Darts-WM 2026: Turnier der Superlative - Luke Littler & Co. brechen zahlreiche Rekorde
Veröffentlicht: 05.01.2026
15:36 Uhr
ran.de
Die Darts-WM 2026 war reich an Spektakel, Top-Leistungen und gewaltigen Zahlen. Wir werfen einen Blick auf Rekorde und weitere Momente für die Ewigkeit.
Der furiose 7:1-Finalsieg von Luke Littler über Gian van Veen war der krönende Abschluss einer Darts-WM der Superlative. Zwar warteten die frenetischen Fans im Ally Pally bis zum Ende vergeblich auf einen Neun-Darter, jedoch wurden zahlreiche Rekorde gebrochen.
Selbstredend ist für den ein oder anderen Rekord der alte und neue Weltmeister selbst verantwortlich. Littler war neben Phil Taylor, Dennis Priestley und Gary Anderson der vierte Spieler, der dreimal in Serie ein WM-Finale erreichte.
Ebenso konnte Littler als vierter Darts-Profi einen Weltmeistertitel verteidigen. Dies gelang ebenfalls nur Taylor, Priestley und Anderson. Littler ist aus dem Quartett mit seinen erst 18 Jahren aber klar der jüngste Spieler, dem das glückte. Der Engländer hatte 2024 noch als 16-Jähriger das Finale gegen Luke Humphries verloren, ehe er zweimal siegte.
Durch seinen Triumph stieg Littler zudem in neue Sphären auf, was das Preisgeld betrifft. Nach seinem WM-Titel beträgt sein Preisgeld gemäß Order of Merit 2.770.500 Pfund. Zuvor hatte noch kein Spieler die Zwei-Millionen-Marke übertroffen. Allein eine Million Pfund erhielt "The Nuke" durch den WM-Titel.
Zu verdanken hat Littler das sowohl seinen Scoring-Fähigkeiten als auch seiner Nervenstärke beim Auschecken. Der Darts-Star schaffte in sechs von sieben Partien ein Average von über 100 und war mit einer Checkout-Quote von 52,55 Prozent der zielsicherste Weltmeister.
Littler demonstrierte vor allem in den entscheidenden Würfen Nervenstärke. Selbst wenn mal zwei Würfe auf das Doppelfeld ihr Ziel verfehlten, behielt er die Ruhe und versenkte den dritten Dart wie gewünscht.
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Darts-WM 2026: Größte Skandale und Aufreger der WM-Geschichte - Hassduelle, Alkohol, Faustschlag
Darts-WM: Größe Aufreger der Geschichte In der Historie der Darts-WM gab es immer wieder Skandale und Eklats. ran hat einige brisante Vorfälle aufgelistet.
WM 2004: Andy Fordham (li.) 2004 wurde Fordham BDO-Weltmeister. Zeit seines Wirkens hatte er mit einem Alkoholproblem zu kämpfen, wie er später offen zugab. Laut eigener Aussage trank er vor Matches auch mal 24 Bier und dazu noch Schnaps, so auch bei seinem WM-Sieg. 2007 kollabierte er hinter der Bühne, stellte anschließend sein Leben um, wurde trocken und nahm ab. 2021 verstarb er, auch infolge seines Lebensstils.
WM 2011: Colin Lloyd Bei seinem Erstrundenmatch 2011 gegen den Deutschen Andree Welge fuhr Colin Lloyd aus der Haut. Er verspielte eine 2:0-Führung, nach einer 55er-Aufnahme schlug er dann mit der Faust aufs Board, ehe er seine Pfeile herauszog. Im Anschluss zeigte er sich einsichtig, es sei ein Moment des Wahnsinns und der Dummheit gewesen.
WM 2011: Wade vs. Whitlock Trotz seines 5:3-Erfolgs über Wade im Viertelfinale platzte Whitlock im Anschluss der Kragen. Der Engländer habe ihn gestoßen und in den Pausen beleidigt. Wade entgegnete, dass er die Spitzen von Whitlocks Pfeilen in den Rücken geschoben bekommen habe, als er am Oche einen Schritt nach hinten machte. Die Fortsetzung gab es beim anschließenden Masters, als Wade seinen Erfolg übertrieben bejubelte. Bei einem gemeinsamen Essen wurde der Zwist beigelegt.
