Bundesliga
FC Bayern: Diese drei Vielspieler kämpfen in dieser Saison um ihre Zukunft in München
- Aktualisiert: 30.08.2025
- 16:46 Uhr
- Justin Kraft
Drei Vielspieler kämpfen beim FC Bayern München um ihre Zukunft – und zwar nicht nur um eine Zukunft beim FCB.
Von Justin Kraft
Es geht um alles. Für drei Vielspieler des FC Bayern könnte diese Saison die letzte auf dem höchsten Niveau sein, das der Profifußball zu bieten hat. Bedeutet: Bei einem Klub, der in jeder Saison zum erweiterten Kreis der Favoriten auf die Champions League zählt.
Bei zwei von ihnen laufen die Verträge im kommenden Sommer aus, der andere muss um seinen Stammplatz bangen. Die Verantwortlichen des Rekordmeisters werden genau hinschauen.
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Und auch für die deutsche Nationalmannschaft könnte es hochinteressant sein, wie sich zwei dieser Spieler schlagen. Die Rede ist von Serge Gnabry und Leon Goretzka. Hinzu kommt mit Min-jae Kim ein Innenverteidiger, dem das Schicksal des Verkaufs bald drohen könnte.
Leon Goretzka: Auf dem aufsteigenden Ast – winkt sogar eine Verlängerung beim FC Bayern?
Die größte Chance auf weitere Jahre auf dem höchsten Level hat im Moment wohl Leon Goretzka. Schaut man genau ein Jahr zurück, schien es unrealistisch, dass der Mittelfeldspieler eine Zukunft in München hat.
Das Wichtigste in Kürze
Doch er kämpfte sich zurück in die Startelf und auch in dieser Saison ist Goretzka erstmal Stammspieler. Denn Aleksandar Pavlovic verletzte sich erneut und Tom Bischof steht noch nicht weit genug oben auf dem Zettel von Vincent Kompany.
Es wird darauf ankommen, ob sich Goretzka auf Dauer gegen Pavlovic durchsetzen kann, wenn der seinen Rhythmus finden sollte. Aber mit seinen Stärken bei Tiefenläufen und im Angriffspressing bringt der gebürtige Bochumer Qualitäten mit, die andere im zentralen Mittelfeld in dieser Form nicht haben.
Allerdings ist Goretzka auch die Variante im Mittelfeld, die am wenigsten Spielstärke mitbringt. Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Im Saisonverlauf müssen die Bayern eine Entscheidung treffen: Bleibt er ein zusätzliches Element im Kader oder haben Kompany und Co. keine Verwendung mehr für seine Stärken?
Selbst wenn sich die Münchner gegen ihn entscheiden sollten, könnte Goretzka aber einen großen Markt in der lauf- und pressingintensiven Premier League haben. Durchaus möglich, dass er dann einfach in anderen Farben um den Champions-League-Titel kickt.
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Serge Gnabry und seine letzte Patrone
Ganz anders ist die Situation bei Serge Gnabry. Der 30-Jährige kam in der Saison 2023/24 wegen Verletzungen auf nur 764 Minuten. In der vergangenen Spielzeit waren es zwar immerhin 2.232 Minuten, aber damit die zweitwenigsten seit seinem Wechsel zum FC Bayern.
Hinzu kommt, dass Gnabry seit mindestens zwei Jahren seine Form sucht. Die ersten Spiele der neuen Saison deuten darauf hin, dass er nochmal zu einem letzten Anlauf ansetzt. Gleichzeitig sind viele Fans skeptisch, weil er in den Jahren zuvor jegliche Konstanz vermissen ließ.
Kompany hält viel von ihm, sprach jüngst davon, dass er unterschätzt sei. Der in der Offensive etwas dünn besetzte Kader spielt Gnabry in die Karten. Aber auch der Spielstil des Trainers liegt dem Offensivspieler. Hinzu kommt, dass er fast alle Positionen im Angriff auf hohem Niveau spielen kann – vorausgesetzt, er ist fit.
Für Gnabry ist es die letzte Chance, seinen Kritikern nochmal das Gegenteil zu beweisen. Ob ihm eine starke Saison einen neuen Vertrag in München bringt, ist derzeit fraglich. Eigentlich strebt man an der Säbener Straße einen Umbruch an. Klar ist aber, dass Gnabry sich empfehlen muss. Wenn nicht für den FCB, dann für andere Topklubs.
Denn nur so kann er auch im Dunstkreis der Nationalmannschaft bleiben. Wie Goretzka spielt der Deutsche um ein WM-Ticket im Sommer 2026.
Min-jae Kim: Nur noch die Nummer 3 beim FC Bayern?
Neben Goretzka und Gnabry muss auch Min-jae Kim um seine Zukunft in München bangen. Der Unterschied zu seinen Teamkollegen ist, dass der 28-Jährige wahrscheinlich auch im kommenden Sommer einen großen Markt haben wird. Immerhin genießt er in Italien nach wie vor großes Ansehen.
Allerdings könnte für den Innenverteidiger eine weitere fehlerbehaftete Saison auch dazu führen, dass zumindest kein Topklub mehr Interesse an ihm hat. Beim FC Bayern droht ihm die Rolle als dritter Innenverteidiger. Zwar wird der Südkoreaner weiterhin seine Minuten bekommen, aber Jonathan Tah ist ein namhafter Konkurrent, der derzeit die Nase vorn zu haben scheint.
Dass die Abwehr gegen Wehen Wiesbaden wieder Schwächen zeigte, die gegen Stuttgart im Supercup und Leipzig in der Bundesliga weitestgehend abgestellt schienen, wird Kim vorerst nicht helfen – auch wenn Tah bei den konkreten Fehlern mehr im Mittelpunkt steht.
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Neben Dayot Upamecano wirkte der ehemalige Leverkusener aber deutlich souveräner und sicherer. Kim verteidigt mitunter sehr undiszipliniert, rückt in Situationen heraus, in denen er lieber in der Kette bleiben sollte. Ein Fehler, den er in seiner bisherigen Bayern-Zeit schon häufiger machte.
Sollte er keinen signifikanten Sprung nach vorn machen, dürfte er ein Verkaufskandidat im kommenden Sommer sein. Bleibt abzuwarten, ob er dann noch einen Klub findet, mit dem er international um Titel spielen kann.