Es wird ernst in der Königsklasse
Champions League: Power Ranking vor den Hinspielen im Achtelfinale - FC Bayern zurück auf Spitzenplatz
- Aktualisiert: 09.03.2026
- 22:01 Uhr
- ran.de
Die Hinspiele im Achtelfinale der Champions League stehen an. Wie sieht das Kräfteverhältnis im höchsten europäischen Wettbewerb aktuell aus?
In der Champions League wird es ernst.
Nach den Playoff-Duellen in der "Königsklasse" geht es Schlag auf Schlag weiter mit den Achtelfinal-Partien.
Sechzehn verbliebene Teams kämpfen um den heißbegehrten Henkelpott, darunter sind mit dem FC Bayern und Bayer Leverkusen auch zwei deutsche Vertreter. Borussia Dortmund unterlag Atalanta Bergamo in den Playoffs, Eintracht Frankfurt hatte zuvor bereits keine Chance mehr auf die K.o.-Phase.
ran zeigt das Power Ranking. Hier wird die aktuelle Form der Klubs in Verbindung mit der Kaderqualität betrachtet. Es ist also eine Mischung aus beidem, die ein möglichst realistisches Bild der Mannschaften darstellen soll.
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16. Platz: Tottenham Hotspur
Nach Platz 17 in der Vorsaison sollte unter Thomas Frank alles anders werden und der Anschluss an die Top-Teams in der Premier League mit Hilfe von großen Transfers wie Ex-Leipzig-Star Xavi Simons geschafft werden. Daraus wurde jedoch nichts, die "Spurs" rennen den eigenen Ansprüchen weiter meilenweit hinterher und dümpeln in der Liga erneut in Nähe der Abstiegsplätze (Platz 16, 29 Punkte nach 29 Spieltagen).
Mitte Februar übernahm Igor Tudor, vom berüchtigten Trainerwechseleffekt war jedoch nichts zu spüren. Seitdem setzte es drei Pleiten aus drei Spielen gegen den FC Arsenal, FC Fulham und Crystal Palace.
In der Liga wartet man in diesem Jahr noch auf den ersten Sieg. Die einzigen beiden Erfolge 2026 gelangen in der Champions League gegen den BVB und Frankfurt.
Vor dem Duell mit Atletico Madrid würden wohl nur die wenigsten einen Pfifferling auf die Londoner setzen trotz Platz vier nach der Ligaphase mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage.
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15. Platz: Atalanta Bergamo
Die Mannschaft von Trainer Raffaele Palladino ist der letzte italienische Vertreter in der "Königsklasse".
Mit einem 4:1-Sieg im Rückspiel gegen den BVB konnte die 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel noch gedreht werden. Nun wartet mit dem FC Bayern der nächste deutsche Gegner und eines der schwersten Lose.
In der Liga hat Atalanta in dieser Saison nichts mit dem Titelrennen zu tun. Auch eine erneute Qualifikation zur Champions League wird eng. Nach 28. Spieltagen in der Serie A liegt Bergamo nur auf Platz sieben.
Am Wochenende gab es nur ein 2:2 im Heimspiel gegen Udinese Calcio.
14. Platz: Bayer Leverkusen
Mit einem 2:0 auswärts bei Olympiakos Piräus und einem 0:0 zuhause setzte sich Bayer Leverkusen in den Playoffs durch - nun wartet das Duell mit dem FC Arsenal, einem der Top-Favoriten auf den Titel.
In der Liga läuft es derzeit eher durchwachsen. Nach 25 Spieltagen liegt die Werkself auf dem 6. Platz. Von den letzten fünf Bundesliga-Spielen konnten nur zwei gewonnen werden.
Drei Unentschieden standen dabei zu Buche, zuletzt am Wochenende das 3:3 gegen den SC Freiburg. Nicht die besten Vorzeichen für das Duell mit den Gunners.
13. Platz: Newcastle United
Neben Tottenham läuft es auch für Newcastle ebenfalls alles andere als rund in der Premier League.
Nach 29 Spieltagen liegen die "Magpies" nur auf Rang zwölf. Die erneute Qualifikation für die "Königsklasse" kann man mit 12 Punkten Rückstand auf Rang vier quasi bereits abhaken. Bei Manchester City und zuhause gegen den FC Everton gingen die letzen beiden Ligaspiele verloren und auch am Wochenende im FA Cup unterlag man zuhause erneut gegen ManCity.
