Wegen Steuerhinterziehung
Vor WM 2026: DFB-Koch Anton Schmaus droht jahrelang Gefängnis
- Veröffentlicht: 13.01.2026
- 10:26 Uhr
- ran.de
Anton Schmaus, der Koch der deutschen Nationalmannschaft, steht vor Gericht. Ihm droht eine Haftstrafe.
Der Koch der deutschen Nationalmannschaft, Anton Schmaus, stand am Montag vor dem Amtsgericht Regensburg. Schmaus, Inhaber des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurants Storstad in Regensburg, wird vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von insgesamt 47.632,50 Euro vorenthalten zu haben.
Der Fall dreht sich um mutmaßliche Manipulationen bei der Lohnsteuerabrechnung für Mitarbeiter in seinem Restaurant.
Der Prozess begann am 12. Januar 2026 und wirft Schmaus vor, dass er zwei türkische Reinigungskräfte als sogenannte Minijobber beschäftigt haben soll – eine Form der geringfügigen Beschäftigung, bei der der Monatsverdienst auf 450 Euro begrenzt ist und geringere Sozialabgaben anfallen.
Tatsächlich sollen die Frauen jedoch deutlich mehr verdient haben. Um den Überschuss zu kaschieren, habe Schmaus fiktive Mitarbeiter in der Buchhaltung erfunden, die den höheren Lohnbetrag ausgleichen sollten. Dieser mutmaßliche Abgabenbetrug erstreckt sich über den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. Juni 2023.Mitangeklagt ist die ehemalige Büroleiterin des Restaurants, Tanja S. (51), die ebenfalls in die Vorwürfe verwickelt sein soll.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, durch diese Praxis Sozialversicherungsbeiträge unterschlagen zu haben.
DFB-Koch drohen fünf Jahre Gefängnis
Eine Verurteilung könnte für Schmaus eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft nach sich ziehen. Der vorsitzende Richter hat angekündigt, das Urteil am Freitag, den 17. Januar 2026, zu verkünden.
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Schmaus' Rolle beim DFB ist seit Jahren etabliert: Als Gourmetkoch bereitet er Mahlzeiten für die Nationalmannschaft vor, insbesondere in Vorbereitung auf große Turniere wie die Weltmeisterschaft.
Der Gerichtsprozess fällt in eine sensible Phase, da die DFB-Elf sich auf die WM-Vorbereitungen konzentriert. Bisher gibt es keine Angaben, ob der Fall Auswirkungen auf seine Tätigkeit beim Verband haben könnte.