WM 2013: Van Barneveld vs. Taylor Nach dem Halbfinale der beiden Legenden - Taylor siegte mit 6:4 - zog "Barney" den Engländer beim Handshake an sich heran, um ihn zu umarmen. "The Power" missverstand dies, stieß den Niederländer weg und beleidigte ihn. Später entschuldigte er sich dafür.
WM 2018: Pipe vs. Smith Justin Pipe warf bei seinem Erstrundenmatch gegen den Qualifikanten Bernie Smith nicht nur gewohnt langsam, sondern hatte auch noch mit hartnäckigem "Husten" zu kämpfen. Komischerweise auch genau dann, als sein Gegner einen Matchdart hatte. Pipe siegte letztlich, hatte beim 0:4 gegen Phil Taylor in der folgenden Runde aber die Fans gegen sich und wurde zudem zu einer Strafe von 3.000 Pfund verurteilt.
WM 2019: Wade vs. Asada In der zweiten Runde musste der favorisierte Wade gegen Seigo Asada ordentlich zittern und griff beim 3:2-Erfolg zu unfairen Mitteln. Während und nach dem Spiel schrie er seine Emotionen heraus, teilweise in Asadas Gesicht, und jubelte extrem aufreizend. "Ich wollte ihm wehtun", sagte der Engländer später noch im Interview, ehe er sich einen Tag später via Social Media entschuldigte.
WM 2020: Van Gerwen vs. Klaasen Das vielleicht kälteste WM-Spiel der Geschichte, ohne Handshakes oder ähnliches. Einst waren "MvG" und sein Landsmann Jelle Klaasen gute Freunde und Trainingspartner - bis dieser der Schwester von van Gerwens späterer Frau Nacktfotos schickte. Diese war damals 15, autistisch und lebte in einer Behinderteneinrichtung. "Ich hasse ihn, deswegen will ich nicht gegen ihn verlieren", so der dreimalige Weltmeister nach seinem 3:1-Erfolg.
WM 2020: Price vs. Whitlock Letztlich setzte sich der favorisierte Price im Achtelfinale mit 4:2 gegen den Australier durch, war mit dessen Spiel im Anschluss aber so gar nicht happy. "Es wurde auf ein erbärmliches Tempo heruntergefahren. Ich glaube, Simon hat das absichtlich gemacht", so der Waliser im Anschluss. Grundsätzlich nichts, was verboten ist - Price hat es aber mal so gar nicht geschmeckt.
WM 2020: Price vs. Wright Schon vor dem Halbfinale gab es Sticheleien. Nach dem Gewinn des ersten Satzes streckte Wright die Zunge raus, Price rempelte den Schotten nach dem 1:1-Ausgleich an. Nach der Partie verließ der "Iceman" flott die Bühne, einen Handshake gab es nicht. Später twitterte Price, dass er wegen Wrights Zungen-Aktion das Endspiel verpasst habe.
WM 2022: Price vs. Fan Beim Viertelfinale gegen Michael Smith hatte Price zur Abwechslung mal nicht mit seinem Gegner, sondern mit einem Fan ein Problem. Der Waliser fühlte sich mehrfach durch Zwischenrufe gestört, regte sich auch bei Caller George Noble auf und forderte das Sicherheitspersonal auf, den Fan rauszuschmeißen. Letztlich verlor er trotz 9-Darter mit 4:5, noch in der Nacht postete er auf Instagram einen gehobenen Daumen und schrieb "Cheats" dazu.
WM 2023: Mansell betrunken? Mit dem Neuseeländer Ben Robb hatte Mickey Mansell bei seinem 3:1-Sieg zum Auftakt wenig Probleme - mit dem Interview im Anschluss aber schon. Da er sich nicht ordentlich artikulieren konnte, machten im Internet schnell Vermutungen die Runde, dass er betrunken gewesen sei. Komplett abwegig ist das keinesfalls, wenn man sich das Video mal anschaut (unter diesem Link zu finden).
