- Anzeige -
- Anzeige -
American Football

NFL - Kansas City Chiefs: Patrick Mahomes in der Krise? So sind die Leistungen des Quarterback-Stars wirklich

  • Aktualisiert: 10.12.2024
  • 10:05 Uhr
  • Chris Lugert

Der überirdische Zauber bei Patrick Mahomes ist verflogen, der Quarterback der Kansas City Chiefs spielt eine für seine Verhältnisse durchwachsene Saison - heißt es. Aber stimmt das wirklich? Oder machen sich die Chiefs gerade erst warm?

Von Chris Lugert

Gefühlt ganz Amerika fiel am Sonntag ein Stein vom Herzen. Endlich haben die Kansas City Chiefs verloren, nach einem 9-0-Start in die Saison ist der Traum von der perfekten Spielzeit dahin.

Tatsächlich aber kam die Niederlage gegen die Buffalo Bills nicht völlig überraschend. Und das lag nicht nur an der ohnehin schwachen Bilanz von Patrick Mahomes gegen Josh Allen, wenn die Playoffs noch Zukunftsmusik sind.

Die Chiefs und Mahomes haben ihre offensive Power verloren. Brannte die Offense von Andy Reid in den Vorjahren regelmäßig Feuerwerke ab, geht es inzwischen gesitteter zu, weshalb die Spiele deutlich enger sind. Die Dominanz, die Kansas City über Jahre quasi Woche für Woche ausstrahlte, scheint dahin.

Klammert man die Overtime gegen die Tampa Bay Buccaneers einmal aus, so standen für die Chiefs in den bisherigen zehn Saisonspielen am Ende nie mehr als 28 Punkte zu Buche. Derart zurückhaltend präsentierte sich Kansas City unter Mahomes noch nie.

Die Gründe dafür sind vielfältig - doch welchen Anteil hat Mahomes selbst an den offensiven Schwierigkeiten?

- Anzeige -
- Anzeige -

Das Wichtigste in Kürze

  • NFL-Spielplan

  • Warum die Giants und die Jets alles richtig machen

- Anzeige -

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Mahomes steht bereits bei 15 Touchdowns, aber schon elf Interceptions. In der vergangenen Saison standen am Ende der Saison 14 Würfe zum Gegner in den Büchern - mehr waren es nie. Aktuell ist er auf Kurs, einen persönlichen Negativrekord aufzustellen. Und das gilt auch für andere Zahlen.

- Anzeige -

Mahomes ein Opfer seiner Receiver

Sein durchschnittliches Passer Rating liegt derzeit bei 90,3 - mit Abstand der schwächste Wert seiner Karriere. Erst zweimal schaffte er in der aktuellen Saison ein Passer Rating von über 100.

Der tiefere Blick auf die Offense offenbart dabei zwei grundlegende Probleme: Mahomes wirft den Ball im Schnitt deutlich kürzer als in den Vorjahren, gleichzeitig aber bringen die Receiver weniger Yards after Catch zustande. Der Gesamt-Output sinkt dadurch drastisch.

In der aktuellen Saison steht Mahomes im Schnitt bei 5,8 angepeilten Yards durch die Luft pro Pass, bei den komplettierten Air Yards stehen 3,8 in den Tabellen. Noch im Vorjahr waren es - auf die gesamte Saison gesehen - 6,6 angepeilte Air Yards und vier komplettierte Air Yards im Schnitt. Und schon das war deutlich weniger als in den Saisons davor.

Die Receiver der Chiefs bieten Mahomes in der laufenden Saison nur wenige tiefe Optionen, und wenn sie mal da sind, gelingt es dem zweimaligen MVP nicht in gewohnter Manier, die Bälle sauber zu platzieren. Er streut mehr, was zu mehr Fehlern führt.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube. Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

Fehlen von Rice macht sich bemerkbar

Doch auf der anderen Seite wiederum muss Mahomes oft riskante Würfe nehmen, weil im Kurzpassspiel zu wenig klappt. Den Receivern gelingt es nach dem Catch nicht mehr so gut, noch ein paar Yards extra herauszuholen. Hier spielt das Fehlen von Rashee Rice eine essenzielle Rolle.

