Las Vegas Raiders - Ashton Jeanty: Startet der College-Star jetzt auch seine NFL-Rekordjagd?
Veröffentlicht: 30.08.2025
19:32 Uhr
Julian Erbs
Im College rannte er alles in Grund und Boden – nun steht der nächste große Schritt bevor. In wenigen Wochen startet Ashton Jeanty mit den Las Vegas Raiders in seine erste NFL-Saison. Wird er auch dort für Furore sorgen?
von Julian Erbs
Bei Ashton Jeanty zeigte sich früh, dass er ein besonderes Talent besitzt. Seine ersten größeren Football-Erfahrungen sammelte der aus Florida stammende 21-Jährige tatsächlich außerhalb der Vereinigten Staaten. Sein Vater war als Chief Petty Officer (Dienstgrad der U.S. Navy, etwa Obermaat) in Neapel stationiert, wo Jeanty zur Schule ging.
Schon in seiner ersten Saison mit sechs Spielen sorgte er dort für Furore: Gegen andere europäische Schulen, auf denen Kinder von Militärangehörigen spielten, erlief er 1.200 Yards und erzielte 21 Touchdowns. Ein unglaublicher Schnitt von 200 Yards und über drei Touchdowns pro Spiel.
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Wieder zurück in den USA
Nach dieser Saison teilte er seinen Eltern mit, dass er zurück in die USA wollte. Schließlich konnte er sie überzeugen. Jeanty wechselte an die Lone Star High School in Texas und knüpfte dort an seine Leistungen aus Neapel an.
Seine Bilanz 2021, im letzten Jahr vor dem College: Der Running Back erzielte 1.843 Rushing Yards bei einem Schnitt von acht Yards pro Lauf, fing 41 Pässe für 810 Yards und kam insgesamt auf 41 Touchdowns (31 durch Laufspiel, zehn durch Passfang).
Auch am Boise State College war Jeanty kaum zu stoppen: 2022 und 2023 teilte er sich die Arbeit noch mit einem weiteren Running Back. In seiner letzten College-Saison 2024 jedoch nahm das Ganze surreale Züge an.
Es folgt eine Liste von Rekorden, die er in seinem letzten College-Jahr in der FBS (der höchsten Spielklasse im College Football der NCAA) aufstellte:
Rushing Yards nach Kontakt in einer Saison (1.970)
erzwungene verpasste Tackles in einer Saison (164)
Spiele mit über 100 Rushing Yards in einer Saison (14)
Rushing Touchdowns über mindestens 70 Yards in einer Saison (5)
In seinen drei Jahren am Boise State College pulverisierte er zudem nahezu alle schulinternen Running-Back-Rekorde und gilt als mit Abstand bester Running Back, den die Schule je hervorgebracht hat.
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Platz 32: New Orleans Saints Derek Carr beendete wie Tyrann Mathieu plötzlich die Karriere und der neue Trainer Kellen Moore steht vor einem Trümmerhaufen. Spencer Rattler wurde zum Starter benannt, obwohl Tyler Shough in der zweiten Runde gedraftet wurde, während unter anderem Shedeur Sanders zu haben war. Zudem sind die O-Line, die Secondary, ja sogar die Kicker-Position fraglich besetzt. Ein reines Chaos. Wenig Hoffnung. Der klare Rebuild wurde vor Jahren schon verpasst. Jetzt bekommt man die Quittung.
Platz 31: Carolina Panthers Tetairoa McMillan, Xavier Legette und Adam Thielen bieten QB Bryce Young viele variable Optionen in der Offense. In der abgelaufenen Saison war er schon nicht unumstritten. Jetzt darf er keine Zweifel mehr aufkommen lassen. Allerdings bereitet die Defense aktuell mehr Sorgen. Im vergangenen Jahr schon nicht gut, hat sich dort nicht viel getan. In der Preseason wurde jedes Spiel verloren.