WM 2023: Price-Geste Nach einer verpassten Triple-20 für eine 180er-Aufnahme streckte Price beide Hände nach vorne und schob die Zunge gegen die Unterlippe. Darts-Fans eskalierten auf Social Media, warfen ihm Verunglimpfung von Behinderten vor. Die PDC erinnerte den Waliser, der Jose de Sousa im Achtelfinale mit 4:1 bezwang, in der Folge an die Einhaltung der Standards und gab in seinem Namen eine Entschuldigung heraus.
WM 2023: Price mit Gehörschutz Kurioser geht's kaum. Im Viertelfinale gegen Gabriel Clemens kam Price, der sich von Zuschauern gestört fühlte, zwischenzeitlich mit Gehörschutz auf die Bühne. "Ich habe sie zwei oder drei Tage lang im Training ausprobiert und sie waren perfekt für mich", erklärte er anschließend. Geholfen hat es nichts, der "German Giant" siegte mit 5:1 und zog in das Halbfinale ein.
WM 2024: Williams mit Weltkriegs-Vergleich Nach seinem 4:3 im vergangenen Jahr gegen Martin Schindler wurde Scott Williams zum Interview gebeten - und sorgte für einen Eklat. "Ich hatte das Publikum noch nie so auf meiner Seite. Ich weiß, dass wir zwei Weltkriege und eine Fußballweltmeisterschaft gewonnen haben. Auch die deutschen Fans hier waren riesig", so der spätere Halbfinalist, der immerhin Einsicht zeigte und seine Aussagen im Anschluss als "ein wenig dumm" bezeichnete.
WM 2025: Cross mit obszöner Geste Worauf Cross damit hinaus möchte, können sich die meisten wohl denken. Scott Williams bekam damit auf jeden Fall sein Fett weg, letztlich dürfte es "Shaggy" aber egal sein - er erreichte die dritte Runde, Cross flog raus. Mehr Infos zu Cross' Geste findet ihr in dieser News.
WM 2026: Menzies' Tischschlag Cameron Menzies verlor in der ersten Runde gegen Rookie Charlie Manby und danach die Kontrolle. Zunächst hielt er seine Hand an einen Pyro-Stab, anschließend schlug er mehrfach auf seinen Beistelltisch ein. Die Fans in der Halle reagierten mit Pfiffen. Anschließend verließ der Schotte die Halle mit einer blutüberströmten Hand. Später entschuldigte sich der Schotte über "Sky" für sein Verhalten und erklärte, dass sein Onkel kurz zuvor verstorben sei und die Beerdigung am Tag der zweiten Runde stattgefunden hätte.
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Darts-WM mit 128 Spielern: Starterfeld so groß und divers wie nie
Doch nicht nur Littler alleine ist für die vielen Zahlen der Superlative verantwortlich. Die Grundsteine wurden bereits vor dem Turnier gelegt. Durch die Erhöhung der Teilnehmerzahl standen erstmals 128 Spieler auf der WM-Bühne. Folgerichtig wurden auch die meisten Matches gespielt.
Abgesehen davon wurde das Teilnehmerfeld sowohl bunter als auch deutscher. Erstmals waren mit Beau Graves, Lisa Ashton, Fallon Sherrock, Noa-Lynn van Leuven und Gemma Halter fünf Frauen am Start.
Zwar konnten sich die deutschen Darts-Profis nicht über die dritte Runde hinaus im Turnier halten, jedoch waren erstmals in der Geschichte acht Deutsche am Start. Ricardo Pietreczko, WM-Debütant Arno Merk, Martin Schindler und Gabriel Clemens schnupperten am Achtelfinale, schieden aber in der Runde der besten 32 aus.
Für einen ganz besonderen Rekord sorgte auch Paul Lim aus Singapur. Der 71-Jährige hat als ältester Spieler der Geschichte ein WM-Match gewonnen. Den bisherigen Rekord übertraf er um satte vier Jahre.
Darts-WM 2026: Alle 9-Darter bei PDC-Weltmeisterschaften in der Übersicht
Die Neun-Darter bei der PDC-WM in der Übersicht Der Neun-Darter ist das perfekte Spiel im Darts, mit weniger als neun Darts lässt sich ein Leg im Modus 501 Double Out nicht beenden. Bei der PDC-WM gab es bislang 16 Neun-Darter. Überraschend: Phil Taylor, die Legende des Sports schlechthin, schaffte das perfekte Leg auf einer WM-Bühne nie. ran gibt den Überblick.
