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Spanien

Real Madrid: Trennung von Xabi Alonso absurd und ein fatales Zeichen – ein Kommentar

  • Veröffentlicht: 12.01.2026
  • 20:58 Uhr
  • Andreas Reiners

Xabi Alonso ist weg. Die Trennung kommt nicht überraschend, was sie nicht weniger absurd macht. Ein fatales Zeichen sendet sie noch dazu. Ein Kommentar.

Von Andreas Reiners

Xabi Alonso ist kein Trainer, der sofort einschlägt. Der einen Klub von jetzt auf gleich auf links dreht.

Bei Bayer Leverkusen hat es gedauert, bis die Maschine ins Rollen kam. Danach war sie nicht mehr aufzuhalten, die Spielidee des Spaniers hat eine ganze Liga in ihren Grundfesten erschüttert und Bayer eine Saison lang auf eindrucksvolle Art und Weise dominieren lassen.

Genau deshalb hat Real Madrid die eigene Legende zurückgeholt und dafür auch noch Ablöse in Höhe von angeblich zehn Millionen Euro gezahlt. Damit Alonso mit noch mehr finanziellen Möglichkeiten und noch besseren Spielern Real in eine glänzende Zukunft führt.

Ganze 232 Tage später ist der Heilsbringer schon wieder weg, als Ergebnis einer absurden Entwicklung und Entscheidung.

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Das Wichtigste in Kürze

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Real Madrid und Xabi Alonso: Unwürdige Wochen

Da ist es auch völlig egal, ob die Trennung tatsächlich "einvernehmlich" geschah, wie es in der Pressemitteilung hieß, oder die Initiative möglicherweise sogar von Alonso selbst ausging.

Bereits die vergangenen Wochen waren unwürdig.

Nein, natürlich sind die Entscheidungsträger in Madrid nicht mit derselben Ehrfurcht vor der Aura Alonsos ausgestattet wie in Leverkusen und demnach auch nicht mit der dankbaren Geduld, weil man diesen Trainer überhaupt verpflichten konnte.

Was Leverkusens Beharrlichkeit und Vertrauen in Alonsos Ansätze und Vorstellungen aber noch deutlicher unterstreicht als grundsätzliches Vorbild für Klubs wie Real, die getrieben von Erfolgsdruck und Gier nach Aufmerksamkeit und Triumphen den klaren und konsequenten Blick auf den richtigen Weg verlieren.

Und das viel zu schnell.

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Real Madrid: Trennung nach Pleite gegen FC Barcelona

Die Bilanz des 44-Jährigen: 34 Pflichtspiele, 24 Siege, vier Unentschieden, sechs Niederlagen und kein Titel bei zwei Chancen bei der Klub-WM und in der Supercopa, bei der die Final-Niederlage gegen den Erzrivalen FC Barcelona das Fass nach Wochen des Brodelns nun zum Überlaufen brachte.

Dabei begann die Liaison mit 13 Siegen aus 14 Spielen traumhaft, doch dann brach das Gebilde mehr und mehr auseinander. Trotzdem: Vier Punkte Rückstand auf Barca in La Liga und Platz sieben in der Champions League sind keine Voll-Katastrophe. Allerdings nicht genug für das traditionell unruhige Umfeld.

Real Madrid verpasst reihenweise Chancen

Daneben hat sich in der kurzen Ära mal wieder gezeigt, dass die Stars bei Real größer als der Klub sind und es wohl auch bleiben.

Mehrfach bestand die Chance, den Rücken des Trainers in Streits mit den Spielern rund um Ex-Weltfußballer Vini Jr. zu stärken und die Kabine auf die gemeinsamen Ziele einzuschwören. Um Zeichen zu setzen.

Die Ironie: Die setzte man durch die Untätigkeit, was unter dem Strich fatal ist. Denn wenn die Superstars keine Lust auf einen Trainer haben, ist der in Madrid auch mit Vorschusslorbeeren, Legenden-Status und Ablöse nicht mehr als eine "Lame Duck".

Keine Frage: Charaktere wie Kylian Mbappe, Vinicius Jr. oder Jude Bellingham sind wahrscheinlich anders zu handhaben wie Leistungsträger in Leverkusen. Carlo Ancelotti hat es mit seiner väterlichen Art ziemlich gut hinbekommen.

Doch ist man von einem Trainer und dessen Weg überzeugt, ist auch der Verein gefragt. Alonsos Position wurde durch den Klub allerdings mehr und mehr geschwächt, das Aus war im Grunde abzusehen - weil es typisch Real ist.

Es ist jetzt müßig, aber gut möglich, dass Alonso mit der entsprechenden Geduld und Rückendeckung auch Real auf links gedreht hätte.

Das absurde Ende verdeutlicht: Den Königlichen würde genau das gut tun.

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