Platz 30: Indianapolis Colts Das Quarterback-Duell zwischen Daniel Jones und Anthony Richardson wirkt wie ein Kampf mit stumpfen Waffen. Beide überzeugen nicht komplett. Gegen die Green Bay Packers gab es eine 19:23-Niederlage. In unseren Hot Takes zur Saison skizzieren wir neben einem Horror-Szenario für die Colts auch weitere spannende Prognosen, wie zu den Saints, Browns und einem Spieler der Houston Texans. General Manager Chris Ballard sitzt auf einem sehr heißen Stuhl. In seiner neunjährigen Regentschaft schafften es die Colts zwei Mal in die Playoffs. Und gewannen dort nur einmal. Die AFC South wurde nie gewonnen. Noch Fragen?
Platz 29: New York Jets Der neue Head Coach Aaron Glenn packt an. Der defensiv denkende Hauptübungsleiter lässt die Jets-Stars ordentlich ackern in der Vorbereitung. Das Camp vermittelt den Eindruck, dass Glenn über das Laufspiel den Ball und die Uhr kontrollieren möchte. Damit kann auch der dynamische Justin Fields mit seinem Skill-Set dienen. Aber der Druck ist groß, wie auch das strauchelnde Passspiel des QB in der Preseason zeigte. Die dritte Station in drei Jahren. Und nach den Chicago Bears und Pittsburgh Steelers vielleicht seine letzte Gelegenheit, sich als Starter langfristig zu behaupten.
Platz 28: Cleveland Browns Joe Flacco wird für die Browns als QB starten. Kenny Pickett wurde an die Raiders abgegeben. Shedeur Sanders und Dillon Gabriel spielten beide solide und sind gute Alternativen. Es kehrt Ruhe ein. Die Browns können sich endlich mal wieder auf das Sportliche konzentrieren.
Platz 27: Tennessee Titans Es steht und fällt mit dem First Overall Pick Cam Ward. Große Bürde für den Rookie, der sich noch selbstkritisch zeigt und bislang nicht mit der Offense-Arbeit zufrieden ist. Das zeigt Ehrgeiz und Ansporn. Seine Würfe sind gefährlich, im Camp überzeugt Wide Receiver Calvin Ridley zunehmend. Im Training gib es Zoff und eine Rangelei. Was nur zeigt: das Team ist heiß! Auch die O-Line machte in der Preseason einen soliden Job. Der Trend ist positiv.
Platz 26: Miami Dolphins Tyreek Hill hier, Tyreek Hill da. Die Aussagen und Windungen des WR nervten QB Tua Tagovailoa sogar so sehr, dass dieser ihn öffentlich anmahnte, seinen Worten Taten folgen zu lassen, um den Respekt des Teams wiederzugewinnen. Die Defense bleibt weiterhin eine Bau- und Schwachstelle. Die O-Line bröckelt jetzt auch noch. Die Stimmung im Camp wirkt angespannt. Der Vulkan droht auszubrechen. Coach Mike McDaniel spürt den Druck, abliefern zu müssen. Alles andere mündet wohl in einem vorzeitigen Abgang.
Platz 25: Las Vegas Raiders In der eigenen Division endeten die Raiders in der abgelaufenen Saison in ihren Duellen 0:6. Das muss sich ändern, wenn die Playoffs das Ziel sind. Urgestein und Neu-Coach Pete Carroll schraubt dafür mächtig an der Offense, Neuzugang Geno Smith ist dabei natürlich im Fokus. Ashton Jeanty ist ein Monstertalent als Running Back, er muss sich seine Lorbeeren noch verdienen. Die Defense leidet unter der Posse und dem Abgang von Christian Wilkins. Besonders Defensive End Tyree Wilson muss jetzt den nächsten Schritt machen.
