vor dem start des neuen nfl-jahres
NFL - Maxx Crosby, A.J. Brown und Co.: Diese Trades wünschen wir uns
- Veröffentlicht: 05.03.2026
- 14:04 Uhr
- Raman Rooprail
Kurz vor Beginn der Free Agency brodelt die Gerüchteküche der Liga. Mit Trent McDuffie gab es bereits den ersten Blockbuster-Trade. Das macht Lust auf mehr: Wir stellen euch unsere Wunsch-Trades vor.
Die Los Angeles Rams und Kansas City Chiefs haben Nägel mit Köpfen gemacht. Cornerback Trent McDuffie wurde für u.a. den 29. Pick im kommenden Draft von KC nach LA verschifft.
Doch McDuffie ist nicht der einzige Star, der seit Ende der NFL-Saison 2025 immer wieder in Trade-Gerüchten vorkommt. Was geschieht beispielsweise mit Maxx Crosby und A.J. Brown?
ran blickt auf mögliche weitere Trade-Kandidaten und stellt Wunschszenarien vor.
A.J. Brown (Philadelphia Eagles)
Was wäre eine Offseason ohne Trade-Gerüchte um A.J. Brown? Nach der äußerst enttäuschenden Saison der Philadelphia Eagles war ein Abgang des Star-Receivers wohl selten so wahrscheinlich.
Brown ist noch bis einschließlich 2029 vertraglich an die Eagles gebunden. Um aber wirklich ordentliches Draft-Kapital einzuheimsen, müsste Philly den zur neuen Saison 31-Jährigen in dieser Offseason abgeben.
Der Receiver wäre für viele Contender ein klares Upgrade. Besonders die San Francisco 49ers könnten die Dienste eines etablierten Passempfängers gebrauchen. Vor allem nach der Verletzung von George Kittle fehlt neben Christian McCaffrey eine veritable Option. Die Zeit von Brandon Aiyuk ist bekanntlich unrühmlich in San Francisco zu Ende gegangen, Ricky Pearsall hatte zu oft mit Verletzungen zu kämpfen, um sich auf ihn verlassen zu können.
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Breece Hall (New York Jets)
Der Franchise Tag für Breece Hall kam für viele NFL-Beobachter überraschend. Bereits zur Trade-Deadline im vergangenen Jahr gab es einige Gerüchte um einen Trade, zwischen den Zeilen war immer wieder vernehmbar, dass Hall kein Interesse an einer langfristigen Zukunft bei den New York Jets hat.
Warum auch? Die New Yorker stehen vor einem riesigen Umbruch, im Draft wird aller Voraussicht nach ein neuer Quarterback geholt. Doch dieser wird Zeit brauchen. Zeit, die Hall nicht hat. Der ehemalige Zweitrundenpick wird im Mai 25 Jahre alt, im Regelfall eines Running Backs hat Hall noch drei bis vier gute Jahre vor sich - und die will Hall sicher nicht im Rebuild verbringen.
Interessenten gäbe es definitiv genug. Vor allem die Kansas City Chiefs sollen im vergangenen Jahr großes Interesse an Hall gehabt haben. Der Franchise Tag würde den Chiefs zudem Flexibilität geben. Einigt sich KC mit Hall nicht auf einen langfristigen Vertrag, könnte der Running Back 2027 die Franchise verlassen - würde dabei wahrscheinlich aber einen Compensatory Pick einbringen. Kansas City hätte mit einem Trade also nicht viel zu verlieren.
Brian Thomas Jr. (Jacksonville Jagurs)
Der Wide Receiver wurde 2024 in der ersten Runde gedraftet und spielte eine exzellente Rookie-Saison. In der vergangenen Saison folgte die Ernüchterung. Drops prägten Thomas' Spiel, mit zunehmendem Saisonverlauf sanken auch die Targets. Zu allem Überfluss zog sich Thomas auch noch eine Verletzung zu, wegen der er vier Spiele verpasste.
Seitdem gab es immer wieder Gerüchte um Thomas. Ein junger Wide Receiver, der in seiner ersten Saison 1.282 Yards und 10 Touchdowns auflegte, hat natürlich seinen Preis. Sollte Thomas allerdings zu haben sein, wird auch bei einem Preis von zwei Erstrundenpicks die Interessentenschlange lang sein.
Vor allem die Buffalo Bills sollten alles daran setzen, Thomas zu bekommen. Seit Stefon Diggs' Abgang fehlt Buffalo ein veritabler Nummer-1-Receiver. Diese Lücke würde Thomas sofort schließen. Mit Josh Allen ist zudem die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Thomas die Leistungen aus seinem ersten NFL-Jahr wiederholen kann. Jacksonville könnte Thomas' Abgang zudem verkraften: Mit Jakobi Meyers, Parker Washington und Travis Hunter hätten die Jaguars auch ohne Thomas ein gutes Receiving-Trio.
