Es gab auch andere Indizien, die darauf hindeuteten, dass Trainer Arne Slot dem 125-Millionen-Neuzugang von Bayer Leverkusen bei den Blues eine kleine Denkpause verordnen würde.
Geholfen aber hat es nur wenig. Denn auch nach der bitteren 1:2-Niederlage des FC Liverpool, bei der Wirtz erst in der zweiten Halbzeit mitwirken durfte, bleibt die Erkenntnis, dass er noch immer fremdelt im neuen roten Trikot.
Oder, wie es das "Liverpool Echo" ausdrückte: "Das Warten auf den wirklichen 'Ankunftsmoment' geht weiter."
Dabei ist es keineswegs so, dass ihm in Liverpool das Selbstbewusstsein abhandengekommen wäre.
Gegen Chelsea führte er sich beim Stand von 0:1 aus Sicht seines Teams gleich mal mit einem eingesprungenen Hackenpass aus der Drehung auf Mo Salah ein, der seinen Platz in jedem Highlight-Video dieser Saison jetzt schon sicher hat.
"Es macht Spaß, ihnen zuzusehen", sagte Liverpools Legende Kenny Dalglish im "Podcast Stick to Football", betonte aber auch: "Das Gewinnen wäre wichtiger als die Unterhaltung."
Auch Wirtz‘ Zirkuseinlage war am Ende eher brotlose Kunst, weil Salah anschließend den Ball nicht im Tor untergebracht hat. Während man das Wirtz nun weiß Gott nicht zum Vorwurf machen kann, verhält es sich bei seiner Hackenablage im gegnerischen Strafraum im Spiel bei Galatasaray ganz anders.
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Die war erstens überflüssig, fand zweitens den Abnehmer nicht und trug deswegen drittens direkt zur Entstehung des Siegtreffers für die Hausherren bei.
Es sind eher die oft falschen Entscheidungen und das fehlende Spielverständnis mit seinen Teamkollegen, die den deutschen Nationalspieler noch nicht richtig ankommen lassen.
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Florian Wirtz: Statistiken deutlich schlechter als bei Leverkusen
Dabei sind die statistischen Werte nicht der Grund, sondern Ausdruck dessen, dass der 22-Jährige noch nach seiner Form sucht.
Und dennoch machen Zahlen nun einmal sehr deutlich sichtbar, wie groß der Unterschied zwischen dem Leverkusener Wirtz und dem aus Liverpool momentan ist.
Sieht man einmal von seiner Vorlage beim eher unbedeutenden Saison-Aufgalopp im Community Shield gegen Crystal Palace ab, steht Wirtz für die Reds nach neun Pflichtspielen noch bei null Toren und null Assists.
In der vergangenen Saison hatte er nach derselben Anzahl an Einsätzen schon sechs Tore und eine Vorlage auf seinem Konto.
Damals aber war er in der Offensive der Spieler, um den sich alles drehte, der sämtliche Freiheiten hatte. Und, nicht zu vergessen: Die Werkself war zu dieser Zeit eine seit Jahren eingespielte Truppe, in der jeder immer wusste, wo der andere war und was der andere tat.
Das ist in Liverpool nun ganz anders. Nicht nur Wirtz wurde im vergangenen Sommer bekanntlich für viel Geld nach Anfield gelockt, sondern auch Hugo Ekitike und Alexander Isak.
Damit streiten sich nun insgesamt sechs Spieler um die vier offensiven Positionen im 4-2-3-1-System von Coach Slot. Denn aus der jüngsten Meistersaison sind mit Salah, Dominik Szoboszlai und Cody Gakpo noch drei Spieler da, die sich vom neuen Trio nicht so einfach verdrängen lassen wollen.
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Internationale Transfergerüchte: Argentinien-Star vor Chelsea-Flucht?
Enzo Fernández (FC Chelsea) 121 Millionen Euro hat der FC Chelsea gezahlt, um Enzo Fernández bis 2032 zu binden. Schon gut sechs Jahre vor Vertragende soll der Argentinier aber unzufrieden in London sein, was laut "L'Equipe"-Angaben mit dem Aus von Trainer Enzo Mareca zusammenhängt. Dem Bericht zufolge hat PSG Fernández als Langzeit-Projekt im Visier. Im Winter soll es aber noch keinen Vorstoß geben.
Yan Diomande (RB Leipzig) Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.
Vinicius Junior (Real Madrid) Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.
Kees Smit (AZ Alkmaar) Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "AS" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.
Kees Smit (AZ Alkmaar) Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "AS"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.
Mohamed Salah (FC Liverpool) Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.
Robert Lewandowski (FC Barcelona) Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.
Sergio Ramos (CF Monterrey) Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.
Pep Guardiola (Manchester City) Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.
Mason Greenwood (Olympique Marseille) Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...
Mason Greenwood (Olympique Marseille) ... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.
Julian Alvarez (Atletico Madrid) Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro ...
Julian Alvarez (Atletico Madrid) Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.
FC Liverpool: Arne Slots Rotationen sind teilweise fragwürdig
Das steigert natürlich den Konkurrenzkampf. Andererseits macht es die Aufgabe für den niederländischen Trainer nicht einfacher, auf jeder Position den besten Spieler aufzustellen.
Das ist noch einigermaßen gut zu moderieren, wenn man Erfolg hat. Wenn nicht – wie derzeit nach drei Niederlagen in Folge – führt es auch beim bislang so hoch geschätzten Slot zu solch fragwürdigen Entscheidungen wie beim 0:1 gegen Galatasaray.
Da ließ er nicht nur Salah und Isak erst einmal draußen, sondern stellte Szoboszlai auch noch hinter den bislang ebenfalls enttäuschenden Ex-Leverkusener Jeremie Frimpong auf die rechte Abwehrseite.
Ein Experiment, das völlig nach hinten losging – nicht nur weil der Ungar durch seinen ungestümen Einsatz im eigenen Strafraum den Elfmeter und damit das entscheidende Gegentor verursachte.
Wirtz wird von Szoboszlai auf den linken Flügel verdrängt
Auch Wirtz fand sich schon auf einer für ihn eher ungewohnten Position wieder, als er bei der Liga-Niederlage gegen Crystal Palace vor einer Woche auf die linke Außenbahn ausweichen musste.
Im offensiven Zentrum agierte Szoboszlai, der diese Position in der so erfolgreichen letzten Saison für Liverpool meistens bekleidete.
Diese Rotationen zeigen, dass das aktuelle Team des FC Liverpool noch weit entfernt davon ist, so eingespielt zu sein wie die Leverkusener Mannschaft der vergangenen Jahre. Diese Erkenntnis gehört bei der Beurteilung des Fehlstarts von Wirtz bei den Reds auch dazu.