NFL: New England Patriots das beste Team der AFC? Darum ist der aktuelle Erfolg trügerisch - ein Kommentar
Veröffentlicht: 14.11.2025
13:38 Uhr
Chris Lugert
Die New England Patriots stehen nach ihrem Sieg im Thursday Night Game gegen die New York Jets an der Spitze der AFC. Doch den Beweis, ein echtes Topteam zu sein, müssen die Patriots erst noch antreten. Ein Kommentar.
Fans der New England Patriots dürften sich aktuell wie in einer angenehmen Zeitreise fühlen. Das eigene Team steht an der Spitze der AFC, acht Spiele nacheinander wurden gewonnen, der Quarterback gilt als legitimer MVP-Kandidat - da ist der Super-Bowl-Sieg doch nur eine Frage der Zeit, oder?
In den sozialen Medien wird der Erfolgslauf der Patriots bereits mit einem gewissen Sarkasmus begleitet. Die Franchise habe so lange gelitten, da sei ihnen die aktuelle Phase doch zu gönnen. Immerhin gebe es ja Vorschüler, die nie erlebt haben, wie die Patriots den Super Bowl gewinnen. Und das sei doch extrem tragisch.
Was aus diesen Worten herauszuhören ist: die blanke Angst vor der nächsten Patriots-Dynastie, mit Drake Maye als neuem Tom Brady. Doch wenngleich New England nach dem 27:14-Sieg im Thursday Night Game gegen die New York Jets und mit einer 9-2-Bilanz aktuell den Nummer-1-Seed der AFC innehat, ist es verfrüht, die Tickets für den Super Bowl im Februar in Santa Clara zu buchen.
Denn so stark die Patriots auf den ersten Blick wirken - es gibt reichlich Umstände, die das Bild verfälschen. Also Patriots-Fans: Aufgepasst, im Moment ist eure Mannschaft mehr Scheinriese.
Was den Patriots aktuell besonders in die Karten spielt, ist der Spielplan. Die bisherigen elf Gegner der Patriots kommen zusammen auf eine Bilanz von 37-66 in der bisherigen Saison.
Nur drei Gegner - die Pittsburgh Steelers, die Buffalo Bills und die Tampa Bay Buccaneers - stehen aktuell bei einem positiven Record, die Bilanz der Carolina Panthers ist ausgeglichen.
Von den aktuell sechs schlechtesten Teams der NFL standen nur die New York Giants bislang nicht auf dem Spielplan der Patriots. Bislang deshalb, weil es dieses Spiel Anfang Dezember geben wird. Schon vor der Saison hatte New England den statistisch drittleichtesten Spielplan aller Teams.
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NFL 2025 - Quarterback Ranking vor Week 14: Drake Maye dominiert, Lamar Jackson schwach
NFL: Quarterback-Ranking vor Week 14 Die Regular Season der NFL neigt sich dem Ende entgegen. Während manche Quarterbacks überzeugen, tun sich andere - teilweise auch erfahrene - Spielmacher schwer. ran zeigt die 32 Starting Quarterbacks vor dem 14. Spieltag im Power Ranking. Hinweis: Das Ranking bezieht sich auf die Leistungen der aktuellen Saison, die zuletzt gezeigten am stärksten gewichtet. Alle NFL-Highlights hier auf Joyn
Platz 32: J.J. McCarthy (Minnesota Vikings) Nach seiner Gehirnerschütterung kehrt J.J. McCarthy ins Starting Lineup der Minnesota Vikings zurück. Aber überzeugt hat er bisher beim besten Willen nicht. Wir drücken die Daumen, dass sich das noch ändert, aber alles andere als J.J. McCarthy auf Platz 32 im Ranking wäre unseriös.
Platz 31: Kirk Cousins (Atlanta Falcons) Die Karriere von Kirk Cousins neigt sich steil dem Ende zu. Die Atlanta Falcons haben aktuell viele Verletzungsprobleme, aber Cousins bewies auch bei der Niederlage gegen die New York Jets, dass er in Zukunft kein Starter mehr in dieser Liga sein wird. Geschweige denn ein 45 Millionen Dollar teurer Quarterback.
Platz 30: Tyrod Taylor (New York Jets) Auch Tyrod Taylors Tage als Starter sind wahrscheinlich nach dieser Saison gezählt, aber der Game Winning Drive gegen die Falcons war eine gute Leistung des Routiniers, auch während des Spiels machte Taylor eine gute Figur. Wer weiß, wie viele Karrieresiege noch dazu kommen.