2. Januar 2009: Raymond van Barneveld (Viertelfinale vs. Jelle Klaasen) Der erste Neun-Darter bei einer PDC-WM gelang Raymond van Barneveld im Viertelfinale 2009 gegen seinen niederländischen Landsmann Jelle Klaasen. Es war erst der zweite Neuner überhaupt bei einer Darts-WM, zuvor hatte nur Paul Lim vor Gründung der PDC bei der BDO-WM 1990 dieses Kunststück geschafft.
28. Dezember 2009: Raymond van Barneveld (2. Runde vs. Brendan Dolan) Nicht einmal ein ganzes Jahr später, bei der folgenden WM 2010, wiederholte van Barneveld diesen besonderen Moment. In seinem Zweitrundenmatch gegen Brendan Dolan warf Barney den zweiten Neun-Darter.
3. Januar 2011: Adrian Lewis (Finale vs. Gary Anderson) Der erste Neun-Darter in einem WM-Finale gelang Adrian Lewis 2011 gegen Gary Anderson. Bereits im dritten Leg der Partie brachte er die Halle mit dem perfekten Spiel zum Beben. Am Ende gewann Lewis seinen ersten von zwei WM-Titeln.
23. Dezember 2012: Dean Winstanley (2. Runde vs. Vincent van der Voort) Bei der WM 2013 gab es sogar gleich zwei Neun-Darter! Den Anfang machte Dean Winstanley kurz vor Weihnachten im Zweitrundenmatch gegen Vincent van der Voort. Bitter: Winstanley war der erste Spieler, der bei einer PDC-WM einen Neuner warf und trotzdem sein Match verlor.
30. Dezember 2012: Michael van Gerwen (Halbfinale vs. James Wade) Neun-Darter Nummer zwei bei dieser WM warf Michael van Gerwen im Halbfinale gegen James Wade. Doch nicht nur das. Beinahe hätte der Niederländer zwei Neuner nacheinander (!) geworfen. Auf seine neun perfekten Darts folgten nämlich acht weitere, ehe der letzte Dart knapp das Doppel verfehlte. 17 perfekte Darts in Folge - Wahnsinn!
14. Dezember 2013: Terry Jenkins (1. Runde vs. Per Laursen) Der 14. Dezember 2013 war ein ganz besonderer Tag in der Geschichte der PDC - und für die Fans, die an jenem Nachmittag der Session im Ally Pally beiwohnten. Denn es gab gleich zwei Neuner binnen kürzester Zeit! Zuerst warf Terry Jenkins in seinem Erstrundenmatch gegen den Dänen Per Laursen einen Neun-Darter ...
14. Dezember 2013: Kyle Anderson (1. Runde vs. Ian White) ... im folgenden Spiel zog Kyle Anderson gegen Ian White nach und hämmerte seinerseits neun perfekte Darts ins Board. Was Anderson und Jenkins an jenem Tag ebenfalls verband: Beide flogen trotz ihrer Neuner raus.
30. Dezember 2014: Adrian Lewis (Achtelfinale vs. Raymond van Barneveld) Lange war Barney der einzige Spieler, dem zwei Neuner auf der Bühne des Ally Pally gelangen. Im Achtelfinale der WM 2015 war er live dabei, als Adrian Lewis ebenfalls Mitglied dieses Klubs wurde. Immerhin aus Sicht des Niederländers: Das Match konnte er für sich entscheiden.
2. Januar 2016: Gary Anderson (Halbfinale vs. Jelle Klaasen) Bereits die WM 2015 hatte Gary Anderson gewinnen können, ein Jahr später machte der Schotte den Doppelschlag perfekt. Auf dem Weg zum zweiten WM-Titel gelang ihm im Halbfinale gegen Jelle Klaasen das perfekte Spiel. Ohnehin war Anderson in jener Partie quasi unantastbar. Mit einem 107er-Average prügelte er Klaasen ohne Satzverlust von der Bühne.
