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NBA MVP-Ranking im April: Nuggets-Star Nikola Jokic übertrumpft wieder alle

  • Aktualisiert: 14.04.2024
  • 23:55 Uhr
  • Ole Frerks
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Das Ende der Regular Season ist nah, entsprechend ist auch die Zeit für die endgültigen Award-Picks gekommen. Wer wird den MVP abräumen? Hier kommt die finale Top 5.

Von Ole Frerks

Die Liste der NBA-Spieler, die wenigstens drei MVP-Awards gewonnen haben, liest sich wie folgt: Bill Russell, Wilt Chamberlain, Kareem Abdul-Jabbar, Moses Malone, Larry Bird, Magic Johnson, Michael Jordan, LeBron James.

Viel elitärer wird es nicht – nur Malone ist aus diesem Klub ein Spieler, den die meisten Historiker wohl nicht in ihrer Top 10 führen würden, weit davon entfernt rangiert der beste Offensiv-Rebounder der Geschichte allerdings auch nicht.

Der Klub wird – höchstwahrscheinlich – Zuwachs bekommen. Der letzten Abstimmung unter offiziellen Wählern von "ESPN" zufolge wird Nikola Jokic mit überwältigender Mehrheit seinen dritten MVP-Award abräumen. Und so langsam wirft seine Dominanz die Frage auf, wie viele Trophäen er seiner Sammlung noch hinzufügen kann.

Jokic wurde im Februar 29 Jahre alt, ist quasi nie verletzt und ein Spieler, der bekanntermaßen eher nicht von seiner Athletik oder dergleichen lebt. Bisher lässt er nicht nach.

Value Over Replacement Player (VORP) und Win Shares zufolge ist die aktuelle Saison die beste seiner Karriere. Die Nuggets sind gut dafür aufgestellt, um noch einige Jahre mindestens oben mitzuspielen.

LeBron und Wilt haben vier MVP-Awards, Jordan und Russell fünf. An der Spitze thront Kareem mit sechs, die wohl eher nicht schnell wieder erreicht werden können (die 70er waren komisch; viele Top-Spieler waren in der ABA; die heutige NBA bietet zu viel Konkurrenz; nie würde heute ein Spieler ohne Playoff-Teilnahme MVP werden, was bei Kareem 1976 der Fall war). Alles andere? Mal sehen.

Hier geht's zum vorherigen Ranking!

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Das Wichtigste zur NBA in Kürze

  • Der Spielplan

  • Die Conference-Standings

Platz 1: Nikola Jokic (Denver Nuggets) (letztes Ranking: Platz 1)

26,6 Punkte, 64,9% True Shooting, 12,4 Rebounds, 9 Assists, 1,3 Steals (77 Spiele)

Der "Joker" war schon Mitte März zurück in der Pole Position, seither wurde der Abstand nur noch deutlicher, nicht zuletzt aufgrund der Formkrise und Verletzungsprobleme seines ärgsten Verfolgers (siehe unten). Es ist allerdings nicht so, dass der MVP-Case für Jokic so etwas zwingend nötig gehabt hätte.

Der Serbe führt die Liga (NBA jedes Wochenende live auf ProSieben MAXX und ran.de) wieder in allen möglichen Advanced Stats an, darunter VORP, Win Shares, Player Efficiency Rating oder Box Plus/Minus. Er führt ein Team an, das wieder gute Aussichten auf Platz 1 in der Western Conference hat, und hat insbesondere seit der All-Star-Pause wieder unter Beweis gestellt, dass er aktuell der beste Spieler der Liga ist.

Wie schon seit mehreren Jahren sind die Nuggets eigentlich kaum zu schlagen, wenn Jokic auf dem Court steht – gegnerische Teams müssen immer auf die Non-Jokic-Minuten hoffen, um sich eine Führung zu erspielen, die hoch genug ist. Mit ihm auf dem Court beträgt das Net-Rating der Nuggets +12,7, das liegt minimal hinter seinem Wert aus der Vorsaison (+13,2), aber noch immer vor allen anderen Kandidaten.