Platz 24: Atlanta Falcons Quarterback Michael Penix Jr. zeigt sich im Camp noch nicht konstant auf einem hohen Level, Wide Receiver Darnell Mooney könnte zudem den Saisonstart verletzungsbedingt verpassen. Somit wird das Laufspiel wichtig. Penix' Präzision in seinen Pässen scheint ein Thema zu sein. Er muss genauer werden, wenn er durchgängig als Starter überzeugen möchte. Auch Kyle Pitts steht unter genauerer Beobachtung. Der Tight End konnte noch nicht das halten, was man sich von ihm beim Draft versprach. So langsam muss er zünden. Die O-Line hat viele verletzte Spieler. Bei den Falcons ist der Trend momentan eher negativ.
Platz 23: Arizona Cardinals Sie haben das Zeug dazu, den Durchbruch zu schaffen. Doch es gibt Fragezeichen. Das beginnt beim QB. Kyler Murray wirkt, vorsichtig formuliert, etwas unmotiviert in seinen Plays. Die Einstellung muss sich verändern. Denn rein vom Roster hat das Team gute Entscheidungen getroffen. WR Marvin Harrison Jr. könnte ebenfalls seinen Breakout erleben. General Manager Monti Ossenfort geht mit seinem Team ins dritte Jahr. Die Defense ließ in allen Spielen frühe Touchdowns zu, auch wenn sie verstärkt wurde.
Platz 22: Jacksonville Jaguars Travis Hunter ist der Mann in Jacksonville. Das Team möchte den Erstrundenpick wohl wirklich in der Offense und Defense nutzen. Neben Brian Thomas Jr. sicherlich eine spannende Anspielstation für QB Trevor Lawrence. Dieser geht in sein fünftes NFL-Jahr. Head Coach Liam Coen wird einen Fokus auf den Pass Rush und die Pass Protection legen, damit die Jags endlich wieder erfolgreicher werden. Man merkt bereits Coens Einfluss auf Lawrences Bewegungen in der Pocket. Die Preseason lief solide, Kicker Cam Little sorgte in Woche eins für ein Highlight. Dominik Eberle ist begeistert.
Platz 21: New England Patriots Der offensive Fokus von Head Coach Mike Vrabel liegt wohl darauf, ein schnelles Passspiel aufzuziehen. Will Campbell ist eine Macht in der O-Line, generell fruchten die Rookies sensationell. Die Defense macht sowieso keine Sorgen. Drake Maye hat in der Preseason jedoch etwas Präzision missen lassen. Darauf sollte ein Auge geworfen werden. Er braucht natürlich auch die Unterstützung seiner Offense rund um Neuzugang WR Stefon Diggs.
Platz 20: Dallas Cowboys Die Schlagzeilen um Micah Parsons tun nicht gut, sind hausgemacht und unnötig. Ohne ihn ist der Pass Rush unterdurchschnittlich. Dak Prescott kommt zudem von einer Verletzung zurück. Wie lange braucht der QB, um wieder topfit zu sein und langfristig liefern zu können? Der neue Receiver George Pickens bringt Klasse mit, aber auch divenhaftes Verhalten. Und mehr Unruhe braucht Dallas wirklich nicht mehr. Backup-QB Joe Milton III sah auch noch meist unglücklich aus. Brian Schottenheimer ist als Head Coach erstmalig in einer solchen Position. Kriegt er das hin? Viele Fragen. Daher schneiden die Cowboys in unserer Analyse zur NFC East auch nicht gut ab.
Platz 19: New York Giants Der größte Sprung im Ranking! Abdul Carter und Jaxson Dart sind zwei Top-Verstärkungen. Beide Erstrundenpicks überzeugten auf allen Ebenen. Jedes Spiel wurde gewonnen, sie sind Vorbereitungsmeister. Head Coach Brian Daboll und General Manager Joe Schoen sitzen gemeinsam auf dem Hot Seat. Keine weiteren Fehler sind erlaubt. Das merkt man. Sie arbeiten präzise. Es ist die letzte Chance für das ehemalige Bills-Tandem. Den schwierigen Spielplan der Giants darf man zudem nicht außer Acht lassen.