Auch der im Sommer noch als nächster Star gefeierter Neuzugang Nick Woltemade hat derzeit mit Problemen zu kämpfen. Nach einer starken Anfangsphase hat der deutsche Nationalspieler seinen Stammplatz verloren und kommt unter Trainer Eddie Howe fast ausschließlich nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz.
In den CL-Playoffs konnte Newcastle sich souverän mit 9:3 in der Addition gegen Qarabag Agdam durchsetzen, im Achtelfinale wartet mit dem FC Barcelona nun aber ein anderes Kaliber.
12. Platz: Galatasaray Istanbul
In Istanbul hofft man auf ein Deja-vu aus der Ligaphase, als man sensationell mit 1:0 gegen den FC Liverpool gewinnen konnte.
Galatasaray konnte sich in den Playoffs nach einem 5:2 im Hinspiel gegen Juventus Turin ein 2:3 im Rückspiel zum Erreichen des Achtelfinales erlauben.
In der Liga eilt man derweil von Erfolg zu Erfolg und ist weiterhin auf Meisterschaftskurs vor Erzrivale Fenerbahce. Gegen Stadtrivale Besiktas gab es am Wochenende einen knappen 1:0-Auswärtssieg.
Die frenetischen Gala-Anhänger werden den Rams Park im Hinspiel gegen Liverpool am Dienstag zum Tollhaus machen. Außenseiter ist Galatasaray trotzdem.
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11. Platz: Sporting Lissabon
Sporting verpasste es am Samstag durch ein 2:2 im Top-Spiel bei Sporting Braga, den Druck auf Tabellenführer FC Porto zu erhöhen. Im Pokal, der Taca de Portugal, konnte man sich wenige Tage zuvor gegen den großen Rivalen jedoch mit 1:0 im Halbfinale durchsetzen.
In der "Königsklasse" gelang mit Platz sieben (fünf Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen) die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale. Dabei wurde Ende Januar ein Statement-Erfolg mit dem 2:1-Sieg gegen PSG gefeiert.
Nun wartet mit dem FK Bodö/Glimt die Überraschungsmannschaft des Wettbewerbs, die sensationell den Vorjahresfinalisten Inter Mailand aus dem Wettbewerb kegeln konnten. Was für Sporting eine unangenehme Aufgabe werden dürfte.
10. Platz: FK Bodö/Glimt
Die Norweger sorgten für den Schocker in den Playoffs. Nach dem 3:1 im Hinspiel gegen Inter konnte auch das Rückspiel in Mailand mit 2:1 gewonnen werden.
Bodö/Glimt überraschte in der Champions League in dieser Saison bereits zahlreiche Top-Teams. ManCity unterlag in Norwegen sensationell mit 1:3, bei Atletico konnte man ebenfalls mit 2:1 gewinnen.
Am Donnerstag gewann Bodö/Glimt die Generalprobe für die Königsklasse mit dem 2:1 bei Molde FK im NM-Cup. Zu erwähnen ist, dass die Skandinavier ihre Heimspiele im Aspmyra-Stadion auf Kunstrasen austragen - ein weiterer Vorteil, um die sensationelle Reise durch die Champions League fortzusetzen.
9. Platz: Real Madrid
Wie gut sind die "Königlichen" unter Alonso-Nachfolger Alvaro Arbeloa? Diese Frage zieht sich durch die vergangenen Monate und stellt sich auch vor der heißen Phase der Königsklasse.
Die Generalprobe verlief für Real Madrid durch den Last-Minute-Treffer von Fede Valverde zum 2:1 bei Celta Vigo am Freitag gerade so noch erfolgreich.
Das Millionen-Ensemble um Kylian Mbappe und Vinicius Junior strauchelte zuletzt in der Liga aber gegen die schwächeren Teams. Zuhause gegen Getafe unterlag man mit 0:1, zuvor setzte es bereits ein 1:2 bei CA Osasuna. Nach 27 Spieltagen beträgt der Rückstand auf den FC Barcelona vier Punkte.
