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Bundesliga

FC Bayern: Darum sollte sich der Rekordmeister intensiv mit Nico Schlotterbeck befassen - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 09.10.2025
  • 13:44 Uhr
  • Chris Lugert

Die Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern München und Dayot Upamecano gestalten sich weiterhin zäh. Wie gut, dass es eine Alternative gibt - und die heißt Nico Schlotterbeck. Ein Kommentar.

Von Chris Lugert

Max Eberl ist aktuell wahrlich nicht zu beneiden. Obwohl der Sportvorstand des FC Bayern München im Sommer den Kader verschlankt und die Gehaltsstruktur gesenkt hat, steht der nächste Batzen Arbeit bereits vor der Tür. Mehrere Verträge laufen 2026 aus - vor allem Dayot Upamecano steht dabei weit oben auf der Liste.

Der 26-Jährige gehört in Topform zu den besten Innenverteidigern Europas, doch Eberl kann dem Franzosen nicht jeden finanziellen Wunsch erfüllen, selbst wenn er wollte. Die Folge: Die Verhandlungen laufen, doch mit einer zeitnahen Entscheidung ist nicht zu rechnen.

Was Eberl selbst allerdings nicht zu gesteigerter Hektik veranlasst. "Demnächst gibt es nichts zu verkünden. Wir machen das in aller Ruhe und Gelassenheit. Wir haben klar unsere Vorstellungen", sagte Eberl jüngst bei "Sky".

Vorstellungen gibt es auch auf Upamecanos Seite, angeblich 17 Millionen Euro Handgeld fordert er für eine Verlängerung - und obendrauf auch eine ordentliche Gehaltserhöhung. Laut "Abendzeitung" möchte Upamecano zwischen 15 und 20 Millionen Euro verdienen. Eine Ausstiegsklausel hätte er wohl auch gerne.

Nun könnte man meinen, die Bayern befänden sich in einer schwierigen Verhandlungssituation. Schließlich gibt es Innenverteidiger von Weltformat - und an guten Tagen ist das Upamecano zweifellos - nicht an jeder Straßenecke. Doch es gibt eine Alternative, die der Klub allmählich verstärkt ins Auge fassen sollte.

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BVB in Zwickmühle mit Schlotterbeck

Und die heißt Nico Schlotterbeck. Dessen aktueller Klub Borussia Dortmund erlebt mit dem DFB-Star eine ähnliche Situation wie die Bayern mit Upamecano, nur dass Schlotterbeck noch bis 2027 gebunden ist. Doch weniger Stress bedeutet das nicht, denn der BVB kann sich einen ablösefreien Abgang nicht erlauben.

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Das Wichtigste in Kürze

Weshalb zeitnah die Entscheidung fallen muss, wie es mit Schlotterbeck weitergehen soll. Der möchte in Dortmund ebenfalls deutlich mehr Geld, von 14 Millionen Euro berichtete zuletzt die "Bild". Eine Einigung scheint hier gleichermaßen noch weit entfernt, worauf auch die Aussagen der Beteiligten zuletzt hindeuteten.

Es ist die Chance für die Bayern, zuzuschlagen. Eine Verpflichtung von Schlotterbeck hätte mehrere Vorteile. Das fängt schon damit an, dass die Finanzen in dieser Gegenüberstellung kein Ausschlusskriterium sind.

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Bundesliga-Transfergerüchte: "Natürlich glaube ich" - HSV hat Trumpf im Kampf um Luka Vuskovic

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<em><strong>Luka Vuskovic (Hamburger SV)</strong><br>Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.</em>
© IMAGO/HMB-Media

Luka Vuskovic (Hamburger SV)
Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

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© IMAGO/Revierfoto

Said El Mala (1. FC Köln)
Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

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© 2025 Getty Images

Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

<strong>Julian Ryerson (Borussia Dortmund)</strong><br>Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.
© 2025 Getty Images

Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

Bekommt Upamecano einen Vierjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von 15 Millionen Euro und zusätzlich 15 Millionen Euro Handgeld, umfasst das Gesamtpaket 75 Millionen Euro. Dies wäre aber vermutlich die Untergrenze, günstiger kämen die Bayern wohl auf keinen Fall weg.

Für Schlotterbeck wäre hingegen eine Ablösesumme fällig, die Bayern befänden sich dahingehend im Sommer 2026 aber in einer guten Position, da der BVB verkaufen müsste, um überhaupt noch Geld einzustreichen. Gut möglich, dass sich die Vereine hier bei etwa 30 bis 35 Millionen Euro einigen.

Schlotterbeck kaum oder gar nicht teurer

In Sachen Jahresgehalt wäre Schlotterbeck wohl günstiger zu haben als Upamecano. Seine Forderung nach 14 Millionen Euro beim BVB sollen sich vor allem am Jahresgehalt von Niklas Süle orientieren, ein derartiges Gefälle zwischen Gehalt und Leistung gibt es im Bayern-Kader in der Abwehr aktuell nicht.

Zum Vergleich: Neuzugang Jonathan Tah verdient in München angeblich zwischen zehn und zwölf Millionen Euro. Sollte Schlotterbeck für eine ähnliche Summe unterschreiben, wäre das gegenüber Upamecanos Mindestforderungen immer noch eine spürbare Ersparnis. Das Gesamtpaket liegt in diesem Fall bei etwa 80 Millionen Euro, wäre also nur unwesentlich höher als bei Upamecano - wenn überhaupt.

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Vom Finanziellen abgesehen bietet ein Transfer von Schlotterbeck aber noch weitere Vorzüge, die für die Bayern attraktiv sind. Der ewige Wunsch von Ehrenpräsident Uli Hoeneß, den FC Bayern zum "FC Deutschland" zu formen, indem die besten deutschen Spieler das rote Trikot tragen, würde wieder an Bedeutung gewinnen.

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Schlotterbeck bringt zudem enorme Qualitäten mit und hat in seinem Spiel weniger Schwankungen als Upamecano. Das Niveau, das der BVB-Profi aktuell, so kurz nach einer monatelangen Pause, bereits wieder an den Tag legt, ist mehr als beeindruckend. Und bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit ist er noch gar nicht.

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Schlotterbeck das größere Komplettpaket

Was aber gerade aus taktischer Sicht äußerst relevant werden kann und deshalb ein scheinbar kleiner, aber sehr wichtiger Faktor ist: Schlotterbeck ist Linksfuß. Und die sind sehr begehrt, wenn es um die Besetzung einer Innenverteidigung geht. Ein Rechtsfuß gepaart mit einem Linksfuß gibt zusätzliche Möglichkeiten im Spielaufbau.

Gerade hier verfügt Schlotterbeck über Qualitäten, die es so nur sehr selten gibt. Seine langen Pässe, seine Seitenverlagerungen, sind für einen Abwehrspieler herausragend. Mit seinen ohnehin unbestrittenen Defensivkünsten bietet er ein größeres Komplettpaket als Upamecano - zu einem vergleichbaren Preis.

Die Vertragsverlängerung mit Upamecano dürfte in München weiterhin Priorität haben. Doch es ist Aufgabe eines guten Sportvorstandes, mehrgleisig zu fahren. Der Name Nico Schlotterbeck strahlt hier so hell wie eine Leuchtreklame.

Und er bietet eine mehr als brauchbare Alternative, sollte der Poker mit Upamecano Dimensionen erreichen, die nicht mehr vertretbar sind.

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