NFL Playoffs 2026 - Quarterback Ranking vor der Divisional Round: AFC-East-QBs dominieren weiter

1 / 9
<em><strong>NFL: Quarterback-Ranking vor der Divisional Round</strong><br>Die Regular Season der <a data-li-document-ref="83068" href="https://www.ran.de/sports/-83068">NFL</a> ist zu Ende, die Divisional Round steht an. Nur noch acht Starting Quarterbacks sind dabei. <strong>ran</strong> zeigt das Ranking der Spielmacher vor dem Start der heißen Phase der Playoffs in dieser Saison. Hinweis: Das Ranking bezieht sich auf die Leistungen der aktuellen Saison, die Leistung der Wild Card Round sowie Playoff-Erfahrung und den Erfolg in der Postseason generell.</em><br><a href="https://www.joyn.de/compilation/nfl?utm_medium=referral&amp;utm_source=www.ran.de&amp;utm_campaign=joynlinkout&amp;utm_content=textlink_general_joyn">Alle NFL-Highlights hier auf Joyn</a>
© Imagn Images

NFL: Quarterback-Ranking vor der Divisional Round
Die Regular Season der NFL ist zu Ende, die Divisional Round steht an. Nur noch acht Starting Quarterbacks sind dabei. ran zeigt das Ranking der Spielmacher vor dem Start der heißen Phase der Playoffs in dieser Saison. Hinweis: Das Ranking bezieht sich auf die Leistungen der aktuellen Saison, die Leistung der Wild Card Round sowie Playoff-Erfahrung und den Erfolg in der Postseason generell.

Alle NFL-Highlights hier auf Joyn

<strong>Platz 8: C.J. Stroud (Houston Texans)</strong><br>Es hätte ein Tag zum Vergessen werden können für C.J. Stroud. Gegen die Pittsburgh Steelers unterliefen ihm neben einer dummen Interception auch noch satte fünf Fumbles. Zum Glück rettete ihn seine Defense, denn an Stroud und der Offense lag das 30:6 gegen die Steelers nicht.
© ZUMA Press Wire

Platz 8: C.J. Stroud (Houston Texans)
Es hätte ein Tag zum Vergessen werden können für C.J. Stroud. Gegen die Pittsburgh Steelers unterliefen ihm neben einer dummen Interception auch noch satte fünf Fumbles. Zum Glück rettete ihn seine Defense, denn an Stroud und der Offense lag das 30:6 gegen die Steelers nicht.

<strong>Platz 7: Bo Nix (Denver Broncos)</strong><br>Nicht einmal gegen die Backups der Los Angeles Chargers konnte Bo Nix mit seiner Offense glänzen. Die Denver Broncos gewinnen die Spiele, aber die Art und Weise ist nicht sonderlich nachhaltig - gerade mit Blick auf die Playoffs. Alldem zum Trotz: Sie stehen in der Divisional Round - und das verdient. Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass das nur bedingt mit Nix zu tun hat.
© Getty Images

Platz 7: Bo Nix (Denver Broncos)
Nicht einmal gegen die Backups der Los Angeles Chargers konnte Bo Nix mit seiner Offense glänzen. Die Denver Broncos gewinnen die Spiele, aber die Art und Weise ist nicht sonderlich nachhaltig - gerade mit Blick auf die Playoffs. Alldem zum Trotz: Sie stehen in der Divisional Round - und das verdient. Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass das nur bedingt mit Nix zu tun hat.

<strong>Platz 6: Sam Darnold (Seattle Seahawks)</strong><br>Seit Woche elf spielt Sam Darnold nur noch unterdurchschnittlichen Football. Ein Passer Rating nahe der 80. Die Seattle Seahawks wären wohl einstimmig Top-Favorit auf den Super Bowl, wenn man nicht die stete "Angst" haben müsste, dass Darnold seinem Team das Spiel verliert. Zudem: Er wartet noch auf seinen ersten Playoff-Sieg. Deshalb nur Platz sechs.
© 2025 Getty Images

Platz 6: Sam Darnold (Seattle Seahawks)
Seit Woche elf spielt Sam Darnold nur noch unterdurchschnittlichen Football. Ein Passer Rating nahe der 80. Die Seattle Seahawks wären wohl einstimmig Top-Favorit auf den Super Bowl, wenn man nicht die stete "Angst" haben müsste, dass Darnold seinem Team das Spiel verliert. Zudem: Er wartet noch auf seinen ersten Playoff-Sieg. Deshalb nur Platz sechs.