In den Playoffs der Königsklasse setzten sich die Madrilenen mit 1:0 und 2:1 gegen Benfica Lissabon durch. Vor dem Kracher-Achtelfinale gegen ManCity steigt der Druck, es wird deutlich mehr erwartet von der Star-Truppe.
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8. Platz: Atletico Madrid
Der Jahresauftakt verlief durchwachsen für Atletico Madrid. Im Halbfinale der Supercopa unterlag man Real Madrid, in La Liga gab es nur ein mageres 0:0 bei Kellerkind UD Levante und eine Niederlage bei Betis Sevilla.
Seit Mitte Februar zeigt sich das Team von Trainer Diego Simeone aber in deutlich verbesserter Form. Auslöser für das Formhoch war das 4:0 im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey gegen den FC Barcelona.
In den Playoffs der Königsklasse konnte man ein 3:3 beim FC Brügge erringen und dann souverän das Weiterkommen mit einem 4:1 im Rückspiel sichern. Am Wochenende gelang ein 3:2-Erfolg in der Liga gegen Real Sociedad San Sebastian.
Gegen das taumelnde Tottenham ist Atletico deshalb klar in der Favoritenrolle.
7. Platz: FC Chelsea
Mit 16 Punkten (fünf Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen) landete der FC Chelsea auf Platz sechs der Ligaphase und qualifizierte sich direkt für das Achtelfinale.
In der Premier League liegt das Team des neuen Trainers Liam Rosenior, der im Januar die Londoner übernahm, nach 29 Spieltagen nur auf dem fünften Tabellenplatz. Zu häufig wurden Punkte gegen schwächere Gegner liegen gelassen, wie beim 1:1 gegen den FC Burnley vor wenigen Wochen.
In den Topspielen sah man in den letzten Monaten zudem alt aus. Bei drei Aufeinandertreffen mit dem großen Rivalen FC Arsenal in 2026 setzte es jeweils eine Niederlage (2:3 und 0:1 im Halbfinale des League Cup, 1:2 in der Liga).
Die Generalprobe gelang derweil vor dem Duell mit PSG in der Königsklasse mit dem 4:2 bei Zweitligist AFC Wrexham im FA Cup am Wochenende.
6. Platz: Paris Saint-Germain
Es kriselt derzeit bei Titelverteidiger Paris St. Germain.
In den CL-Playoffs konnte man sich zwar knapp gegen den Liga-Rivalen AS Monaco nach einem 3:2 und 2:2 durchsetzen, die Meisterschaft ist jedoch spannender, als es PSG lieb sein dürfte.
PSG verlor erst mit 1:3 bei Stade Rennes. Am Freitag unterlag das Star-Ensemble von Trainer Luis Enrique dann mit 1:3 zuhause gegen Monaco. Der RC Lens kommt damit immer näher an die Tabellenspitze in der Ligue 1.
Keine guten Vorzeichen vor dem Hinspiel in der Königsklasse gegen den FC Chelsea. Im Hinspiel im Parc des Princes am Mittwoch müssen Ballon d'or-Sieger Ousmane Dembele und Co. eine Schippe drauflegen.
5. Platz: FC Liverpool
Trotz Mega-Investitionen im Sommer rennt das Team von Trainer Arne Slot weiter den Erwartungen hinterher. In der Premier League liegt der FC Liverpool nach 29. Spieltagen nur auf dem sechsten Platz.
Beim Tabellenschlusslicht, den Wolverhampton Wanderers, setzte es zuletzt eine 1:2 Pleite in der Liga, im FA Cup wenige Tage später konnten die "Reds" sich dann erneut auswärts mit 3:1 durchsetzen.
Mit dem Kampf um die Meisterschaft hat man in diesem Jahr nichts zu tun. Die erneute Qualifikation zur Champions League ist das Minimalziel des Star-Teams um Florian Wirtz, bei dem sich nach der Spielzeit personell und womöglich auch auf der Trainerbank einiges ändern könnte.
In der Königsklasse zählt man entsprechend nicht zu den Top-Favoriten. Mit dem Duell gegen Galatasaray kommt es nun zu einem Wiedersehen, nachdem das Aufeinandertreffen in der Ligaphase mit 0:1 in Istanbul verloren ging.