Platz 18: Seattle Seahawks Cooper Kupp und Sam Darnold. Zwei Namen, die über vieles bei den Hawks entscheiden werden. Sie sind erfahren genug, um diese Situation zu bewältigen. Zach Charbonnet und Kenneth Walker III werden sich die Bälle als Running Backs teilen. Head Coach Mike Macdonald wird seiner Defense wieder einheizen. Sie müssen vor allem konstanter in der Offensive punkten, wenn sie mehr Spiele gewinnen wollen. Ein Job für die neuen Akteure.
Platz 17: Pittsburgh Steelers Neuer Vertrag für T.J. Watt, Aufbruchstimmung durch Aaron Rodgers, neue Spieler wie Jalen Ramsey und D.K. Metcalf - aber auch Abgänge wie Minkah Fitzpatrick, Najee Harris oder George Pickens. Es wurden so viele Steine in Bewegung gesetzt - alles andere als eine starke Saison mit einem guten Playoff-Run wäre eine Enttäuschung. Wer so viel investiert und kurzfristig ändert, möchte auch sofort die Belohnung dafür. Head Coach Mike Tomlin setzt viel aufs Laufspiel, zumal A-Rod nach wie vor nicht angsteinflößend wirkt. Rodgers und Metcalf haben keine Spielzeit in der Preseason bekommen. Und viel Anlaufzeit in der Regular Season ist nicht. Gefährlich.
Platz 16: Cincinnati Bengals Alles wie immer. Die Offense wirkt stark, die Defense wackelig. Trey Hendrickson hat endlich unterschrieben. Mit den aktuellen Baustellen wird die Saison zu einem Deja-vu der Vorsaison. Die O-Line ist immer wieder sehr löchrig. Die Defense ein Drehkreuz. Hoffentlich ist Hendrickson einigermaßen fit, um direkt helfen zu können. Denn so viel wie die Bengals gerade kassieren, können die Stars vorne kaum ausgleichen.
Platz 15: Los Angeles Chargers Die schwere Verletzung von Rashawn Slater tut weh. Die Rückholaktion des erfahrenen Keenan Allen wird dafür die Receiver-Gruppe bereichern. Das Rookie-Trio Omarion Hampton, Tre Harris und KeAndre Lambert-Smith wirkt zudem wie die sich versprochene Verstärkung. Dennoch blieb die Offense insgesamt auch in der Vorbereitung noch etwas schuldig. Wenn die Defense aber hält, geht dieses Jahr vielleicht mehr. Trey Lance und Taylor Heinicke sind gute Herbert-Alternativen.
Platz 14: San Francisco 49ers Viele neue Gesichter, ein guter Mix aus Rookies und Routiniers in der Defense. Wichtig: Nick Bosa ist zurück und wieder gesund. Auch Defensiv-Guru Robert Saleh ist als Defensive Coordinator zurück. Wenn Brock Purdy und Christian McCaffrey gesund bleiben und WR Ricky Pearsall den nächsten Schritt geht, ist dem Team unter Head Coach Kyle Shanahan einiges zuzutrauen. Trotz diverser Abgänge. Viele Receiver und Running Backs sind in der Tiefe des Kaders gerade nicht verfügbar. Das macht Bauchschmerzen. Daher wurde Brian Robinson Jr. noch verpflichtet.
Platz 13: Los Angeles Rams Quarterback Matthew Stafford ist 37 Jahre alt und kämpfte mit Rückenschmerzen - er kann erst seit kurzem wieder mit der Mannschaft trainieren. Wenn Stafford die Saison komplett absolvieren kann und die Secondary stabiler agiert, sind ein Triumph in der NFC West sowie ein guter Playoff-Run möglich. Aber das sind zwei große "Wenns". Zumal in der Preseason unter Coach Sean McVay nur die zweite Garde eingesetzt wurde. Das macht es so schwer, sie einzuschätzen.
