Motorsport
Formel 1: Power Ranking der elf Teams vor dem Saisonstart
- Veröffentlicht: 03.03.2026
- 00:01 Uhr
- Oliver Jensen
Der Saisonstart der Formel 1 in Australien steht bevor. Aufgrund des neuen technischen Reglements könnten sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben. ran verrät im Powerranking, wie die Teams aufgestellt sind.
von Oliver Jensen
Der Saisonstart der Formel 1 2026 in Australien steht bevor. Die Testfahrten lieferten erste Hinweise, wie schnell die einzelnen Autos sind.
11. Aston Martin
Das große Sorgenkind der Formel 1. Bei den Testfahrten in Bahrain legte das Team mit Abstand die wenigsten Runden zurück - und fuhr die langsamsten Zeiten. Das erstmals selbst gebaute Getriebe sowie die Power Unit von Honda funktionieren nicht. Der Einfluss von Teamchef und Star-Ingenieur Adrian Newey ist noch nicht feststellbar. "Die Frage ist, wie schnell Honda die Probleme in den Griff bekommt. Wenn das zwei, drei Monate dauert, wäre das natürlich ein Riesenrückschlag", sagt Sky-Experte Ralf Schumacher.
10. Cadillac
Cadillac muss sich als neues Team hinten einordnen, hat aber bei den Testfahrten trotz vereinzelter technischer Probleme einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. "Ich bin von Cadillac positiv überrascht", sagt Schumacher. "Auch wenn die Performance nicht ganz so stark war, muss man ihnen zugutehalten, dass sie ein Team aus dem Boden gestampft haben, das bei den Tests problemlos gefahren ist. Das war großes Kino." Die große Erfahrung der Piloten Sergio Perez und Valtteri Bottas scheint dem Team gut zu tun.
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9. Williams
Für Williams hätte das Jahr kaum schlechter beginnen können. Probleme bei Crashtests und der Produktion sorgten dafür, dass der Traditions-Rennstall die ersten Testfahrten in Barcelona verpasste. Gerade bei einem neuen technischen Reglement ist dies von großem Nachteil. Wenig überraschend waren Carlos Sainz und Alexander Albon bei den Testfahren in Bahrain langsam unterwegs. "Williams sieht für mich nach einer kleinen Enttäuschung aus", sagt Schumacher.
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8. Audi
Audi ist neu in der Formel 1 und hat das Sauber-Team übernommen. Der VW-Tochter hat für ihr Formel-1-Debüt einen eigenen Motor entwickelt, der bei den Testfahrten einen sehr zuverlässigen Eindruck machte. Kleinere Probleme mit dem Getriebe dürften sich beseitigen lassen. "Ich war beeindruckt, wie viele Runden sie gefahren sind. Das sah nicht schlecht aus", lobte Schumacher. Mit dem erfahrenen Nico Hülkenberg und dem jungen talentierten Gabriel Bortoleto hat Audi einen guten Fahrermix.
7. Racing Bulls
Bei den Testfahrten blieben die Racing Bulls etwas hinter den Erwartungen zurück. Aber das Entscheidende ist: Der Wagen machte keine Schwierigkeiten. Genauso wie Red Bull ist Racing Bulls mit einem eigenen Antrieb unterwegs, der in Zusammenarbeit mit Ford entwickelt wurde. Racing Bulls ist das einzige Team, das mit Arvid Lindblad einen Neuling im Cockpit hat. Das kann ein Nachteil sein - muss es aber nicht.
6. Alpine
Vergangene Saison landete Alpine abgeschlagen auf dem letzten Platz der Konstrukteurswertung. Teamchef Flavio Briatore kündigt in der Netflix-Serie "Drive to Survive" an: "Wenn wir 2026 auch wieder Letzter sind, wechsele ich den Job." Alpine legte in der Entwicklung den Fokus früh auf 2026, ist zudem neuerdings mit einem Mercedes-Motor unterwegs. Bei der letzten Testwoche in Bahrain fuhr Pierry Gasly die achtschnellste Zeit - nur die Fahrer aus den vier Top-Teams waren schneller. Auch Frano Colapinto war mit Rang 11 ordentlich unterwegs.
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5. Haas
Haas war eine der positiven Überraschungen der Testfahrten. "Haas war nicht schlecht unterwegs, sie sind aber auch sehr aggressiv vorgegangen", sagt Schumacher. Er will damit sagen: Das US-Team mit dem chronisch schmalen Budget hat alles gezeigt, was im Auto steckt. Das war ordentlich: Oliver Bearman fuhr die neuntschnellste Zeit. Der 20-Jährige Brite ist ein Top-Talent, der viel aus dem Auto herausholt. Haas dürfte gelegentlich positiv überraschen.
4. Red Bull
Für Red Bull bricht ein neues Zeitalter an. Erstmals gehen sie mit einem eigenen Antrieb in die Saison, der zusammen mit Ford entwickelt wurde. Die Power Unit arbeitet zuverlässig. Auch wenn das energiesparende Fahren Max Verstappen keine Freude macht, scheint er das bereits sehr gut zu beherrschen. Ohnehin scheint das Auto beim Energie-Management vielen Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein.
3. McLaren
McLaren stellte in der vergangenen Saison mit Abstand das beste Auto. Stellt sich die Frage, wie gut sie mit dem neuen Reglement zurechtkommen. Oscar Piastri fuhr in der letzten Testwoche in Bahrain die drittschnellste Zeit, Lando Norris die viertschnellste Zeit. Nur Kimi Antonelli (Mercedes) und Charles Leclerc (Ferrari) waren schneller. Das lässt auf eine ordentliche Saison hoffen.
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2. Ferrari
Ferrari war die positive Überraschung der Testfahrten. Charles Leclerc drehte in Bahrain mit 1:31,992 Minuten die mit Abstand schnellste Runde der letzten Bahrain-Woche. Auch Lewis Hamilton scheint nach seiner Katastrophen-Saison wieder zuversichtlich zu sein. Beide waren nicht nur auf einer Runde schnell, sondern auch bei den Longruns. "Das Team ist super aufgestellt", glaubt Schumacher.
1. Mercedes
Mercedes scheint den Umstieg auf das neue technische Reglement am besten gemeistert zu haben. Die Erfahrungen einiger Ingenieure aus der Formel E kommt dem Team zugute. "Ich glaube, Mercedes hat in den Testfahrten noch wenig gezeigt", sagt Schumacher. "Das Auto ist noch viel stärker." Sollte das stimmen, dürfte Mercedes schwer zu besiegen sein.