Platz 29: Geno Smith (Las Vegas Raiders) Die Leistungen von Geno Smith sind überaus enttäuschend, daran gibt es nichts zu rütteln. Allerdings: Hinter dieser Offensive Line gut auszusehen, ist quasi nicht möglich. Hinzu kommt ein neuer Offensive Coordinator, nachdem der vorige angeblich Playcalls sabotiert haben soll.
Platz 28: Tyler Shough (New Orleans Saints) Gemessen an den Umständen macht Tyler Shough einen soliden Job. Die New Orleans Saints sind nominell das schwächste Team der NFC und da kann man von einem Rookie Quarterback, der mitten in der Saison reinkommt, nicht erwarten, dass er alleine Siege einfährt.
Platz 27: Shedeur Sanders (Cleveland Browns) Nach seinem erfolgreichen Starter-Debüt in Woche 13 kam Shedeur Sanders zuletzt gegen die San Francisco 49ers wieder in der Realität an. Aber: Auch in diesem Spiel war nicht alles schlecht, auch hier machte der Rookie ein paar gute Plays. Im Spiel gegen die Tennessee Titans kann er seinen zweiten Sieg holen.
Platz 26: Cam Ward (Tennessee Titans) Wir könnten jede Woche das gleiche hier hinschreiben. Cam Ward ist der einzige Grund, wieso die Titans auch nur in der Konversation sind, Spiele zu gewinnen. Eine furchtbare Situation für einen Rookie. Aber: Er macht das Beste daraus.
Platz 25: Tua Tagovailoa (Miami Dolphins) Nach einem zwischenzeitlichen Leistungshoch, wenn man es so nennen mag, spielt Tua Tagovailoa wieder auf einem schwächeren Level. Gefühlt landen seine tiefen Pässe häufiger in den Armen eines Defensive Backs als in denen eines seiner Receiver. Die Dolphins Offense ist in Ordnung, sobald Tua nicht weiter als fünf Yards über die Line of Scrimmage werfen muss.
Platz 24: Marcus Mariota (Washington Commanders) Gegen die beste Defense der Liga mit den Denver Broncos machte Marcus Mariota einen guten Job. Deshalb landet er tatsächlich nicht im unteren, sondern im mittleren Drittel. Je nachdem wie fit Jayden Daniels ist, war es jedoch das wahrscheinlich letzte Spiel von Mariota als Starter in dieser Saison.
Platz 23: Jaxson Dart (New York Giants) Nach zwei Spielen Pause stieg Jaxson Dart wieder ins Geschehen ein und hatte gegen die New England Patriots einen Touchdown und keinen Turnover, eine gute Leistung war es jedoch trotzdem nicht. Mit dem Hit, den er gegen Linebacker Christian Elliss einsteckte, schadete er jedoch seinem Team und sich selbst.
Platz 22: Jacoby Brissett (Arizona Cardinals) Es ist paradox, aber Jacoby Brissett macht sehr wenig Fehler. Freilich, die Arizona Cardinals gewinnen keine Spiele, aber auf der Liste derer, die dafür verantwortlich gemacht werden könnten, steht Brissett sehr weit unten. Wer weiß, ob der Drittrunden-Pick von 2016 nicht doch noch irgendwo mal eine Chance bekommt, um zu starten. Vielleicht ja sogar in Glendale.
Platz 21: Aaron Rodgers (Pittsburgh Steelers) Der vorläufige Tiefpunkt für die Pittsburgh Steelers und Aaron Rodgers. Beim 7:26 gegen die Buffalo Bills wurde Rodgers von den Fans vom Feld gebuht und saß auf der Bank wie ein geprügelter Hund. Schwer vorstellbar, dass er eine Saison dranhängt.
Platz 20: Trevor Lawrence (Jacksonville Jaguars) Es ist paradox: Als Trevor Lawrence 2021 gedraftet wurde, ging die NFL-Welt davon aus, dass er die Jaguars tragen würde. Aber Stand jetzt trägt eher das Team ihn. Lawrence spielt höchstens okay, aber die Jaguars stehen bei 8-4. Gut für das Playoff Picture, schlecht für das QB Ranking.
