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Umbruch im Trainerstab und im Kader

BVB unter Nuri Sahin: Vier Stammplätze vergeben - und noch viele Baustellen

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Trotz des Einzugs in das Champions-League-Finale entschied man sich in der Führungsetage des BVB dazu, nicht mit Edin Terzic in die neue Saison zu gehen und stattdessen einen erneuten Umbruch des Kadergefüges und Trainerstabes einzuleiten. Was verändert sich im Ruhrpott? Und was passiert mit Niclas Füllkrug?

Von Luca Wolkstein

Mit Marco Reus, Mats Hummels und Edin Terzic verliert der BVB zur neuen Saison zwei Vereinslegenden und eine zumindest prägende Figur der vergangenen und durchaus erfolgreichen Jahre.

Dieser Verlust muss nicht nur in qualitativer Hinsicht aufgefangen werden, in erster Linie gilt es, Reus und Hummels als charakterstarke Führungsspieler zu ersetzen.

Der Umbruch beim BVB wird eine Herkulesaufgabe, der sich an der Spitze in Lars Ricken als Geschäftsführer Sport, Sven Mislintat als Technischer Direktor, Sebastian Kehl als Sportdirektor und Nuri Sahin als Trainer stellen müssen.

Gerade Sahin steht dabei im Fokus und unter dem Brennglas der Eindrücke der vergangenen Terzic-Jahre. Die Vorschusslorbeeren in Dortmund sind qua seiner Spielererfolge und seines ersten Eindrucks, den er als Co-Trainer im vergangenen Halbjahr hinterließ, groß.

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Sahin drückt dem BVB seinen Stempel auf

"Nuri hat im vergangenen halben Jahr bewiesen, wie sehr er als Trainer zum BVB passt. Er hat es geschafft, die gesamte Mannschaft hinter sich zu vereinen, das ist eine wichtige Qualität", lobte der scheidende BVB-Boss Hans-Joachim Watzke den neuen Cheftrainer.

Doch der Druck ist groß, denn letztlich gilt es für den 35-Jährigen ab Tag eins darum, ein Champions League-Finale, eine Fast-Meisterschaft und einen DFB-Pokalerfolg zu übertreffen. Am Abschneiden in jedem dieser Wettbewerbe wird der neue Cheftrainer am Ende der Saison gemessen werden. 

Als Unterstützung für die Trainerbank baut Sahin daher auf Joao Tralhao und Ertrugul Arslan, sowie Fanliebling Lukasz Piszczek. Ein neuer Toptalente-Coach ist ebenfalls Teil des Dortmunder Stabes, auch hier bediente man sich in Person von Mathias Schiele beim VfB Stuttgart (dazu später mehr).

Sven Bender, der gemeinsam mit Sahin als Co-Trainer und Verantwortlicher für die Defensive zu Beginn des Jahres gekommen war, zog es aufgrund seiner familiären Situation vor, sein Amt niederzulegen. Hätte er gewollt, hätte er wohl im Trainerteam von Sahin sicher seinen Platz gehabt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sensations-Wechsel von Mats Hummels wohl auf der Zielgeraden

  • Dortmund schnappt sich wohl Italien-Juwel Samuele Inacio

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Inhaltlich hat Sahin klare Vorstellungen. Laut "Sport Bild" will er wieder vermehrt auf Ballbesitzfußball bauen, kombiniert mit explosivem Konterfußball, den er aus der "Heavy Metal"-Ära von Jürgen Klopp kennt.

Außerdem soll die Entwicklung und Förderung junger Talente für Sahin ein essenzielles Puzzleteil sein, unter anderem Julian Duranville und Jamie Bynoe-Gittens dürfen sich deutlich mehr Spielzeit erhoffen. Das Gleiche gilt für Kjell Wätjen. Der BVB will wieder Anlaufstelle Nummer eins werden für die Top-Talente im Weltfußball. Diese Identität, die die Schwarz-Gelben eins auszeichnete verwischte in den vergangenen Jahren immer mehr.

Noch viel wichtiger ist Sahin jedoch der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft, der wieder zunehmen soll. Nur vier Spieler sind laut "Sport Bild" aktuell gesetzt: Gregor Kobel im Tor, Julian Ryerson als Außenverteidiger und das neue Innenverteidier-Duo.

Nico Schlotterbeck soll gemeinsam mit dem vom VfB Stuttgart verpflichteten Waldemar Anton die Leaderrolle beim BVB übernehmen.

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Sancho, Guirassy oder Pascal Groß - Wer kommt?

