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Hamburger SV: Bruder von HSV-Verteidiger Luka Vuskovic beleidigt - So kam es zum Kabinen-Eklat
- Aktualisiert: 24.01.2026
- 09:33 Uhr
- ran.de
Das Hamburger Stadtderby mutiert zu einer wenig ansehnlichen Nullnummer. Hitzig wird es erst nach der Partie.
Das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV geriet am Freitagabend zu einer nicht allzu spannenden Angelegenheit. Ein Derby, welches sicher nicht lange in Erinnerung bleiben wird, wie HSV-Trainer Merlin Polzin analysierte.
Nur eine echte Chance konnte sein Team verzeichnen, als Luka Vuskovic mit einem Kopfball an Pauli-Keeper Nikola Vasilj scheiterte. Vuskovic war es auch, der nach der Partie in den Fokus rückte.
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So zeigte sich der kroatische Innenverteidiger während eines "Sky"-Interviews ungehalten. Als Grund nannte der Youngster, gegnerische Fans hätten seinen wegen Dopings gesperrten Bruder Mario beleidigt.
"Ich weiß nicht, was sich die Fans von St. Pauli denken. Es ist respektlos, meine Familie und meinen Bruder anzugreifen. Ich habe nichts Gutes über diese Fans zu sagen“, konstatierte er.
HSV: Luka Vuskovic legt sich mit Pauli-Fans an
Als sich Vuskovic auf den Weg in die Kabine begab, legte er vor den Pauli-Anhängern symbolisch den Finger auf seine Lippen, forderte sie zum Schweigen auf und musste sogar von seinen Mitspielern beruhigt werden.
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Schnell verraucht war der Zorn des Abwehrspielers aber nicht. Laut "kicker" berichteten Augenzeugen, dass Vuskovic beim Gang durch die Katakomben auf den Boden gespuckt haben soll.
Dies kam demnach bei Pauli-Verteidiger Karol Mets alles andere als gut an. "So etwas habe ich nie zuvor erlebt und gesehen“, soll er in Richtung Vuskovic geschrien haben.
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Polzin verteidigt Luka Vuskovic nach Hamburg-Derby
Übrigens: Ärger von seinem Trainer muss der Youngster nicht fürchten. So bekam Polzin die Thematik mit und verteidigte seinen Spieler: "Das ist ein sehr wichtiges Thema. Wir reden über einen 18-jährigen Menschen, er trägt sehr viel Last auf seinen Schultern für das, was mit Mario passiert ist."
Und weiter: "Normalerweise stehen auch der FC St. Pauli und seine Fans dafür, dass solche Themen sensibel behandelt werden und man Verständnis füreinander hat. Ich kann Lukas Unmut extrem nachvollziehen. Wenn man diese Sprüche, Worte, Aufforderungen und Gesten entgegengebracht bekommt, dann hat das nichts mit dem zu tun, wofür nicht nur beide Vereine und die Stadt Hamburg als weltoffene Stadt stehen sollten."