Platz 19: Bryce Young (Carolina Panthers) Woche 13 war mal wieder eins der Spiele, in denen Bryce Young seinen inneren Tom Brady channelte. Gegen die Los Angeles Rams zeigte er gegen eine durchaus kompetente Defense eine überragende Leistung, besorgte drei Touchdowns und beschützte den Ball.
Platz 18: Lamar Jackson (Baltimore Ravens) Irgendetwas stimmt mit Lamar Jackson nicht. Das sieht jeder mit zwei gesunden Augen im Kopf. Gegen die an Nummer 32 von 32 gerankte Defense der Cincinnati Bengals sah Jackson wirklich nicht gut aus. Im Kampf um die Krone der AFC North eine mehr als empfindliche Niederlage.
Platz 17: Baker Mayfield (Tampa Bay Buccaneers) Auch bei Baker Mayfield merkte man zuletzt, dass er angeschlagen war. Immerhin: Die Buccaneers gewannen mal wieder ein Spiel gegen die Cardinals. Mayfield blieb jedoch unter 200 Yards und steuerte "nur" einen Touchdown bei. Er ist nach einem tollen Saisonstart im Ligadurchschnitt angekommen.
Platz 16: Caleb Williams (Chicago Bears) Die Chicago Bears sind die Nummer eins der NFC und die Nummer drei der NFL. Warum Caleb Williams trotzdem so "weit" unten ist? Die Bears und er werden durch das Laufspiel getragen. Noch immer hat der First-Overall-Pick von 2024 pro Spiel mindestens zwei, drei Plays drin, die einen aufschrecken lassen. Immerhin: Er beschützt in der Regel den Ball und nimmt nicht mehr so viele unnötige Sacks.
Platz 15: Daniel Jones (Indianapolis Colts) Seit dem Spiel gegen die Steelers ist Daniel Jones nicht mehr der selbe Spieler. Auch, weil er sich das Wadenbein gebrochen hat. Aber darauf können wir in diesem Ranking keine Rücksicht nehmen. Trägt Jonathan Taylor die Colts nicht, dann ist Jones maximal durchschnittlich.
Platz 14: C.J. Stroud (Houston Texans) Lange steckte C.J. Stroud in einer Schaffenskrise, doch diese scheint nun überwunden. In einem eminent wichtigen Spiel gegen die Colts blieb er zwar ohne Touchdown, aber er machte die Würfe, die er machen musste, um das Spiel letztlich zu gewinnen.
Platz 13: Brock Purdy (San Francisco 49ers) Brock Purdy hatte es mit den Panthers und zuletzt den Browns kürzlich mit hervorragenden Defenses zu tun - und hatte durchaus seine Probleme. Aber er ist am Ende ein Upgrade zu Mac Jones, für die Top 10 reicht es trotzdem nicht.
Platz 12: Joe Burrow (Cincinnati Bengals) Was war das für ein überragendes Comeback von Joe Burrow gegen die Ravens?! 261 Passing Yards und zwei Touchdowns auswärts in Baltimore. Burrow ist sowas von zurück. Geht es so weiter, kann "Joey B" schnell in die Top 10 aufsteigen.
Platz 11: Bo Nix (Denver Broncos) Wir können uns nicht helfen. Ja, die Broncos gewinnen Spiel über Spiel. Zehn Siege in Serie sind es mittlerweile. Aber wie viel hat das mit Bo Nix zu tun? Seine Statistiken sind solide bis gut und er macht die Pässe, wenn er sie machen muss. Aber mit der besten Defense der NFL im Rücken und der besten Offensive Line der NFL vor sich macht es das Leben auch nicht gerade schwieriger.
Platz 10: Jalen Hurts (Philadelphia Eagles) Es erinnert ein bisschen an 2023, als die Philadelphia Eagles gegen Ende der Saison komplett eingebrochen waren. Das droht "Philly" auch derzeit. Offensive Coordinator Kevin Patullo tut seinen Spielern keinen Gefallen, aber die zwei Turnover gegen die Bears verursachte Hurts zuletzt selbst. Einer sogar, man hatte es kaum für möglich gehalten, beim Tush Push.
Platz 9: Justin Herbert (Los Angeles Chargers) Das Talent kann man Justin Herbert nicht absprechen. Aber Talent alleine bringt wenig, wenn man es aus verschiedensten Gründen nicht auf den Platz bekommt. Seien es Verletzungen, so wie aktuell, oder eine schwache Offensive Line, während das eine das andere durchaus bedingt.