Platz 12: Green Bay Packers Die Left-Tackle-Position ist noch umkämpft. Jordan Morgan und Rasheed Walker streiten sich darum. First-Rounder Matthew Golden entpuppt sich bislang als Top-Pick und sofortige Verstärkung auf der Receiver-Position. In der abgelaufenen Saison wurden zu viele Pässe fallen gelassen, das soll auch ein Golden ändern. Defensiv wirken die Packers stabil, vor allem gegen den Lauf. Nur die Secondary könnte Bauchschmerzen bereiten. Aktuell schwächen noch viele Verletzungen und Blessuren das Team, was den Saisonstart erschweren kann.
Platz 11: Denver Broncos Die Broncos sind unter Head Coach Sean Payton weiter als gedacht. Vor allem der QB-Pick von Bo Nix erwies sich als Glücksgriff. Die Broncos wollen mit ihrer beinharten Defense den nächsten Schritt machen und könnten vielleicht den Weg gehen, den die Commanders oder Lions vor Jahren geschafft haben. Das Team wirkt immer bereiter dazu. Aber: Der 2025er Spielplan ist deutlich härter als in der Vorsaison. Die Preseason lief mit 3-0 mega. Alles scheint bereit für eine gute Saison.
Platz 10: Chicago Bears Neben den Giants der größte Sprung im Ranking! Gefühlt passiert jeden Tag sehr viel in Chicago. Die Bears entwickeln sich massiv. Quarterback Caleb Williams und der neue Head Coach Ben Johnson waren lange nicht auf einer Wellenlänge. Doch das scheint Vergangenheit. Die Defense ist stabil, die Offense neu aufgesetzt. Die Bears können überraschen.
Platz 9: Minnesota Vikings J.J. McCarthy ist eine spannende Komponente, die es aber schwierig macht, das Team mit dem widergenesenen Quarterback einzuschätzen. Er hat in der Preseason kaum gespielt. General Manager Kwesi Adofo-Mensah versprach bei Amtsantritt einen Super Bowl. Fakt ist aber auch, dass von den gedrafteten Spielern zwischen 2022 und 2024 nur einer noch als Starter spielt: WR Jordan Addison - und der fehlt in den ersten drei Wochen wegen einer Sperre. Die Defense ist in der Front brutal stark, die Cornerbacks wiederum eine Schwachstelle.
Platz 8: Washington Commanders Die Posse um McLaurin ist zum Glück beendet. Die Kombination aus jungen Wilden und erfahrenen Spielern fruchtete bereits letzte Saison. Jüngst kam mit Von Miller ein weiterer Routinier dazu. Sie gehören jedoch nicht mehr zu den Underdogs, dafür lief die abgelaufene Saison zu gut. Washington muss sich jetzt mehr denn je beweisen. Die Preseason lief schleppend. 0-3 ist eine vielsagende Bilanz, auch wenn es nicht allein um Ergebnisse geht. Sie müssen jetzt den Hebel zur Ernsthaftigkeit finden.
Platz 7: Houston Texans Das Rookie-Jahr von QB C.J. Stroud lief blendend, das vergangene war mit den gestiegenen Erwartungen ernüchternd. Was können wir jetzt erwarten? Stroud bleibt ein starker Spielmacher, braucht aber mehr Hilfe. Joe Mixon hat als RB seine Qualitäten, ist aber verletzungsanfällig. Nico Collins hat noch nie eine Saison verletzungsfrei überstanden. Nick Chubb ist wieder fit und wirkte dynamisch. Die Offensive Line muss dringend besser spielen und den Stars mehr Zeit verschaffen, ohne Tunsil wird das aber schwer. Auch wenn die Preseason ein guter Schritt in die richtige Richtung in der Pass Protection war. Die Defense ist mit einem gefährlichen Pass Rush sehr stark.
Platz 6: Tampa Bay Buccaneers Unser Preseason-Zeugnis zeigt es: Die Offensive der Buccaneers hat das Potenzial, zu einer der besten der NFL zu gehören. Rookie-Receiver Emeka Egbuka macht einen guten Eindruck und Rachaad White soll wohl fitter geworden sein. Sorgen bereiten noch die Verletzungen von Tristan Wirfs und Chris Godwin, die den Saisonbeginn wohl verpassen werden. In der Defensive sind die Bucs brutal aufgestellt, insbesondere in der Secondary.