29. Dezember 2020: James Wade (3. Runde vs. Stephen Bunting) Ziemlich genau fünf Jahre gab es danach keinen Neun-Darter mehr bei der WM. Und als es dann wieder soweit war, kam der Jubel der Fans nur vom Band. Denn es war das Corona-Jahr, Zuschauer waren nicht erlaubt. Für James Wade war es dennoch ein schöner Moment, wenngleich er sein Drittrundenmatch gegen Stephen Bunting trotzdem verlor.
17. Dezember 2021: William Borland (1. Runde vs. Bradley Brooks) Eine WM mit gleich drei Neun-Dartern? Ja, das wurde bei der Auflage 2021/22 Realität. Und endlich waren auch die Fans wieder dabei - als habe der Darts-Gott die Zuschauer entschädigen wollen. Der erste Neuner des Turniers gelang William Borland in Runde eins gegen Bradley Brooks.
18. Dezember 2021: Darius Labanauskas (1. Runde vs. Mike De Decker) Einen Tag später war Darius Labanauskas der Glückliche. Er warf den Neuner in seinem Auftaktmatch gegen den Belgier Mike De Decker, verlor aber dennoch recht deutlich mit 1:3 in den Sätzen. Für den Litauer dürfte es dennoch eine einmalige Erfahrung gewesen sein.
1. Januar 2022: Gerwyn Price (Viertelfinale vs. Michael Smith) Und auch Gerwyn Price konnte sich in jenem Turnier in der Liste der Spieler eintragen, die auf der Bühne des Ally Pally einen Neun-Darter geworfen haben. In einem grandiosen Viertelfinale am Neujahrstag 2022 gegen Michael Smith bejubelte er im vierten Satz das perfekte Leg, verlor das Match aber knapp mit 4:5.
3. Januar 2023: Michael Smith (Finale vs. Michael van Gerwen) Das WM-Finale 2023 zwischen Michael Smith und Michael van Gerwen sah das vielleicht beste Leg der Darts-Geschichte. Im dritten Leg des zweiten Satzes nagelten beide die Darts in Reihe ins Triple, van Gerwen hatte als Anwerfer den ersten Versuch und scheiterte mit dem letzten Dart am Neun-Darter. Smith machte es besser, warf den Neuner und krönte sich später erstmals zum Weltmeister.
18. Dezember 2024: Christian Kist (1. Runde vs. Madars Razma) Dem Niederländer Christian Kist gelang im Duell mit dem Letten Madars Razma das erste perfekte Spiel im ersten Satz. Kist verlor am Ende aber 1:3. Für jeden Neuner werden von Hauptsponsor 180.000 Pfund ausgeschenkt. Das Geld wird gedrittelt und an den erfolgreichen Spieler, einen Fan und den guten Zweck verteilt.
27. Dezember 2024: Damon Heta (3. Runde gegen Luke Woodhouse) Den zweiten Neun-Darter des Turniers steuerte Damon Heta (l.) bei. Nachdem das Künststück vollbracht war, wusste der Australier gar nicht, wohin mit seinen Emotionen und lief einmal quer über die Bühne. Erster Gratulant war sein Gegner Luke Woodhouse, der sich ebenfalls über den historischen Moment freute und am Ende mit 4:3 gewann.
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Darts-WM trotz Aufstockung mit Top-Niveau und Überraschungspotenzial
Die gestiegene Teilnehmerzahl ermöglichte einige weitere Rekorde, wobei festzuhalten bleibt, dass das Niveau dadurch definitiv nicht gesunken ist. Noch nie wurden so viele Big Fishes gespielt (17) und auch der Rekord der 180er-Aufnahmen wurde mit einer Gesamtzahl von 1127 geknackt.
Auch von größeren Niveau-Unterschieden und einer gestiegenen Langeweile in den ersten Runden kann keineswegs die Rede sein. 17 gesetzte Spieler überstanden die 2. Runde nicht, zuvor lag der Höchstwert bei 14. Zu bedenken ist allerdings, dass früher die 32 gesetzten Stars in der ersten Runde ein Freilos hatten.
Die Darts-WM hat klar gezeigt: Der Sport wird hochklassiger, unberechenbarer und vielfältiger. Auch auf dem afrikanischen Kontinent ist die Sportart inzwischen präsent, zumal David Munyua als erster Afrikaner außerhalb von Südafrika ein WM-Spiel gewann.