Platz 8: Jared Goff (Detroit Lions) Es bleibt dabei: Jared Goff kann jede Defense dieser Welt zerreißen, wenn die Umstände stimmen. Heißt: Gute Offensive Line, gutes Laufspiel und am besten kein schlechtes Wetter. Zuletzt stimmte davon aber mindestens stets ein Faktor nicht, weshalb es "nur" zu Platz acht reicht.
Platz 7: Jordan Love (Green Bay Packers) Statement-Sieg von Jordan Love! Erstmals in seiner Karriere als Starter sweepen die Packers die Lions, das lag auch an einem überragenden Spiel von Love, der vier tiefe Touchdowns im Ford Field verteilte.
Platz 6: Sam Darnold (Seattle Seahawks) Nach einem tollen Saisonstart hat Sam Darnold zuletzt ein wenig abgebaut. Vier Interceptions gegen die Rams, danach Spiele gegen die Titans und Vikings, in denen er quasi nicht gefordert war. Das reicht für Platz sechs.
Platz 5: Patrick Mahomes (Kansas City Chiefs) An Patrick Mahomes lag es nicht, dass die Kansas City Chiefs an Thanksgiving gegen die Dallas Cowboys verloren. Vier Touchdowns, dazu 261 Yards, aber auch ihm fehlt es in dieser Saison an den magischen Momenten. "Situational Football" nennt man das oft. Das können die vier Quarterbacks vor ihm in dieser Saison besser.
Platz 4: Dak Prescott (Dallas Cowboys) Zum Beispiel Dak Prescott. Der brachte im 4. Quarter die wichtigen Bälle alle an den Mann, nachdem er mit einer Interception denkbar schlecht gestartet war. Danach so zurückzukommen im buchstäblich meistgesehenen Regular-Season-Spiel der Geschichte, das nötigt Respekt ab. Prescott spielt eine prima Saison.
Platz 3: Josh Allen (Buffalo Bills) Der einzige Grund, warum noch Menschen auf diesem Planeten daran glauben, dass die Buffalo Bills den Super Bowl gewinnen können, heißt Josh Allen. Er ist auch nach Woche 13 die Offense, ja sogar die gesamte Franchise. Alleine das, was er gegen die Buccaneers gezeigt hat mit sechs Touchdowns, lässt ihn quasi davor schützen, aus den Top 3 zu fallen.
Platz 2: Matthew Stafford (Los Angeles Rams) Die vorige Nummer eins fällt wegen eines schwachen Auftritt gegen die Panthers mit drei Turnovern und einem Pick Six zurück auf die zwei. Ansonsten gibt es zu Matthew Stafford wenig Neues zu sagen: Er führt die Liga in Touchdowns an und ist der Anführer der Offense.
Platz 1: Drake Maye (New England Patriots) Wie im MVP-Rennen ist Drake Maye nach seiner tollen Leistung gegen die New York Giants wieder an Stafford vorbeigezogen. Nummer eins in Passgenauigkeit, Nummer eins in Passer Rating, Nummer eins in Passing Yards, Nummer zwei in Yards pro Pass, Nummer eins bei den Wettanbietern für den Most Valuable Player. Noch Fragen? Nein? Gut, wir auch nicht.
Nun gilt auch in der NFL: Selbst die vermeintlich einfachen Gegner muss man erst einmal schlagen. Und das gelingt den Patriots seit Woche zwei (nach der Auftaktpleite gegen die Las Vegas Raiders) konstant. Es ist die größte Stärke dieses Teams. Head Coach Mike Vrabel hat eine Mentalität implementiert, die immer einen Weg bereithält, der zum Sieg führt. Doch wie nachhaltig lässt sich dieser reproduzieren?
Denn selbst gegen die vermeintlich Kleinen fehlte oftmals die Dominanz, wie man sie von einem Topteam erwarten würde. Fünf der elf Siege wurden mit einem Score Unterschied oder weniger erzielt - die Kansas City Chiefs und die Washington Commanders der Vorsaison lassen grüßen.
Das Spielglück meint es gut mit New England - etwa der verschossene Extrapunkt von Parker Romo im Spiel gegen die Atlanta Falcons, weshalb das Spiel nicht in die Overtime ging. Allerdings profitieren die Patriots auch von einer eigenen Stärke, die besonders gegen die bisherigen Gegner zum Tragen kam.
