Stunde lang, bekommt das aber nicht über eine längere Strecke hin?

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Kehl ging darauf ein, hätte aber gerne vor allem über das Positive gesprochen. "Denn unsere Mannschaft hat es heute sehr, sehr gut gemacht. Ich bin stolz auf sie."

Nervige Fragen

Als dann auch noch Fragen zu der anstehenden Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann kamen, hatte Kehl genug gehört. Sauer war er nicht, aber bestimmt. "Ich bin nicht hier als Vertreter der deutschen Nationalmannschaft. Ich würde die Nominierung viel lieber dem Bundestrainer überlassen. Alles andere können wir dann besprechen", sagte er. Und betonte: "Ich würde viel lieber über das Weiterkommen von Borussia Dortmund reden." 

Doch bei aller Euphorie darüber, dass es der BVB erstmals seit 2020/21 wieder unter die besten acht Teams Europas geschafft hat, zählt das tägliche Geschäft. Sprich: die erneute Qualifikation für die Champions League.

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Der BVB muss liefern

Die steht gegen Eintracht Frankfurt, beim FC Bayern, gegen den VfB Stuttgart, bei Borussia Mönchengladbach, gegen Bayer Leverkusen und bei RB Leipzig auf dem Prüfstand. Ja, in der Reihenfolge.

Zack, zack, zack – Ende April, am 31. Spieltag, vor den restlichen Partien gegen Augsburg, in Mainz und gegen Darmstadt, weiß der BVB, wo die Reise hingeht. Mit im Gepäck: ein paar Mutmacher.

Sancho zeigt, warum der BVB ihn zurückgeholt hat

Jadon Sancho und Donyell Malen: Die beiden Offensivgeister können im noch zu oft zu statischen Dortmunder Spiel einen Unterschied machen und die Nebenleute mitreißen. Malen ist schon länger wieder in Form und ein Fixpunkt im Angriff, und Sancho ist auf dem besten Weg dorthin.

Er bewies gegen Eindhoven in der ersten halben Stunde, warum der BVB ihn zurückgeholt hat, war spielfreudig, ideen- und trickreich. Kann er sein Niveau halten oder sogar noch steigern, könnte die Leihe die angepeilte Win-Win-Situation werden. Mehr Konstanz ist aber auch hier das Zauberwort.

Rückenwind durch die Königsklasse: Magische Nächte können für Auftrieb sorgen, für einen Schulterschluss zwischen Fans und Mannschaft. Der aktuelle Erfolg in der Champilons League kann einen kurzfristigen positiven Effekt haben, den das Team dann in Selbstvertrauen, Selbstverständnis und spielerische Leichtigkeit umsetzen muss.

Die EM im Blick: Aktuelle Nominierung hin oder her – die anstehende EM kann beziehungsweise sollte die potenziellen Nationalspieler auf der Zielgerade der Saison noch einmal beflügeln. Sowohl in der Königsklasse als auch in Partien gegen fünf der besten sechs Mannschaften der Liga kann man sich unverzichtbar machen.

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"Ich glaube, wir haben alle noch die Möglichkeit, durch gute Leistungen, sowohl in der Liga als auch in der Champions League, unsere Spieler in den Vordergrund zu stellen. Da ist dann jeder Einzelne gefragt", sagte Kehl.

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Kurzfristig mehr Ruhe für Terzic

Mehr Ruhe: Der Erfolg in der Champions League bringt noch einmal 10,6 Millionen Euro an Prämien ein, insgesamt sind es rund 90 Millionen Euro an Einnahmen bislang. Die Teilnahme an der Klub-WM ist auch sicher, was den finanziellen Spielraum für die Zukunft erhöht.

Kurzfristig dürften die Kritiker erst einmal verstummen, wodurch Trainer Edin Terzic zumindest vorerst ein wenig Ruhe genießen kann. Klar ist: In einem so emotionalen Klub kann sich Positivität schnell potenzieren und eine Mannschaft durch die weitere Saison tragen.

Die Diskrepanz: Ja, es besteht eine Diskrepanz zwischen Bundesliga und Königsklasse. Auf der europäischen Bühne wirken die Dortmunder griffiger, emotionaler, spritziger und aktiver, zumindest zeitweise. Der Einzug in das Viertelfinale ist kein Zufall, und Laufkundschaft gab es für den BVB auf dem Weg dorthin auch nicht.

Im Viertelfinale wartet nun Atletico Madrid. Ein maximal unangenehmer Gegner, gegen den an zwei richtig guten Tagen ein Einzug in das Halbfinale aber auch nicht komplett unrealistisch ist.

Der Vorteil: Alles, was jetzt kommt, ist Bonus, sowohl finanziell als auch sportlich. Verbunden mit der Möglichkeit, sich daran hochzuziehen. Und das Team zeigt, dass es diese Leistungen "im Tank hat", wie Kehl es ausdrückte. Theoretisch sollte der BVB solche Leistungen also regelmäßig abrufen können.

Und das ist der Knackpunkt, um den sich alles dreht.

Auch das Gegenteil ist möglich

Denn zur Wahrheit gehört es beim BVB in diesem Jahr nun mal auch, dass im Endspurt das genaue Gegenteil eintreten kann. Terzic nannte die ersten 30 Minuten "vielleicht die besten in dieser Saison". Leider stimmt es auch, wenn er sagt, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit "leider komplett aufgehört und verzichtet" hat, "mit dem Ball zu spielen". 90 Minuten als Spiegelbild einer Saison, einer Mannschaft, die begeistern, aber auch unlösbare Rätsel aufgeben kann.

Es sind die zwei Gesichter der Dortmunder, die den Klub in dieser Saison zur Verzweiflung bringen.

Auch deshalb pochte Kehl auf das Positive. Nahm dann aber die Mannschaft auch in die Pflicht. "Ich erwarte, dass wir das in der Bundesliga zeigen", sagte er. "Denn wir müssen in der Liga in den nächsten Wochen in diesen wichtigen Spielen liefern, weil wir auch im nächsten Jahr auf dieser Bühne präsent sein wollen. Und dafür brauchen wir Punkte."

Sonst dürften die Fragen für ihn deutlich unangenehmer werden.

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