Platz 5: Buffalo Bills 25:34 gegen die Giants, 0:38 gegen die Bears. In der Preseason gab es ziemlich auf die Backen. Die Bills sind aber auch von vielen Verletzungen geplagt. Unter anderem fällt Erstrundenpick und Cornerback Maxwell Hairston zunächst aus, auch Khalil Shakir könnte den Saisonstart verpassen. Mit MVP Josh Allen gehören die Bills trotz diverser Ausfälle aber zu den besten Teams der NFL und Spieler wie Keon Coleman oder Cole Bishop könnten den Durchbruch schaffen. Defensive End Joey Bosa ist zudem neu und will zeigen, das er noch einiges auf dem Kasten hat. Das kann nochmal einen Push geben.
Platz 4: Kansas City Chiefs Defensiv werden die Chiefs gerne mal unterschätzt. Denn trotz immer wiederkehrender Abgänge bleibt KC stabil. Aber offensiv bauten sie immer mehr ab. Spieler wie Travis Kelce (35) werden älter. Die Offensive Line wirkte auch immer löchriger, was den Arbeitsalltag von Superstar Patrick Mahomes erschwert. Aber die linke Seite der O-Line ist neu, Erstrundenpick Josh Simmons eine Top-Wahl. WR Rashee Rice ist gerade noch so um eine dicke Sperre seitens der NFL herumgekommen, wird aber sehr wahrscheinlich im Laufe der Saison aussitzen müssen. Die Chiefs gehen mit einigen Fragezeichen in die kommende Saison. Sie dürfen dennoch nicht unterschätzt werden.
Platz 3: Detroit Lions Unter Head Coach Dan Campbell stehen zwei neue Koordinatoren, nachdem Ben Johnson und Aaron Glenn die Franchise verlassen haben. Das wird Zeit brauchen. Der Spielplan fällt diese Saison auch schwerer aus und die NFC North ist hart umkämpft. Positiv ist die Rückkehr des Langzeitverletzten Aidan Hutchinson. Drittrundenpick Isaac TeSlaa macht in der Vorbereitung auf sich aufmerksam und gehört zu den Überraschungen der Preseason.
Platz 2: Baltimore Ravens Die AFC North ist kein Zuckerschlecken, doch die Ravens streben ihren dritten Division-Titel in Folge an. Der Dauer-MVP-Kandidat Lamar Jackson ist im Duo mit Running Back Derrick Henry kaum zu schlagen und die Defensive hat sich unter Coordinator Zach Orr verbessert. Die Secondary ist eine Wucht. Jedoch fiel das Team immer mal wieder überraschend aus der Rolle und bot Schwächen. Man zählt aber wieder zu den Favoriten.
Platz 1: Philadelphia Eagles Sie sind der Super-Bowl-Champion und wirken top vorbereitet und gut ausbalanciert. Beim 34:27-Sieg über die Cincinnati Bengals spielten viele Spieler aus der zweiten Reihe und sogar die überzeugten. Wie zum Beispiel Backup-QB Tanner McKee. Doch dieser verletzte sich an der rechten Hand und fällt aus. Sam Howell wurde als Ersatz geholt. In den vergangenen 20 Jahren gab es immer wechselnde Sieger der NFC East. Momentan wirkt es aber so, als würde diese Serie brechen und die Eagles wieder einmal zum Divisionskönig gekrönt werden. Selbst in der geschwächten Secondary überzeugte jetzt Safety-Rookie Andrew Mukuba. Mit John Metchie sicherte GM Howie Roseman via Trade noch einen spannenden WR. Sie sind das Team to beat.
Kein NFL-Combine für Jeanty
Nach einer der besten Running-Back-Saisons in der bisherigen College-Football-Historie war klar, dass er sich für den Draft anmelden würde. Ungewöhnlich war jedoch seine Entscheidung, nicht am Combine teilzunehmen.