Jokic bleibt ein unlösbares Problem, weil er selbst in einer Geschwindigkeit jedes Problem auf dem Court löst, die historisch nahezu unerreicht ist. Er kombiniert das beste Passing Game mit dem vielleicht besten Post-Game und dem fluffigsten Touch – und er liefert immer, unabhängig davon, wer gerade neben ihm auf dem Court steht. Die Definition eines MVPs, seit Jahren.

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Platz 2: Shai Gilgeous-Alexander (OKC Thunder) (2)

30,4 Punkte, 63,9% True Shooting, 5,6 Rebounds, 6,2 Assists, 2,1 Steals (73 Spiele)

Seit Mitte März ist die Produktion bei "SGA" zurückgegangen (25,1 PPG, 50/30/79-Splits) und es stellte sich die Frage, ob die neue Regelauslegung mit dazu beigetragen hat – Shai ging in diesem Zeitraum nur noch 7,9 Mal pro Spiel an die Freiwurflinie, deutlich unter dem Schnitt aus dieser (8,6) und der Vorsaison (10,9).

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Oberschenkelverletzung dazu führte, die Shai länger einschränkte und zeitweise sechs von sieben Spielen verpassen ließ.

Die Chance auf Platz eins ging dadurch futsch, auch wenn "SGA" bei seinem einzigen Spiel "dazwischen" einen Game-Winner im Madison Square Garden versenkte und seit seiner Rückkehr wieder deutlich dominanter auftritt.

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Er gehört dennoch weiter – weit – nach oben. Estimated Plus/Minus zufolge ist er unter allen Kandidaten sogar klar der beste (+8,8), bei den Win Shares liegt nur Jokic vor ihm, auch in nahezu jeder anderen Metrik erreicht er wenigstens die Top 4.

Gilgeous-Alexander hat etwas leisere Boxscores als beispielsweise Doncic oder Giannis, er kommt eher über die Guard-untypische Konstanz. Die Resultate sprechen jedoch Bände: In Shais Spielen steht OKC besser da (72,6% Siegquote) als die Teams von Jokic und Doncic. Sein On-Court-Net-Rating (+10,3) wird unter MVP-Kandidaten nur von Jokic und Tatum überboten.

Nachdem das gesagt ist: Würde sich der Trend der letzten Wochen noch etwas länger fortsetzen, müsste Shai den zweiten Platz vermutlich räumen.

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Platz 3: Luka Doncic (Dallas Mavericks) (4)

33,9 Punkte, 61,7% True Shooting, 9,2 Rebounds, 9,8 Assists, 1,4 Steals (70 Spiele)

Die Zahlen von Doncic seit der All-Star-Pause: 33 Punkte, 10,1 Rebounds, 10,3 Assists – bei 48% aus dem Feld und 40% von draußen bei gut ELF Dreiern pro Spiel. Das ist selbst für seine vollkommen absurden Verhältnisse vollkommen absurd. Zumal er in schöner Regelmäßigkeit Würfe versenkt, die Normalsterbliche selbst im Training nicht versuchen würden.

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Seine statistische Dominanz ist dabei nicht neu – momentan passt aber auch die Team-Performance. Seit der Pause haben nur die Celtics und Nuggets mehr Spiele gewonnen als Dallas (18-7), das immerhin auf Platz fünf im Westen gesprungen ist. Doncic‘ On-Court-Net-Rating ist noch immer weit unter dem Niveau einiger Konkurrenten (+6,2), aber es wird besser.

Erfreulich ist vor allem: Doncic lässt sich immer mehr auf Kyrie Irving ein, beide werden besser darin, sich einzusetzen. Der Slowene spielt mit mehr Tempo als früher, verteidigt (zumeist) etwas engagierter und kann mit dem Ball in der Hand mehr anfangen als vielleicht jeder andere NBA-Spieler, sowohl in Isolationen als auch aus dem Pick’n’Roll heraus ist er ein Monster.

