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NBA - Los Angeles Lakers: Die Gründe für die stockende Trainersuche

  • Veröffentlicht: 13.06.2024
  • 19:40 Uhr
  • Moritz König
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Nachdem Darvin Ham nach einer enttäuschenden Saison entlassen wurde, sind die Los Angeles Lakers auf der Suche nach einem Ersatz. Diese Suche gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet. Woran liegt das?

von Moritz König

Durch die Absage Dan Hurleys geht die Trainersuche der Los Angeles Lakers weiter. Der Meisterschafts-Coach der College-Mannschaft UConn Huskies lehnte laut Adrian Wojnarowski von "ESPN" ein Angebot über sechs Jahre und 70 Millionen Dollar ab.

Die knapp 12 Millionen Dollar pro Jahr hätten Hurley zu einem der sechs bestverdienenden Trainern in der NBA gemacht. Bei UConn verlängerte der Trainer erst letztes Jahr für ebenfalls sechs Jahre, aber nur 32 Millionen Dollar. Die Lakers sahen in dem College-Trainer wohl ein Langzeitprojekt, das er über die Karriere LeBron James' hinaus leiten könnte.

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Das Wichtigste in Kürze

Hurley gewann in den vergangenen zwei Saisons jeweils den Titel in der NCAA und führte UConn in seiner bisherigen Amtszeit zu einem einer starken Bilanz von 141 Siegen bei nur 58 Niederlagen. In der kommenden Saison versucht er den "Three-Peat" (drei Titel in Folge) zu schaffen.

Die Suche nach einem geeigneten Coach geht dementsprechend weiter. Die Frage ist nur: Warum fällt es den Lakers so schwer, einen neuen Trainer zu finden?

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Los Angeles Lakers: LeBron James ist ein Problem

Dass der "King" bei der Trainersuche LAs involviert ist, ist wohl allen Trainern klar, die für die Position des Head Coaches infrage kommen - auch wenn teilweise Gegenteiliges berichtet wurde. LeBron steht über allem. Vergangene Saison stellte er den Rekord für die meisten Punkte in der Geschichte der NBA auf und spielt zudem selbst in hohem Alter wie einer der zehn besten Spielern der besten Basketballliga der Welt.

Dass James den Spitznamen "LeGM" (GM = General Manager) bekam, kommt nicht von ungefähr. Der 39-Jährige nahm schon in der Vergangenheit oft Einfluss auf die Suche nach einem neuen Head Coach oder Star-Mitspielern. So war er laut Medienberichten wohl auch bei der Verpflichtung Darvin Hams und bei der Absetzung Frank Vogels aktiv beteiligt.

Für den Superstar sprach immer das eine Argument: "Ich entscheide mit oder ich gehe." Zumeist zog das auch. Nur ist er inzwischen nicht mehr der beste Spieler der Welt. Klar, der Marketing-Faktor, den ein LeBron James hat, ist enorm und wohl mit keinem anderen Spieler in der Liga zu vergleichen. Für die Lakers stellt sich dementsprechend die Frage: Sind die Marketinggelder und die Strahlkraft es wert, sich von einem Spieler Bedingungen aufzwingen zu lassen?

Nicht nur bei der Trainersuche war und ist der Superstar involviert. Hartnäckig halten sich Gerüchte, wonach James auch aktiv in das Coaching der jeweiligen Trainer eingegriffen habe. Die Vermutung liegt also nahe, dass mögliche Trainerkandidaten keine Lust haben, sich auf einen eventuellen Machtkampf mit dem Superstar einzulassen.

Das fließt in ein weiteres Problem über. Der andere heiße Trainerkandidat ist J.J. Redick. Der ehemalige NBA-Profi arbeitet inzwischen als Kommentator für "ESPN" und betreibt zudem mehrere Podcasts - auch mit LeBron James.

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Das könnte ein Problem darstellen, sollten sich die Lakers auf Redick einigen. Zum einen würde seine Glaubwürdigkeit infrage gestellt werden, aufgrund der engen Verbindung zu James. Es könnte passieren, dass Spieler das Gefühl bekommen, dass Redick eher die rechte Hand LeBrons ist, als wirklich seine eigenen Prinzipien und Ideen zu implementieren.

Zum anderen würden andere Trainer und Franchises den Eindruck bekommen, dass Redick nur aufgrund seiner Beziehung zu James zum Lakers-Trainer ernannt wurde. Die Situation gestaltet sich dementsprechend schwierig.

Gleichzeitig ist ein Verbleib LeBrons nicht in Stein gemeißelt. Um in der kommenden Saison in LA zu spielen, müsste er entweder seine Spieleroption über ca. 51 Millionen Dollar ziehen oder sie verstreichen lassen und einen neuen Vertrag unterschreiben.

Die Lakers stehen somit vor einem Dilemma. James soll bleiben, ein neuer Trainer soll her. Das eine beeinflusst jedoch auch das andere. Eine zeitnahe Entscheidung LeBrons könnte den Lakers bei der Trainersuche helfen.

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LA Lakers: Starke Historie vs. aktuelles Missmanagement

Die Los Angeles Lakers sind gemeinsam mit den Boston Celtics die erfolgreichste Franchise der NBA. 17-mal gewannen sie die Championship. Los Angeles ist zudem eine Weltmetropole und einer der größten Märkte in den USA.

Große Namen, seien es Spieler oder Trainer, waren zudem stets Programm und eine Garantie für die Erfolge. Seien es die 80er-Jahre in denen Magic Johnson, Kareem Abdul-Jabbar und Co. fünf Meisterschaften gewannen oder seien es die 2000er in denen Kobe Bryant - erst an der Seite Shaquille O'Neils, dann mit Pau Gasol - fünfmal Champion wurde. Immer dabei: ein historisch guter Coach.