Stattdessen veröffentlichte Jeanty eine Woche vor dem Draft einen lesenswerten und vor allem beeindruckend offenen Brief an die General Manager aller 32 NFL-Teams.
Darin schloss er mit einem klaren, richtungsweisenden Absatz:
"Ich bin den langen Weg gegangen. Damit bin ich jetzt fertig. Wenn ihr mich draftet, ist es ganz einfach: Ich komme zu eurer Franchise, um das zu tun, was Saquon und die Eagles gerade geschafft haben. Ich komme, um groß zu gewinnen – und das bald. Es ist TACKLE-Football … ihr wisst, was ich meine. Ich würde den Spieler draften, den man nicht tackeln kann."
Die Las Vegas Raiders waren überzeugt und wählten mit dem sechsten Pick das 1,74 Meter große, 94 Kilogramm schwere Kraftpaket.
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Großer Umbruch bei den Las Vegas Raiders
Die vergangene Saison der Raiders war insgesamt zum Vergessen (vier Siege und 13 Niederlagen), doch das Laufspiel stach als besonderer Schwachpunkt hervor. Bester Running Back war Alexander Mattison mit lediglich 420 Yards in 14 Einsätzen, während keiner seiner Kollegen im Schnitt mehr als 37 Yards pro Spiel erreichte.
Die Raiders vollzogen zum Jahresbeginn weitreichende Veränderungen: Im Januar trennten sie sich sowohl von Head Coach Antonio Pierce als auch von General Manager Tom Telesco.
Kurz darauf wurde Trainerlegende Pete Carroll, der zuvor 14 Jahre die Seattle Seahawks betreut hatte, als neuer Head Coach verpflichtet. Im Februar folgte ein umfassender Umbruch im Trainerstab – fast alle Positionscoaches wurden entlassen und ersetzt.
Im März schließlich machten die Raiders Maxx Crosby zu einem der bestbezahlten Defensive Ends der Liga und vereinten Carroll mit seinem früheren Quarterback aus Seattle, Geno Smith.
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NFL Top 100 Spieler der Saison 2025: Plätze 100 bis 13 bekanntgegeben
NFL - Top 100 Spieler der Saison 2025: Plätze 100 bis 13 bekannt Jedes Jahr veröffentlicht die NFL eine Liste der 100 besten Spieler der abgelaufenen Saison. Gewählt werden diese ausschließlich von den Spielern selbst. ran zeigt die Plätze 100 bis 13.
Platz 13: Penei Sewell (Detroit Lions) - Position: Offensive Tackle - Platzierung letzte Saison: 22
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Kann das Kraftpaket auch NFL?
Mit Carroll kommt ein Coach, der nach einem klassischen Konzept spielt: Er spielt lauforientierten, kontrollierten Football, nutzt aber den Pass für große, explosive Spielzüge – also "Run to set up the pass".
Mit Smith hat Jeanty nun einen routinierten und verlässlichen Quarterback an seiner Seite. Zudem befinden sich die Raiders in einer Situation, in der derzeit kaum jemand große Erwartungen an sie stellt.
Grundsätzlich gute Voraussetzungen. In der Preseason erwischte der Mann mit haitianischen Wurzeln gegen die Seattle Seahawks ein schwaches Debüt (drei Läufe für –1 Yard). Im zweiten Preseason-Spiel gegen die San Francisco 49ers zeigte er jedoch eine Steigerung mit einem Touchdown und 33 Yards bei sieben Läufen.
Natürlich bleibt abzuwarten, wie sich Jeanty in seinen ersten Snaps der Regular Season präsentiert. Doch gerade gegen die 49ers zeigte er bereits, dass er mit den "erwachsenen Männern" der NFL-Defensiven mithalten kann. Gelingt es ihm auch nur ansatzweise, seinen aggressiven Running Style auf die NFL zu übertragen, könnten die Raiders einen außergewöhnlichen Spieler verpflichtet haben.
Und auf jeden Fall einen Kandidaten für den Rookie of the Year.