Doncic fehlt nach wie vor ein besseres Off-Ball-Game und eine etwas bessere Teambilanz, um den Award zu gewinnen, der ihm seit Jahren (nicht nur von den Buchmachern) zugetraut wird. Vielleicht ist es ja 2025 so weit.

Platz 4: Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks) (3)

30,4 Punkte, 64,9% True Shooting, 11,5 Rebounds, 6,5 Assists, 1,2 Steals, 1,1 Blocks (73 Spiele)

Ausgerechnet beim Blowout gegen Boston verletzte sich Giannis ohne Kontakt an der Wade, mittlerweile wurde bekannt, dass er den Rest der Regular Season verpassen wird. Seine Achillessehne ist jedoch glücklicherweise intakt, also wird er in den Playoffs (hoffentlich) irgendwann wieder mitwirken können.

Was die Saison bis hierhin betrifft: Es ist kompliziert. Sämtliche Advanced Stats sehen Giannis in der Top 4, die meisten in der Top 3, dennoch muss der Grieche seinen Platz auf dem Podium räumen, erst zum zweiten Mal in den vergangenen sechs Jahren. An seiner Offense liegt das nicht – Giannis scorte nie effizienter, mehr Assists hat er in seiner Karriere auch noch nie verteilt.

Der defensive Impact ist aber nicht ganz so groß wie in früheren Jahren, als er es auch beim "Defensive Player of the Year"-Voting regelmäßig in die Top 6 schaffte. Er ist noch immer sehr gut – in seinen Minuten verteidigen die Bucks ordentlich. Das erlaubte Defensiv-Rating in seinen Minuten (115,4) ist dennoch weitaus höher als in jedem Jahr seiner bisherigen Laufbahn.

Und es bleibt dabei, dass die Bucks unterm Strich eine enttäuschende Saison spielen. Auch unter Doc Rivers wurden bei weitem nicht alle Probleme gelöst, mit dem neuen Coach wurden bisher nur 17 von 34 Spielen gewonnen. Zuletzt gab es mehrere unentschuldbare Niederlagen in Serie. Im Westen wäre Milwaukee der 6-Seed, auch Dallas hat mittlerweile mehr Siege.

So überragend Giannis individuell auch spielte, ein legitimer MVP-Case ist angesichts dessen schwer zu rechtfertigen.

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Platz 5: Jayson Tatum (Boston Celtics) (5)

27 Punkte, 60,5% True Shooting, 8,2 Rebounds, 4,9 Assists, 1 Steal (73 Spiele)

Die ersten vier Namen sollten auf jedem Wahlzettel auftauchen, sie heben sich klar gegenüber der restlichen Konkurrenz ab. Estimated Wins zufolge rangiert die Top 4 zwischen 19,6 (Shai) und 17,7 (Giannis), danach beginnt ein weitaus größeres Feld erst ab 14,9 (Jalen Brunson). Es gibt also eine Distanz, gerade in Sachen Konstanz, die auch auf dem Court wahrzunehmen ist.

Es gibt demnach diverse Kandidaten, die für Platz 5 in Frage kommen, gerade Brunson hat über die vergangenen Wochen nochmal einen beeindruckenden Push hingelegt. Hier bekommt den Zuschlag aber wie schon die gesamte Saison über Tatum, der das mit Abstand beste Team der NBA anführt, selten fehlt und offensiv wie defensiv einen großen Beitrag leistet.

Er schultert die Celtics bei weitem nicht allein, aber das muss ihm nicht negativ angelastet werden – sein adaptierfähiges Skillset als bester Spieler ist einer Hauptgründe dafür, warum die variable Offense mit multiplen Playmakern in Boston so gut funktioniert. Sein On-Court-Net-Rating (+11,4) übertrifft im MVP-Kandidatenkreis nur Jokic.

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