Run Defense der Patriots ist stark
Denn New England hat eine der besten Run Defenses der NFL. Kein Team lässt weniger Rushing Yards pro Spiel (84,7) zu, und das mit Abstand. Nach Expected Points Added pro Laufspielzug liegt die Patriots-Defense auf Platz zehn.
Das hilft besonders deshalb, weil viele der bisherigen Gegner entweder prinzipiell viel laufen wollen (Falcons, Buccaneers, Bills) und diese Stärke gegen New England nicht ausspielen konnten. Oder weil sie im Passspiel zu schwach waren, um die Patriots durch die Luft zu bezwingen (Saints, Titans, Browns).
Was aber ist, wenn die Patriots tatsächlich mal gegen eine vielseitige und personell in Bestbesetzung befindliche Offense antreten müssen? Eine, die es auch versteht, die Secondary von New England konstant unter Druck zu setzen und damit wiederum Räume für das eigene Laufspiel zu öffnen? Die Bucs waren aus Verletzungsgründen kein echter Gradmesser, die Bills sind schlicht nicht gut genug.
NFL - Injury Update 2025: Dallas Cowboys sorgen sich um Star-Receiver CeeDee Lamb
CeeDee Lamb (Dallas Cowboys) Die Dallas Cowboys sorgen sich um Star-Receiver CeeDee Lamb. Der 26-Jährige zog sich im Topspiel bei den Detroit Lions eine Gehirnerschütterung zu und befindet sich im Concussion Protocol. Ob die zehn Tage bis zum nächsten Spiel der Cowboys gegen die Minnesota Vikings reichen werden, bleibt abzuwarten.
Jalen Carter (Philadelphia Eagles) Die Philadelphia Eagles müssen womöglich mehrere Wochen auf Defensiv-Star Jalen Carter verzichten. Der Defensive Tackle unterzog sich bereits am vergangenen Montag einem Eingriff an beiden Schultern und soll von Woche zu Woche neu bewertet werden. Carter soll jedoch nicht auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt werden.
Justin Herbert (Los Angeles Chargers) Justin Herbert zog sich im Spiel gegen die Las Vegas Raiders eine Fraktur in seiner linken Hand (Nicht-Wurfhand) zu, die eine OP erfordert. Head Coach Jim Harbaugh zeigte sich nun optimistisch: "Ich gehe davon aus, dass er auf dem Feld wird stehen können", so der Hauptübungsleiter der Los Angeles Chargers. Im Monday Night Game von Week 14 treffen die Chargers auf die Philadelphia Eagles.
Deshaun Watson (Cleveland Browns) Feiert Deshaun Watson in dieser Saison noch sein Comeback? Der Quarterback der Browns kann ab sofort wieder trainieren. Sollte er innerhalb von 21 Tagen von den Browns als spielfähig deklariert werden, stünde einem Comeback nichts mehr im Weg. Watson hatte sich in der vergangenen Saison die Achillessehne gerissen und musste seitdem pausieren.
Mike Evans und Jalen McMillan (Tampa Bay Buccaneers) Auch Star-Receiver Mike Evans von den Bucs kann seit Mittwoch wieder trainieren. Der 32-Jährige hatte sich in Week 7 das Schlüsselbein gebrochen und kann damit seine sagenhafte Rekordserie nicht fortsetzen. Seit seiner Rookie-Saison 2014 hat er in jeder Spielzeit mindestens 1.000 Receiving Yards erzielt. Neben Evans kehrt mit Jalen McMillan ein weiterer Passempfänger der Bucs ins Training zurück.
Sauce Gardner (Indianapolis Colts) Die Indianapolis Colts müssen vorerst auf Sauce Gardner verzichten. Der Cornerback verletzte sich direkt beim ersten Drive gegen die Houston Texans und wurde noch während des Spiels mit einer Wadenzerrung ausgeschlossen; ein Achillessehnenriss bestätigte sich nicht. Gardner wird laut NFL Network "week-to-week" geführt, eine Rückkehr in der Regular Season bleibt aber realistisch.
J.J. McCarthy (Minnesota Vikings) Die Befürchtungen bei den Minnesota Vikings haben sich bestätigt. Quarterback J.J. McCarthy befindet sich nach wie vor im Concussion Protocol und stand für die Partie in Woche 13 gegen die Seattle Seahawks am Sonntag nicht zur Verfügung. McCarthy erlitt die Gehirnerschütterung am Wochenende zuvor im Spiel gegen die Green Bay Packers. Für ihn kam Rookie Max Brosmer zu seinem ersten NFL-Spiel.