4. Platz: Manchester City
Im Winter kamen mit Verteidiger Marc Guehi und Flügelspieler Antoine Semenyo zwei hochkarätige Neuzugänge nach Manchester.
Dennoch droht das Team von Star-Trainer Pep Guardiola in dieser Spielzeit den Titel in der Premier League zu verpassen. Der FC Arsenal thront weiterhin an der Spitze. Zuletzt gab es für City nur ein 2:2 im Heimspiel gegen Nottingham Forest.
Vor dem Achtelfinal-Hinspiel bei Real gewannen die "Citizens" am Wochenende im FA Cup mit 3:1 bei Newcastle.
Ebenfalls positiv: Anfang Dezember konnte ManCity bereits in der Ligaphase mit 2:1 in Madrid gewinnen.
3. Platz: FC Barcelona
Zuhause ist der FC Barcelona eine Macht, einzig beim 1:2 gegen PSG Anfang Oktober ließ man vor heimischem Publikum in dieser Spielzeit überhaupt Punkte liegen.
Auswärts tat sich die "Blaugrana" zuletzt aber häufig schwer. In der Copa del Rey setzte es im Halbfinal-Hinspiel gegen Atletico Madrid eine herbe 0:4-Pleite. Und auch das darauffolgende Gastspiel in La Liga verlor man mit 1:2 beim FC Girona.
Die Generalprobe vor dem Hinspiel bei Newcastle konnte bei Athletic Bilbao jedoch mit 1:0 gewonnen werden.
Gegen die Engländer ist das Team von Trainer Hansi Flick nichtsdestotrotz deutlich favorisiert.
2. Platz: FC Arsenal
Der FC Arsenal verliert seinen Spitzenplatz im Power Ranking nach der Ligaphase, obwohl wettbewerbsübergreifend die letzte Niederlage zwölf Spiele her ist. Ende Januar unterlagen die "Gunners" mit 2:3 in der Premier League zuhause gegen Manchester United.
Auch wenn es keine Niederlagen für die Mannen von Trainer Mikel Arteta setzte, war zuletzt etwas Sand im Getriebe. Auswärts ließ man beim FC Brentford und in Wolverhampton jeweils Punkte liegen. Dennoch liegt Arsenal weiter auf Meisterschaftskurs und hat sieben Punkte Vorspurng auf ManCity, aber auch ein Spiel mehr absolviert.
Mit einer B-Elf gewann man am Wochenende im FA Cup bei Drittligist Mansfield Town mit 2:1. Nun wartet mit Leverkusen eine Pflichtaufgabe.
Auch in einem möglichen Viertelfinale hätten die Engländer Losglück und würden auf den Sieger des Duells Bodö/Glimt gegen Sporting treffen.
1. Platz: FC Bayern München
Vor den entscheidenden Wochen der Saison stellt sich die Frage, ob der deutsche Rekordmeister womöglich zu früh in der Spielzeit seine Bestform erreicht hatte und die fehlende Spannung in der Bundesliga womöglich zum Nachteil werden könnte.
Nach 25. Spieltagen ist der Gewinn der Meisterschale nur noch Formsache bei elf Punkten Vorsprung auf den BVB. Mit Bergamo zog man einen machbaren Gegner, im Viertelfinale würde dann aber ein echter Kracher auf den FCB warten: Die vorab bereits ausgeführte Losung des Turnierbaums sieht ein Duell mit dem Gewinner des Hammer-Duells zwischen ManCity und Real vor.
Spannend wird in den kommenden Wochen auch zu sehen sein, wie der FC Bayern seine Verletzungsprobleme in den Griff bekommt. Torhüter Manuel Neuer erlitt seit Dezember zwei Faserrisse und musste gegen Borussia Mönchengladbach erneut zur Halbzeit angeschlagen raus.
Daneben fehlten gegen die "Fohlen" auch die Defensiv-Spieler Alphonso Davies und Hiroki Ito (beide Muskelfaserriss) zum wiederholten Male sowie auch Star-Stürmer Harry Kane. Der Engländer soll gegen Bergamo nach einem Schlag auf die Wade laut Trainer Vincent Kompany aber bereits wieder dabei sein.