In den 80ern war es Pat Riley (heute GM der Miami Heat), in den 2000ern war es Phil Jackson und heute? Bei der Meisterschaft 2020 war Frank Vogel noch Trainer in LA. Vier Jahre später wurde bereits sein Nachfolger entlassen. Kontinuität sieht anders aus.

Den Lakers geht inzwischen eines ab, was sie für Jahrzehnte erfolgreich und beliebt gemacht hat: Eine klare Idee, Basketball zu spielen, gepaart mit Starpower.

In den vergangenen Jahren gab es zwar eben diese Starpower mit Anthony Davis, Russell Westbrook und natürlich LeBron James, jedoch keine nachhaltige Strategie. Dies begann maßgeblich, als angefangen wurde, wichtige Rollenspieler abzugeben oder ihnen keinen neuen Vertrag anzubieten.

Zum Beispiel ist da Alex Caruso. Der mittlerweile extrem gute Guard-Verteidiger spielt inzwischen bei den Chicago Bulls und die halbe Liga ist hinter ihm her - so auch die Lakers. Es hätte jedoch so viel einfacher sein können. In der Offseason 2021 hätte Caruso wohl sogar Gehaltseinbußen akzeptiert, um in LA bleiben zu können. Daraus wurde bekanntlich nichts. Die Lakers ärgern sich heute mehr denn je ...

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Ein anderes Beispiel ist Kentavious Caldwell-Pope. Dieser verließ Los Angeles in der gleichen Offseason wie Caruso. Auch er hätte gehalten werden können und auch er bringt genauso wie Alex Caruso Dinge mit, die man zwingend in einem NBA-Team braucht. Er ist ein Spieler, der den Ball nicht regelmäßig in der Hand braucht, starke Defensive spielt und den Dreier konstant trifft. Nach so einem Spieler suchen die Lakers quasi seit dem Abgang der beiden Ex-Lakers.

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Ex-Laker gewinnt NBA-Titel mit Nuggets

Die Kirsche auf der Torte: KCP gewann vergangene Saison die Championship mit den Denver Nuggets ...

Die Art wie das Frontoffice der Lakers in den vergangenen Jahren, Jahr für Jahr den Kader umstrukturierte, stieß nicht nur unter Fans auf Verwunderung. Auch bei möglichen Trainern kommt diese Unbeständigkeit nicht besonders gut an. Wie will man langfristig Pläne umsetzen, wenn man entweder nach schlechten Leistungen sofort gefeuert oder einem ein Kader vor die Nase gesetzt wird, der nicht homogen ist?

Zudem sind auch in dieser Offseason aufgrund der Gehaltsobergrenze und eines teuren Kaders die finanziellen Möglichkeiten der Lakers begrenzt. Es kann also nicht allzu viel am Personal verändert werden, ohne drastische Trades zu erwägen. Vor allem werden die Spieler die LA braucht schwierig zu bekommen sein. Denke man nur an Caruso. Es wird spekuliert, dass die Bulls zwei Erstrundenpicks für ihn haben wollen. Das können sie sich kaum leisten.

Die Lakers sollten den Kader in der Breite verstärken und nicht versuchen, einen neuen Star nach Kalifornien holen. Jedoch war dies auch die vergangenen Jahre der Fall. Russell Westbrook lässt grüßen...

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Lakers verbrennen Coaches

"Wenn man den Markt und die Geschichte aus der Gleichung herausnimmt, was haben die Lakers dann wirklich den Kings voraus? Sie waren genauso unbeständig, suchen ihren siebten Cheftrainer seit Phil Jacksons Rücktritt im Jahr 2011 und hatten weniger Grund, so viele Trainer zu entlassen." Das schreibt der Journalist Sam Quinn auf "CBS-News" über die aktuelle Situation der Franchise. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf.

Klar sind die Sacramento Kings allgemein nicht mit den Los Angeles Lakers zu vergleichen, jedoch hat er recht wenn er meint, dass die Lakers ähnlich unbeständig sind wie die Kings.

LA hat Strahlkraft aufgrund der Historie. Dies ist auch der Hauptgrund, weswegen die aktuelle Suche nach einem neuen Coach nicht aussichtslos ist. Der Neue müsste sich jedoch zurecht die Frage stellen, ob er Lust hat, von einem auf den anderen Tag entlassen zu werden. Das geschah jedenfalls mit den letzten Trainern.

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Lakers-Trainersuche: Ham und Vogel als abschreckende Beispiele

Die jüngsten Beispiele sind Vogel und Ham. Bei Letzterem kann man ganz klar feststellen, was der Grund für die Trennung war. Die Ergebnisse stimmten in der vergangenen Saison nicht und die Lakers wurden von den Denver Nuggets teils komplett auseinander genommen. Dennoch: Ham war es auch, der die Franchise im Vorjahr in die Western Conference Finals führte.

Man merkt daran, dass in LA die Vergangenheit unbedeutend ist. Das Hier und Jetzt ist entscheidend und nach dem Ausscheiden in der ersten Runde war das "Jetzt" nicht mehr gut genug.

Genauso erging es auch Frank Vogel, nachdem er zunächst in seiner ersten Saison Meister geworden war, aber in den beiden nachfolgenden Spielzeiten das Team nicht mehr tief in die Playoffs führte.

Trainern wird kaum noch Zeit zur Entwicklung gegeben - gerade in Märkten wie Los Angeles. Der Erfolg soll sofort her und um jeden Preis. Nun könnte den Lakers die Strategie der letzten Jahre zum Verhängnis werden.

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