<strong>Platz 5: Caleb Williams (Chicago Bears)<br></strong>Wie gut könnte Caleb Williams sein, wenn er tatsächlich bereits schon in den ersten drei Vierteln eines Spiels guten Football spielen würde? Den Trend der Regular Season setzte er gegen die Green Bay Packers fort, Williams stellte ein geschichtsträchtiges Comeback auf die Beine. Aber haben er und die Bears es schon mal damit probiert, gar nicht erst in Rückstand zu geraten und historische Comebacks zu brauchen?
© UPI Photo

Platz 5: Caleb Williams (Chicago Bears)
Wie gut könnte Caleb Williams sein, wenn er tatsächlich bereits schon in den ersten drei Vierteln eines Spiels guten Football spielen würde? Den Trend der Regular Season setzte er gegen die Green Bay Packers fort, Williams stellte ein geschichtsträchtiges Comeback auf die Beine. Aber haben er und die Bears es schon mal damit probiert, gar nicht erst in Rückstand zu geraten und historische Comebacks zu brauchen?

<strong>Platz 4: Brock Purdy (San Francisco 49ers)</strong><br>Gegen eine starke Defense der Philadelphia Eagles stand Brock Purdy seinen Mann. Sicher, zwei Interceptions sehen nicht gut aus und Hater würden sagen, dass Jauan Jennings den schönsten Wurf des Abends gemacht hat, allerdings bewies Purdy Nehmerqualitäten, als sein Team ihn am meisten brauchte. Vor die anderen QBs hinter ihm bringt ihn seine Erfahrung von einem Super Bowl und einem NFC Championship Game.
© Imagn Images

Platz 4: Brock Purdy (San Francisco 49ers)
Gegen eine starke Defense der Philadelphia Eagles stand Brock Purdy seinen Mann. Sicher, zwei Interceptions sehen nicht gut aus und Hater würden sagen, dass Jauan Jennings den schönsten Wurf des Abends gemacht hat, allerdings bewies Purdy Nehmerqualitäten, als sein Team ihn am meisten brauchte. Vor die anderen QBs hinter ihm bringt ihn seine Erfahrung von einem Super Bowl und einem NFC Championship Game.

<strong>Platz 3: Matthew Stafford (Los Angeles Rams)</strong><br>Ganz im Gegenteil bei Matthew Stafford: Mit drei Touchdowns und über 300 Yards sehen seine Statistiken top aus. Allerdings hatte er im Wild Card Game eine Phase, in der gar nichts gelang und er nur zwei von 13 Pässen anbrachte. Zudem ließ ein Safety der Carolina Panthers eine womöglich spielentscheidende Interception fallen. Besonders auffällig: Unter Druck lieferte er ein Passer Rating von 1,6 ab. Eins. Komma. Sechs. Er fällt.
© Newscom World

Platz 3: Matthew Stafford (Los Angeles Rams)
Ganz im Gegenteil bei Matthew Stafford: Mit drei Touchdowns und über 300 Yards sehen seine Statistiken top aus. Allerdings hatte er im Wild Card Game eine Phase, in der gar nichts gelang und er nur zwei von 13 Pässen anbrachte. Zudem ließ ein Safety der Carolina Panthers eine womöglich spielentscheidende Interception fallen. Besonders auffällig: Unter Druck lieferte er ein Passer Rating von 1,6 ab. Eins. Komma. Sechs. Er fällt.

<strong>Platz 2: Drake Maye (New England Patriots)<br></strong>Das Playoff-Debüt von Drake Maye lief ebenfalls schwierig, der Spielmacher der New England Patriots zeigte die wohl schwächste Halbzeit seiner Karriere. Allerdings: In der zweiten Hälfte riss er sich am Riemen und legte im Schlussviertel das perfekte Passer Rating von 158,3 auf. Auf ihn ist stets Verlass.
© Imagn Images

Platz 2: Drake Maye (New England Patriots)
Das Playoff-Debüt von Drake Maye lief ebenfalls schwierig, der Spielmacher der New England Patriots zeigte die wohl schwächste Halbzeit seiner Karriere. Allerdings: In der zweiten Hälfte riss er sich am Riemen und legte im Schlussviertel das perfekte Passer Rating von 158,3 auf. Auf ihn ist stets Verlass.

