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NBA: Golden State Warriors müssen die goldene Ära beenden - ohne Stephen Curry! Ein Kommentar

  • Aktualisiert: 19.04.2024
  • 08:52 Uhr
  • Kai Esser
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Die Golden State Warriors sind am Ende. Im Play-In-Turnier unterlagen sie den Sacramento Kings hoffnungslos. Die Dynastie ist spätestens jetzt beendet. Das Ende einer Ära müssen die Warriors aber selbst anschieben. Ein Kommentar.

Von Kai Esser

Blick nach unten gerichtet, Hände in den Hüften. Schnaufend steht Stephen Curry inmitten des feiernden Golden 1 Centers in Sacramento.

Die Golden State Warriors haben gerade kein simples Basketballspiel verloren. Sie haben im noch recht neu geschaffenen Play-In-Turnier gegen ersatzgeschwächte Sacramento Kings eine Abreibung bekommen. Mit 94:118 unterlagen die "Dubs", die einstige Übermacht des Westens. Ach, der ganzen NBA!

Nachdem sich Golden State also gerade so erst in die Postseason retten konnte, ist diese nun nach einer der schlechtesten Saisonleistungen wieder beendet, bevor sie richtig begann. Ein Zeichen für die ganze Franchise: Diese Ära des Erfolgs, diese Ära der Titel, ist allerspätestens jetzt vorbei.

Bereits nach der Bubble-Saison 2019/20 lag die Dynastie des Klubs am Boden. Die Warriors wurden Letzter im Westen, rafften sich aber noch einmal auf und holten 2022 den Titel mit den altbekannten Gesichtern um Curry, Green, Thompson und Co.

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Das Wichtigste zur NBA

Es war jedoch das letzte Hurra der Splash Brothers um Curry und Thompson. Gerade Letzterer war das Sinnbild des Versagens gegen die Kings. Zehn Würfe, sechs davon von jenseits der Dreierlinie, kein einziger Treffer, kein einziger Punkt.

Es erinnerte ein wenig an Tom Brady, dessen Zeit bei den New England Patriots im Januar 2020 mit einem Pick Six gegen die Tennessee Titans endete. Man wusste einfach beim Zusehen, dass es das war.

Nach Triumph 2022: Keine Strohhalme mehr zum Greifen

Freilich, ziemlich genau das gleiche hätte man nach der Pandemie-Saison schreiben können. "Warriors am Ende", "Klay muss nach seiner schweren Verletzung weg", alles wäre wohl zutreffend gewesen. Damals gab es das Revival.

Aber gibt es das diesmal wieder? Wohl kaum. Auch, weil die Vorzeichen anders stehen. 2021 kam Andre Iguodala für seinen persönlichen Last Dance nach San Francisco und war elementarer Bestandteil des Titels 2022, als die Boston Celtics mit ihrer Schnelligkeit und Technik den physischen Warriors nichts entgegenzusetzen hatten.

Zudem: Curry ist mittlerweile 35 Jahre alt. Eine Ausnahmeerscheinung wie LeBron James, der mit 39 immer noch zu den besten dieser Liga gehört, ist Curry womöglich nicht. Thompson wird ebenfalls 35, Draymond Green ist kürzlich 34 geworden.

Der Kern des Teams, das Golden State so lange so effizient getragen hat, ist einfach auch aufgrund des Zahns der Zeit nicht mehr in der Lage, selbiges noch zu tun. Dass die Warriors satte vier Titel und zwei weitere Finals aus dieser Ära quetschen konnten, verdient allerhöchste Anerkennung an Head Coach Steve Kerr und das Management.

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Auch Curry! Warriors brauchen keinen Umbruch, sondern eine Zäsur

Jenes Management muss nun aber in den sauren Apfel beißen, und einen Schnitt machen. Was die Warriors brauchen, ist ein Umbruch. Oder wie die Amerikaner sagen: Einen Rebuild. Wobei das Wort Umbruch noch zu schwach ist. Was es im Sunshine State braucht, ist eine regelrechte personelle Zäsur.

Der Abgang von Thompson ist beinahe schon beschlossene Sache. Klay wird Free Agent und eine Verlängerung bei den Warriors ist ausgeschlossen und wäre auch in keinem Szenario sinnvoll. Nach seiner schweren Kreuzbandverletzung war er eigentlich nie mehr der alte Splash Brother. Bei Chris Paul sollte ebenfalls kein Gedanke an einen Verbleib verschwendet werden.

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Auch Draymond Green muss, wenn die Warriors einen Neuanfang anstreben, auf dem Prüfstand stehen. Seine individuellen Qualitäten als physischer Verteidiger sind unbestritten und er macht sein Team zweifelsfrei besser.

Allerdings: Nicht nur passt er als jemand, der ungerne Schüsse von jenseits der Dreierlinie nimmt, nicht so recht in ein modernes NBA-Team, seine etlichen Ausraster und dadurch resultierenden Sperren gefährden auch den Erfolg und die Integrität des Teams. 27 Spiele verpasste er in der aktuellen Saison, die meisten davon gesperrt.

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Auch Curry muss hinterfragt werden

Schlussendlich: Ja, auch Steph Curry muss hinterfragt werden. Nicht etwa, weil er nicht mehr die Qualität hat oder weil ihm das Team egal ist - das Gegenteil ist der Fall. Bei Greens letztem Rauswurf kamen ihm gar die Tränen. Ein Zeichen der Verbundenheit gegenüber der Franchise und den Fans. Ein Highlight-Reel von ihm aus dieser Spielzeit wäre immer noch mehrere Minuten lang.

Dennoch muss man die Frage stellen: Macht das noch Sinn? Sollte Curry nicht die Chance haben, bei einem Contender nochmal Richtung Finals zu greifen? Oder bleibt er als Kapitän dem sinkenden Schiff treu? Sowohl für Draymond als auch für Steph gäbe es noch guten Gegenwert in einem Trade.

Das letzte Wort in einer solchen Angelegenheit sollte aber natürlich der viermalige Champion selbst haben. Das ist man dem wohl größten Spieler der Franchise-Geschichte schuldig.

Podziemski und Co.: Der Anfang ist gemacht

Ganz von vorne müsste das Team von Steve Kerr, dem nebenbei auch ein Verbleib freigestellt werden sollte, dann nicht einmal anfangen. Rookie Brandin Podziemski zeigte in dieser Saison immer wieder gute Ansätze, auf die man aufbauen kann.

Auch Andrew Wiggins und Jason Kuminga sind wahrlich keine Blinden. Logisch, das ist nicht die Creme de la Creme der NBA, aber davon müssen sich die Fans in San Francisco ohnehin in den kommenden Jahren wahrscheinlich verabschieden. So oder so.

Egal, ob sie ihren Stars die (falsche) Treue halten, oder den dringend benötigten Neuanfang in der kommenden Offseason initiieren.

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