Für Anton zog der BVB dem Vernehmen nach die Ausstiegsklausel in Höhe von 22,5 Millionen Euro. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, jedoch besteht kein Zweifel am Wechsel des VfB-Kapitäns. Anton ist jedoch nicht der einzige VfB-Star, den es nach der herausragenden Vizemeister-Saison ins Ruhrgebiet zieht. 

Auch Serhou Guirassy soll sich für einen Wechsel nach Dortmund entschieden haben. Noch ist ein Transfer nicht offiziell, Stuttgarter Medien berichten jedoch einstimmig von einer Einigung, der Stürmer aus Guinea besitzt wie Anton eine Ausstiegsklausel. Preisschild: circa 20 Millionen Euro.

Balotelli wehrt sich nach mutmaßlichem Suff-Video

Aber der BVB sieht sich tatsächlich auch außerhalb des Schwabenlandes um. Neben dem französischen Mittelfeldspieler Rayan Cherki von Olympique Lyon, die "L'Equipe" berichtet bereits von einem fixen 15-Millionen-Deal, sollen noch ein Linksverteidiger und ein spielstarker Sechser die Transferziele der Borussia sein.

Für die linke Seite fällt nach dem verlorenen Wettbieten um den so überzeugenden Leihspieler Ian Maatsen gegen Aston Villa immer wieder der Name von Türkei-Shootingstar Ferdi Kadioglu (Fenerbahce Istanbul). Als spielstarker Sechser sind unter anderem Pascal Groß (Brighton & Hove Albion) und Jerdy Schouten (PSV) im Gespräch.

Groß könnte gar aufgrund seiner Vertragssituation und seines Alters (33) zum Schnäppchen werden. Von einer Ablöse von maximal acht Millionen Euro ist die Rede. 

Ein Wechsel des verlorenen Sohnes Jadon Sancho, der wie Maatsen gerne bei der Borussia geblieben wäre, ist hingegen Stand jetzt kaum realisierbar. Die von Manchester United geforderten 50 Millionen Ablöse ist man in Dortmund weder bereit, noch fähig, zu zahlen.

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BVB-Problemfall Süle - was wird aus Füllkrug?

Um Geld für entsprechende Neuzugänge freizuschaufeln, muss man in Dortmund definitiv Spieler abgeben. "Sky" bezifferte das Transferbudget für den BVB im Transfersommer auf 40 Millionen Euro, exklusive Verkäufe. Diese Summe wäre mit den beiden Stuttgartern bereits verpulvert.

Verkaufsbereit ist der BVB dem Vernehmen nach bei einigen Spielern.  So soll Top-Verdiener Sebastien Haller (9 Millionen Euro jährlich) das Interesse des FC Juarez aus Mexiko sowie von Besiktas auf sich gezogen haben. Besonders der Süper-Lig-Klub soll bereits im Austausch mit dem BVB-Management über eine Ablöse stehen.

Klarer Abgangskandidat ist dem Vernehmen nach auch Gio Reyna, für den nach seiner enttäuschenden Leihe zu Nottingham Forrest kein Platz im Kader ist.

Weitere Abgangskandidaten sind Salih Özcan, Donyell Malen und Problemfall Niklas Süle

Als gesprächsbereit gilt der BVB  außerdem bei Donyell Malen, Salih Özcan und Problemfall Niklas Süle, der immer wieder mit Fitnessproblemen zu kämpfen haben soll und seinem Anspruch, eine Führungsrolle beim BVB einzunehmen, nie gerecht wurde. Bei einem guten Angebot werde man in Dortmund über einen Verkauf nachdenken, so decken sich diverse Medienberichte.

Fraglich ist noch die Situation von Karim Adeyemi und Niklas Füllkrug. Einen Abgang von Adeyemi hatte Kehl im Mai noch kategorisch ausgeschlossen. "Karim steht nicht auf der Verkaufsliste, das ist absoluter Blödsinn“, sagte Kehl.

Und Füllkrug? Der soll von der Guirassy-Verpflichtung zumindest "irritiert" gewesen sein und in den Tagen nach der EM das Gespräch mit Sahin und den BVB-Bossen suchen wollen. Allerdings wolle er sich laut "Bild" dem neuen Konkurrenzkampf in der BVB-Sturmspitze stellen. 

Zuvor hatte "Sky" berichtet, dass sich ausgerechnet der VfB Stuttgart nach Füllkrug informiert habe. Ein Wechsel zu den Schwaben sei jedoch kein Thema - allein schon aufgrund des Gehaltsniveaus des DFB-Stars (7 Millionen Euro jährlich).

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