<strong>Platz 1: Josh Allen (Buffalo Bills)</strong><br>Nicht nur die beste Quarterback-Leistung in der Wild Card Round kam von ihm, Josh Allen ist auch der beste verbliebene Quarterback im Turnier. Drei Touchdowns, über 300 Yards, 80 Prozent Passgenauigkeit gegen eine starke Defense der Jacksonville Jaguars. Was will man mehr? Die einzige Frage ist, ob Allen sein Team noch drei weitere Male schultern und seiner Franchise den langersehnten ersten Super-Bowl-Titel bringen kann.
© Imagn Images

Platz 1: Josh Allen (Buffalo Bills)
Nicht nur die beste Quarterback-Leistung in der Wild Card Round kam von ihm, Josh Allen ist auch der beste verbliebene Quarterback im Turnier. Drei Touchdowns, über 300 Yards, 80 Prozent Passgenauigkeit gegen eine starke Defense der Jacksonville Jaguars. Was will man mehr? Die einzige Frage ist, ob Allen sein Team noch drei weitere Male schultern und seiner Franchise den langersehnten ersten Super-Bowl-Titel bringen kann.

In der Saison 2023 war der damalige Rookie mit 653 Yards after Catch die Nummer eins bei den Chiefs. Das entsprach im Schnitt 40,8 Yards pro Spiel nach dem Fangen des Balls. Fun Fact: In der laufenden Saison liegt Rice, der nur vier Spiele gemacht hat, teamintern immer noch auf Rang zwei bei den absoluten Yards after Catch.

Niemand kann die Lücke konstant ausfüllen - auch nicht Tight End Travis Kelce. Der über Jahre zuverlässigste Passempfänger der Chiefs steht aktuell bei knapp 20 Yards after Catch pro Spiel. Noch im Vorjahr waren es über 30, 2022 sogar über 38. Ohne Rice und mit einem nur noch halb so guten Kelce wie einst kommen selbst die Chiefs an ihre Grenzen.

Die Probleme bei Kansas City sind also offensichtlich - und doch steht das Team mit einer souveränen 9-1-Bilanz an der Spitze der AFC. Was vor allem an einer sehr starken Defense liegt, die derzeit in die Bresche springt. Defensiver Football sieht zwar nicht spektakulär aus, liefert aber ebenso Ergebnisse.

- Anzeige -

Chiefs nach Niederlage gelassen - und extra fokussiert

Und wer die Chiefs in den vergangenen Jahren verfolgt hat, der weiß, dass sie gerade Richtung Playoffs noch einmal so richtig aufdrehen. Wohl auch deshalb nehmen Mahomes und Co. die Niederlage gegen die Bills gelassen. "Es war cool, ungeschlagen zu sein, aber das war nicht unser ultimatives Ziel", betonte der Quarterback.

Vielmehr sieht der 29-Jährige die Pleite als zusätzlichen Antrieb für den Rest der Saison. "Ich denke, das wird uns dazu bringen, mehr Dringlichkeit an den Tag zu legen, vor allem zu Beginn von Footballspielen", so Mahomes, der sich auch durchaus selbstkritisch zeigte: "Den Ball im ersten Drive herzugeben, das darf in solchen großen Spielen nicht passieren."

Und wenn jemand weiß, wie große Spiele funktionieren, dann die Chiefs, die trotz aller Widrigkeiten den "Three-peat" weiter im Blick haben. Mahomes selbst dürfte höchst motiviert sein, noch eine Schippe draufzulegen - um die Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Mehr News und Videos
December 28, 2025: Seattle Seahawks quarterback Sam Darnold (14) drops back against the Carolina Panthers during the first half of the NFL, American Football Herren, USA matchup in Charlotte, NC. (...
News

Legende verteidigt Darnold: "Brauchte Zeit, um erwachsen zu werden"

  • 15.01.2026
  • 23:44 Uhr