Will Campbell (New England Patriots) Bitterer Verlust für New England: Left Tackle Will Campbell wurde im Spiel gegen die Cincinnati Bengals mit einem Handtuch über dem Gesicht in die Umkleidekabine gebracht. Er hat sich eine Verstauchung des Innenbandes im Knie zugezogen und wird mehrere Wochen ausfallen. Die Patriots setzten den Nummer-4-Pick des NFL Draft 2025 inzwischen auf die Injured-Reserve-Liste.
Michael Penix Jr. & Drake London (Atlanta Falcons) Die Probleme der Falcons werden immer größer. Nach der Overtime-Niederlage gegen die Panthers kommen nun auch noch Verletzungssorgen hinzu. Quarterback Penix Jr. fällt nach einer Knieverletzung für den Rest der Saison aus. Auch Receiver London verletzte sich am Knie. Eine Zerrung des hinteren Kreuzbands wird ihn länger außer Gefecht setzen.
Lane Johnson (Philadelphia Eagles) Lane Johnson, einer der besten Offensive Tackles der gesamten Liga, fehlt den Eagles in wichtigen Wochen. Der Routinier hat sich eine Verstauchung am Fuß zugezogen. Wegen der Verletzung fällt er voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus, lässt jedoch eine zweite Meinung sowie weitere Tests durchführen. Anfänglich wurde von bis zu sechs Wochen Ausfallzeit ausgegangen, inzwischen heißt es, er könnte womöglich sogar nach drei Spielen wieder mitwirken.
J.K. Dobbins (Denver Broncos) Die Fuß-Verletzung von J.K. Dobbins ist schlimmer als befürchtet. Der Star-RB wurde von seinem Team auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt und fällt damit mindestens vier Wochen aus. Wie "ESPN" unter Berufung auf Quellen berichtet, droht dem 26-Jährigen aber sogar das Saison-Aus. Es sei denn, die Broncos erreichen den Super Bowl. Bis dahin könnte er demnach wieder fit werden.
Milton Williams (New England Patriots) Das erfolgreiche Thursday Night Game gegen die New York Jets war für einige Zeit das letzte, in dem die New England Patriots auf Milton Williams bauen konnten. Weil sich der Tackle eine Sprunggelenksverstauchung zugezogen hat, setzte ihn die Franchise auf die Injured Reserve List, womit er mindestens vier Partien aussetzen muss. Williams verletzte sich früh im Spiel, kehrte später noch einmal auf das Feld zurück, ehe er in der zweiten Hälfte zum Zuschauen verdammt wurde.
Und wie reagiert dann im Gegenzug die Offense der Patriots um Maye, wenn sie selbst stets unter Druck steht, Drive für Drive liefern zu müssen? Und das im Zweifel auch noch gegen eine bessere Defense als jene, gegen die sie bisher gespielt hat? Zumal das eigene Laufspiel Down für Down zu den schwächsten der Liga gehört.
Die Antworten darauf wird es in der Regular Season kaum geben. Das Restprogramm ist machbar und bietet den Patriots die absolut realistische Möglichkeit, die AFC zu gewinnen und in der ersten Playoff-Runde freizuhaben. Doch wohl selten zuvor dürften die Fragezeichen bei einem (potenziellen) Nummer-1-Seed so groß gewesen sein.
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Ravens als Gradmesser für die Patriots?
Einen Hinweis darauf, wie gut die Patriots tatsächlich sind, gibt es womöglich kurz vor Weihnachten. Dann gastiert New England bei den Baltimore Ravens um Lamar Jackson. Die haben sich nach ihrem bitteren Saisonstart gefangen und dürften bis dahin so richtig auf Betriebstemperatur sein. In diesem Spiel dürften die Patriots erstmals so richtig spüren, was sie in den Playoffs erwartet.
Sollte das Team aus Foxborough auch in Baltimore bestehen und gewinnen, würde der Hype noch einmal deutlich an Fahrt gewinnen. Und das zu Recht. Dann wäre mit den Patriots als echtem Contender zu rechnen. In der AFC gäbe es kaum jemanden mehr, vor dem sich New England fürchten müsste. Und zumindest die Hotels rund um Santa Clara dürften gebucht werden.
Bis dahin aber müssen Zweifel erlaubt sein. Zweifel, ob die Patriots wirklich so gut sind - oder ihre bisherigen Gegner einfach so schwach.