Chris Olave (New Orleans Saints)
Nach vielen Verletzungsproblemen erlebte Chris Olave endlich eine sorgenfreie Saison bei den Saints. Mit 1.161 Yards, 10 Touchdowns und 100 Catches zeigte Olave, zu welchen Leistungen er ohne Verletzungen in der Lage ist.
Doch die Saints befinden sich nicht nur im Niemandsland der NFL, durch jahrelanges Missmanegements der Gehaltsobergrenze brutzelt New Orleans noch über die kommenden Jahre in der Cap-Space-Hölle. Aktuell liegt das Team aus Louisiana mit 44 Millionen Dollar im Minus, der Dead Cap beträgt dieses Jahr 90 Millionen Dollar - das ist jeweils der 31. Platz der Liga.
Olave spielt 2026 unter der Fifth-Year-Option und wäre 2027 Free Agent, mit einem Trade würden die Saints dringend benötigten Cap Space freischaufeln und zudem ordentlich Draft-Kapital schaffen. Mit der Entlassung von Steffon Diggs hätten die New England Patriots großen Bedarf auf der Position. Die Patriots hätten außerdem genügend Cap Space und auch Draft-Picks zur Verfügung.
De'Von Achane (Miami Dolphins)
In einer Saison, die über weite Strecken enttäuschend lief, war De'Von Achane die klare Konstante der Miami Dolphins. Doch die Franchise steht nach den Entlassungen von Tyreek Hill, Mike McDaniel und der Degradierung von Tua Tagovailoa vor einem größeren Umbruch.
Achanes Vertrag läuft noch bis 2027, dieses Jahr wäre also die letzte Chance für Miami, ordentlich Draft-Kapital für den talentierten Running Back einzuheimsen. Ob die Dolphins Achane mitten im Umbruch einen teuren Vertrag geben würden, darf zudem angezweifelt werden.
Wie bei Hall würden die Chiefs als Abnehmer Sinn ergeben, allerdings könnte Achane deutlich mehr Draft-Kapital kosten. Nach der Verletzung von Zach Charbonnet und dem möglichen Abgang von Kenneth Walker wären ansonsten die Seattle Seahawks ein plausibler Abnehmer. Mit der Euphorie des Super Bowls und der Lücke auf der Running-Back-Position könnte Seattle gewillt sein, mehr als andere Franchises in die Positionsgruppe zu investieren.
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Mac Jones (San Francisco 49ers)
Gerade Richtung Draft sollte Mac Jones einige Interessenten haben. Der Quarterback zeigte in Abwesenheit von Brock Purdy konstant gute Leistungen und empfahl sich als Backup für einen Starter-Job in der Liga.
San Francisco würde sicherlich gerne mit Jones als Backup ins Jahr gehen, allerdings könnten die Niners mit einem Trade wertvolles Draft-Kapital für einen Spieler bekommen, der 2027 als Free Agent aller Voraussicht nach die Franchise ohnehin verlassen würde.
Einen Quarterback brauchen in dieser Offseason einige Teams. Doch einen sicheren Starter-Job hat sich Jones mit seinen Leistungen wohl noch nicht erarbeitet, mehr Sinn würde es ergeben, wenn Jones einem wackligen Starter Druck macht. Die ideale Situation wären für diesen Fall die Minnesota Vikings. J.J. McCarthys Stuhl wackelt bedenklich, Jones könnte den Youngster noch im Training Camp verdrängen. Mit Kevin O'Connell spielen die Vikings zudem ein ähnliches System wie Kyle Shanahan in San Francisco, das Scheme würde Jones also liegen.
Maxx Crosby (Las Vegas Raiders)
Maxx Crosby befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere und ist dementsprechend einer der besten Pass Rusher der NFL. Doch mit zu Saisonbeginn 29 Jahren tickt die Uhr für Crosby - und bei den Las Vegas Raiders scheint Erfolg noch in weiter Ferne zu liegen.
Darüberhinaus gab es in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit sichtlich Ärger, nachdem die Raiders Crosby wegen einer mutmaßlichen Verletzung nicht mehr einsetzten und dieser daraufhin provokante Work-Out-Videos postete.
In Crosbys Interesse wäre definitiv ein Contender als nächste Station. Wer definitiv große Hilfe in der Defensive Line gebrauchen könnte, wären die Baltimore Ravens. Mit Jesse Minter haben die Ravens einen jungen, defensiv orientierten Head Coach verpflichtet, in dessen Interesse es liegen wird, den lahmen Pass Rush zu beleben. Baltimore müsste für Crosby sicherlich mindestens zwei Erstrunden-Picks berappen - im Titelfenster mit Lamar Jackson müssten die immer wieder enttäuschenden Ravens diesen Preis aber wohl in Kauf nehmen.